Urlaubsplattform Booking.com soll knapp 350 Stellen in Berlin streichen

Veröffentlicht: 29.11.2018
imgAktualisierung: 29.11.2018
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 2 Min.
29.11.2018
img 29.11.2018
ca. 2 Min.
App von Booking.com auf einem Smartphone
© BigTunaOnline / Shutterstock.com
Die digitale Buchungsplattform Booking.com plant offenbar einige Umstrukturierungen in Berlin. Dabei sollen auch Hunderte Stellen gestrichen werden.


Wie es scheint, will die Online-Buchungsplattform Booking.com in Berlin größere Umstrukturierungen vornehmen. Glaubt man aktuellen Medienberichten, solle eines der beiden Berliner Büros geschlossen und dabei auch Hunderte Stellen gekürzt werden. Aktuell seien in der Hauptstadt etwas mehr als 800 Angestellte verortet, von denen jedoch knapp die Hälfte – etwa 345 – gestrichen werden sollen.

Booking.com habe die Büroschließung bestätigt

Nach Berichten von Gründerszene habe sich die Gewerkschaft Verdi bereits zu den Stellenstreichungen geäußert, wobei von einem geplanten Abbau die Rede gewesen sei. „Die Gewerkschaft kritisiert die Absicht von Booking.com ‚scharf‘. Trotz einer Umsatzsteigerung von 30 Prozent halte das Unternehmen an seiner Entscheidung fest“, schreibt das Portal. Im Rahmen des Umbaus sei geplant, befristete Verträge nicht zu verlängern.

„Es ist wahr, dass wir eines unserer Büros schließen“, wird Gillian Tans, Chefin von Booking.com, zitiert. Ziel sei es, den hauseigenen Kundenservice in einem einzigen Büro zu bündeln. Ein Unternehmenssprecher habe später ergänzt, dass Booking.com „unbedingt in Deutschland aktiv bleiben“ wolle und deshalb auch weiterhin investieren werde.

Konflikte zwischen Betriebsrat und Management auch vor Gericht

Wie Gründerszene und die niederländische Wirtschaftszeitung Het Financieele Dagblad gemeinsam herausgefunden haben wollen, kam es vor der Entscheidung zur Umstrukturierung zu Konflikten zwischen dem Management von Booking.com und dem Betriebsrat: Dabei soll es um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, konkret etwa auch die Arbeitszeiten, gegangen sein. Bis vor Gericht sollen es diese Uneinigkeiten geschafft haben, wie auch das Berliner Arbeitsgericht bestätigte, ohne dabei allerdings nähere Details preiszugeben.

Ein weiterer Konfliktpunkt sei auch gewesen, dass Firmen auf dem hiesigen Markt die Pflicht wahrnehmen müssen, den Betriebsrat über einen Personalabbau zu informieren. Laut Gründerszene soll sich Booking.com allerdings geweigert haben, relevante Informationen an Verdi weiterzugeben.

Veröffentlicht: 29.11.2018
img Letzte Aktualisierung: 29.11.2018
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben