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So wichtig ist der Ausgang der US-Wahl für den deutschen Handel

Veröffentlicht: 23.07.2024
imgAktualisierung: 23.07.2024
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.07.2024
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ca. 2 Min.
Flagge der USA
alexkich / Depositphotos.com
Im November ist Präsidentschaftswahl in den USA. Ob die republikanische oder die demokratische Partei die Führung übernimmt, hätte auch Folgen für die hiesige Wirtschaft.


Der noch amtierende US-Präsident Joe Biden hat sich mitten im Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahl am 5. November zurückgezogen. Jetzt ist für die Demokraten Vize-Präsidentin Kamala Harris am Zug und stellt sich im Präsidentschaftsrennen gegen Republikaner Donald Trump auf, der eine zweite Amtszeit anstrebt. Der Ausgang dieser Wahl wird in jedem Fall auch die Wirtschaftspolitik beeinflussen – und zwar nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande.

Während bei einer Wahl von Harris die aktuelle Wirtschaftspolitik auch mit Blick auf den Handel im Wesentlichen fortgesetzt werden würde, seien unter Trump „Unberechenbarkeit, Aggressivität und verstärkter Protektionismus“ zu erwarten, erläutert etwa Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

Auswirkungen für den europäischen Außenhandel

Die USA sind der größte Handelspartner der EU. Unter demokratischer Führung sind in der Handelspolitik weder mit größeren Initiativen noch mit Verschärfungen zu rechnen, meint Bardt vom IW. In Fortsetzung der aktuellen Politik setze sich Harris wahrscheinlich für eine stärkere Diversifizierung der Lieferketten und eine gemeinsame Haltung des freien Westens gegenüber China ein. „Hier gibt es gute Ansatzpunkte für die Kooperation mit der Europäischen Union (EU)“, erklärt der Wirtschaftswissenschaftlicher.

Unter Trump gebe es indes Herausforderungen für die europäische Sicherheit und die Außenhandelsorientierung Europas. Der Republikaner „würde Zölle als Druckmittel einsetzen, um kurzfristige Vorteile für die USA zu erzielen, und die multilateralen Regelsysteme und Institutionen geringschätzen oder gar verlassen“, so Bardt. Zudem hat er sich für einen protektionistischen Schutzwall um die USA ausgesprochen. Investmentbanker Goldman und Sachs rechnet durch die Zollpolitik laut dem News-Portal Das Investment gar mit einem negativen Einfluss von 0,5 Prozent auf das europäische Bruttoinlandsprodukt.

Wirtschaftsexperten: Europa muss sich vorbereiten

Schon jetzt sollte sich Europa auf eine potenzielle Wiederwahl Trumps einrichten, meint der IW-Experte Bardt. Dazu zähle es, Prioritäten zu erarbeiten und so zu wissen, wo Zugeständnisse möglich seien und wo nicht. Auch Gegenmaßnahmen – etwa gegen Zolldrohungen – müsse man erarbeiten.

Bislang sei Europa – etwa dreieinhalb Monate vor der Wahl – auf die Konsequenzen einer Trump-Regierung jedoch nicht vorbereitet, mahnt auch Wirtschaftsjournalist Henrik Müller vom Manager Magazin. Trump hätte aufgrund seiner Umfrageergebnisse schon jetzt Einfluss auf die Börse genommen – und Europa müsse das ebenfalls ernst nehmen. Die EU müsse jetzt die Eurozone und den europäischen Binnenmarkt ausbauen und die Abhängigkeit von bestimmten Importen und der auswärtigen Nachfrage reduzieren. „Die EU, und Deutschland im Besonderen, hat sich daran gewöhnt, hohe Exportüberschüsse zu fahren, was einem so großen Wirtschaftsraum eigentlich schlecht zu Gesicht steht“, so Müller. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.07.2024
img Letzte Aktualisierung: 23.07.2024
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Erik
24.07.2024

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So sehr man medial durch Anti-Trump Beiträge auch dazu geneigt ist, dies argwöhnisch zu betrachten, gibt es für die Wirtschaft in Europa nichts Besseres, als einen Umbruch der aktuellen Situation, einem Stopp des Ukraine-Krieges und wieder mehr Sicherheit für die Menschen der EU Länder. Und dies erreichen wir nicht mit demokratischer Führung in den USA. Daher betrache ich die Wahl Trumps zum Präsidenten der USA doch als das Beste, was uns hier in Europa passieren kann und bin bereits neugierig auf Gegenmeinungen. Mir und meinen Kunden kann es doch egal sein, ob Zölle in den USA auf Elektroautos aus der EU erhoben werden. Hauptsache wir bekommen die Wirtschaft in der EU in den Griff und diese Kosten für dieses sinnlose Kriegstreiben in der Ukraine werden gestoppt.