Der Litauer Evaldas Rimasauskas hat falsche Bankkonten und E-Mail-Konten eingerichtet, um Geld von großen US-Konzernen zu ergaunern. Insgesamt habe er 122 Millionen US-Dollar von Unternehmen wie Facebook und Google erschwindelt, wie Golem.de berichtet. Rimasauskas habe sich dabei als den taiwanischen Hardware-Ausrüster Quanta Computers ausgegeben und gefälschte Rechnungen an Facebook- und Google-Mitarbeiter verschickt.
Letztlich sei der 50-Jährige aufgeflogen, weil er mit seinem Betrug nicht habe aufhören können. Die US-Polizeibehörde FBI habe ihn nach Vilnius zurückverfolgen und festnehmen können. Rimasauskas wurde wegen Internetbetrug und drei Fällen von Geldwäsche angeklagt. Den Großteil des erschwindelten Geldes habe die Regierung inzwischen zurückerlangen können.
Der Litauer habe vor Gericht seine Tat gestanden, nachdem er zunächst auf Unschuld plädiert hatte, heißt es weiter. Von seinen verschiedenen Bankkonten in Zypern und Lettland werden 50 Millionen Dollar konfisziert, zudem drohen Rimasauskas eine Geldstrafe von 300.000 Dollar und neun Jahre Haft. Das Urteil soll im Juli verkündet werden.
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