348 Ja-Stimmen, 274 Nein-Stimmen – die Urheberrechtsreform kommt. Auch wenn man nach Strohhalmen greifen und Katarina Barley auf ihre Tweets festnageln kann. Wir allen wissen, dass es nun so kommen wird. Dass Uploadfilter bald keine furchtbare Zukunftsvision, sondern wahrscheinlich furchtbare Realität sind. Seit Jahren warnt die Netzgemeinde vor den weltfremden Paragraphen in diesem Reformvorschlag, noch am Wochenende gingen 100.000 Menschen auf die Straße, um der Politik zu sagen, was mit dieser Reform schief läuft. Im Mai zur EU-Wahl werden die, die dieses Paket nun durchgeboxt haben, hoffentlich erfahren, was es heißt, lauten Protest zu ignorieren, als Manipulation und Kinderei abzutun.
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Zunächst einmal vielen Dank für Ihre fundierte Kritik. Ich möchte an dieser Stelle zunächst noch einmal klarstellen, dass ich nicht gegen die Reform des EU-Urheberrecht s bin, genauso wenig wie der Händlerbund insgesamt. Diese ist längst überfällig. Und natürlich muss alles dafür getan werden, dass Urheber für ihre Erzeugnisse gerecht vergütet werden und dass diese nicht unrechtmäßig von Dritten verwendet oder verfremdet werden. Daran ist schließlich auch uns in der Redaktion der OnlinehändlerNe ws gelegen.
Meine Kritik, unter anderem im Kommentar, auf den Sie anspielen, richtet sich auch nicht gegen die Reformierung eines überholten Gesetzes, sondern gegen die kurzsichtigen und unklar formulierten Artikel 15 und 17, die im Grundsatz zwar richtig, in der letzten Konsequenz aus meiner Sicht aber kontraproduktiv sind. Die OnlinehändlerNe ws befassen sich durchaus differenziert mit der Thematik, ganz aktuell etwa zum Thema Leistungsschutz recht in diesem Artikel: onlinehaendler-news.de/.../...
Freundliche Grüße,
Christoph Pech,
Redaktion OnlinehändlerNe ws
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mit Befremden haben wir Ihren Kommentar zur EU-Urheberrecht sreform gelesen. Unser Verlag ist Mitglied bei Ihnen, weil wir Ihr Engagement und Ihre Dienste schätzen. Dazu gehören aber nach meiner Meinung keine politischen Äußerungen, die nur einen Teil der Meinung Ihrer Mitglieder wiedergeben können.
Wir sind durch einen Hinweis des Börsenvereins für den deutschen Buchhandel auf den Händlerbund aufmerksam gemacht worden, und ich nehme an, dass auch zahlreiche andere Verlage zu Ihren Mitgliedern zählen. Die nach langem Ringen endlich erstrittene Urheberrechtsre form ist für uns von existenzieller Bedeutung, wurde uns doch durch Versäumnisse der Gesetzgebung die Beteiligung an den Erlösen der von uns gemeinsam mit den Autoren gegründeten Verwertungsgese llschaften durch europäische Rechtssprechung versagt. Schlimmer noch, wir mussten die Ausschüttungen einiger Jahre sogar zurückgeben, was gerade für die kleineren Verlage eine schwere Belastung war.
Wir sind froh, dass das europäische Parlament den Weg für die nationalen Gesetzgeber wieder freigemacht hat zur Beteiligung der Verlage an den Ausschüttungen der Verwertungsgese llschaften. Der 26. März war für uns ein glücklicher Tag, und wir sind dankbar für die Zähigkeit von Herrn Voss.
Es grüßt Sie freundlich
Vittorio E. Klostermann
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Im Übrigen: Das Internet wird nicht abgeschaltet und die Meinungsfreihei t auch nicht - s. die hier veröffentlichte n Kommentare...
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Allerdings werden das nicht alle verstehen und meinen dann, in einer "Protestwahl" europafeindlich e "Blaumännel mit tiefbraunem Futter" nach Brüssel schicken zu müssen.
1932 gab es schon einmal eine verheerende "Protestwahl", nach der dann kein Protest ohne KZ mehr möglich war...
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Und dabei ist es echt egal ob es rosa Schweinchen sind, schwarze oder in der SulE sich gefärbt haben. Wo ist da der Ausweg ?
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Als am Donnerstag Wikipedia zum Protest und zur Kontaktaufnahme mit EU Politikern aufgerufen hat, habe ich versucht die bayrischen CSU-Europaabgeo rdneten, u.a. den bayrischen EU-Kommissionsp räsidenten-Kand itaten Manfred Weber via deren EU-Mail-Adresse n zu kontaktieren. Fast alle Mailadresen von CSU-Abgeordnete n waren abgeschalten! Bei anderen Parteien hingegen gingen die Mailadressen. So sieht die Bürgernähe der Unionsparteien aus.
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P.S. Ich bin dem Grundsatz nach Ihrer Meining aber das hier ist kein politischer Blog.
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