Die Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und die Universität Mannheim haben 2018 im „Steuerlichen Digitalisierungsindex“ die Standortfaktoren von 33 Ländern untersucht, nach denen sich digitale Unternehmen dort ansiedeln könnten. Das Ergebnis ist für Deutschland niederschmetternd: Es liegt auf dem letzten Platz. Die ersten drei Plätze belegten wie im Vorjahr Italien, Irland und Ungarn.
Die Experten sehen den Grund für das Deutschlanddebakel vor allem im Steuersystem. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die effektive Steuerlast für digitale Investitionen 22,2 Prozent, im internationalen Durchschnitt sind es nur 8,9 Prozent. Deutschland sei mit einem Tarifsteuersatz von mehr als 31 Prozent ein Hochsteuerland, heißt es. „Zudem gibt es hierzulande nur wenige Steueranreize, die auf digitale Geschäftsmodelle von Unternehmen zugeschnitten sind“, erklärt Frank Schmidt von PWC. So gebe es etwa bislang hierzulande keine steuerliche Förderung für Investitionen in Forschung und Entwicklung.
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