Uploadfilter können kommen
Online-Portale wie YouTube werden damit in Zukunft nicht umhinkommen, Inhalte schon vor dem Hochladen auf urheberrechtlich geschütztes Material zu untersuchen. Und auch wenn, wie stets angeführt wird, Uploadfilter in der Reform nicht explizit genannt werden, wird eine technische Lösung die einzige Möglichkeit sein, das dann geltende Recht auch durchzusetzen. Allein bei YouTube werden pro Minute 400 Stunden Videomaterial hochgeladen. Diese Menge ist nur mit technischen Mitteln zu prüfen.
Die Befürworter von Artikel 13/17 argumentieren gegen Uploadfilter. Die Übereinkunft aus dem Trilog Mitte Februar zwischen Parlament, Ministerrat und EU-Kommission besagt, dass Portalbetreiber stattdessen Lizenzvereinbarungen mit den jeweiligen Rechteinhabern schließen müssen – und zwar mit allen erdenklichen Rechteinhabern. Für die Inhalte sind nun die Portale haftbar. Sie müssen nun alle Anstrengungen unternehmen, um entsprechende Erlaubnisse einzuholen und sicherstellen, dass bestimmte Werke nicht verfügbar sind, wenn die Rechteinhaber entsprechend „einschlägige und notwendige Informationen bereitgestellt haben“. Der Abschnitt ist schwammig formuliert und auch wenn Karikaturen oder Parodien sogar explizit ausgeschlossen werden: Auf der sicheren Seite werden vor allem große Portale nur mit Uploadfiltern sein. Und diese können nicht zwischen Urheberrechtsverstoß und Parodie unterschieden.
Online-Markplätze wie Ebay und Amazon werden nicht erfasst, genauso wenig wie Online-Enzyklopädien wie Wikipedia. Außerdem Plattformen, die jünger als drei Jahre sind, deren Jahresumsatz unter zehn Millionen Euro liegt und die monatlich weniger als fünf Millionen Besucher zählen – allerdings nur, wenn alle drei Eckpunkte zutreffen.
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Ja Gott sei Dank hat die Lobbyarbeit der Netzkraken nichts genutzt und Urheber behalten ihr Recht."
Ist ja nicht so, dass die Urheberrechte im Internet nicht existieren und/oder geschützt/einge halten werden müssen. Aber in diesem Fall hat man wohl mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Uploadfilter sind für die Großen kein Problem, die Kleinen werden sich das nicht leisten können und wie im Artikel schon genannt, wird eine Software oft auch Sachen blockieren, die nicht zu blockieren wären. Ist das die Lösung?
Das ist alles nicht wirklich zu Ende gedacht, wie bei der DSGVO. Im Prinzip alles gut und schön, aber in der Praxis können wir nun unseren Neukunden am Telefon erklären, dass wir Ihre Bestellung nicht mehr telefonisch annehmen können. Ganz im Sinne des Verbrauchers.
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was machen die politiker, wenn die 6 millionen bürger, die dagegen unterschrieben haben auf einmal sich bei der wahl rächen wollen.
dann sind die wähler wieder die bösen, die einfach die politik der alten parteien nicht verstanden haben.
man sollte den bürgern mal zeigen was eu mitarbeiter und politiker dort gesamt ( nicht nur den lohn, sondern auslösung, wohngelder, mehraufwandsent schädigungen , kilometergeld usw usw ) an zahlungen bekommen.
ein normalbürger kann sich in brüssel kaum noch das essen gehen leisten, was die restaurants in der nähe so nehmen.
so kann man natürlich auch normalbürger vom zusammentreffen fernhalten :-((
aber dann wissen die, das denen eigentlich alles egal ist, was der bürger will.
hauptsache da bleiben.
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