Passwort-Leaks: 2,2 Milliarden Accounts betroffen

Veröffentlicht: 28.01.2019
imgAktualisierung: 28.01.2019
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
28.01.2019
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Passwort gestohlen Text
© iQoncept/Shutterstock.com
2,2 Milliarden Accounts sind von den Passwort-Leaks betroffen, der Ansturm auf entsprechende Checker ist groß. Amazon hat indes jetzt Twitter-Botschafter.


Die Passwort-Sammlung Collection #1 enthielt Daten von 773 Millionen Online-Konten, die im Netz veröffentlicht wurden. Doch die erste Sammlung war nur der Anfang. Denn Ende vergangener Woche sind nun auch die Collections #2 bis #5 im Internet aufgetaucht. Heise zufolge seien diese deutlich umfangreicher als der ersten Teil, sollen ersten Einschätzungen zufolge über 600 GByte groß sein. Dem Hasso-Plattner-Institut zufolge beinhalten die Collections #1 bis #5 zusammen über 2,2 Milliarden E-Mail-Adressen und Passwörter.

Allerdings handelt es sich offenbar nicht um durchweg neue Daten, ein Großteil soll bereits aus älteren Leaks stammen. „Dennoch dürfte durch die Zusammenstellung und erneute Veröffentlichung die Wahrscheinlichkeit steigern, dass die Zugangsdaten von Cyber-Ganoven ausprobiert werden“, so Heise. Die Datenpakete sind über den Hoster Mega mittlerweile öffentlich zugänglich.

Ansturm auf Passwort-Checker

Der Daten-Leak hat für viel Verunsicherung bei den Nutzern gesorgt und einen Ansturm bei einschlägigen Passwort-Checkern gesorgt. Das Interesse am Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts etwa sei seit Jahresbeginn „springhaft angestiegen“, so HPI-Direktor Christoph Meinel laut CRN. Mehr als 1,5 Millionen Nutzer hätten den Dienst in den vergangenen drei Wochen genutzt. Nach HPI-Angaben wurde der Checker seit 2014 von neun Millionen Nutzern genutzt.

Amazon: Mitarbeiter twittern fürs Image

Amazon und das Image, das ist nicht immer eine sichere Kombination, vor allem, wenn es um die Arbeitsbedingungen in den Versandzentren des Online-Riesen geht. Auch in Deutschland vertraut Amazon daher mittlerweile auf sogenannte Amazon FC Botschafter bei Twitter. Vier Accounts wurden im Oktober 2018 erstellt, alle vier mit Standort Brieselang. Dabei handelt es sich aber nicht um Social Bots, sondern echte Mitarbeiter aus dem dortigen Fulfillment Center (FC). Die Accounts verfassen keine eigenen Beiträge, sondern antworten nur auf Kritik an Amazon, so der Bayerische Rundfunk. Sie antworten dabei immer nett und immer Amazon-freundlich. Wie glaubwürdig man das findet, steht auf einem anderen Blatt.

Veröffentlicht: 28.01.2019
img Letzte Aktualisierung: 28.01.2019
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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