Preissenkungen kaum nachvollziehbar
Ende Mai dieses Jahres kündigte Lidl groß an, ein Zeichen für seine Kundschaft setzen zu wollen. Um den Einkauf angesichts anhaltender wirtschaftlicher Herausforderung für alle erschwinglich zu machen, versprach das Handelsunternehmen, mehr als 500 Produkte aus nahezu allen Warengruppen dauerhaft reduziert anzubieten. Das Unternehmen betitelte die Aktion selbst als „größte Preissenkung seiner Geschichte“.
Doch wer derart konkrete Versprechen tätigt, sollte diese auch halten und belegen können, meint die Verbraucherzentrale Hamburg. Deren Lebensmittelexperte Armin Valet betonte gegenüber dem Spiegel, dass die Kampagne vollkommen offen lasse, um welche Produkte es sich handele. Auch würden die versprochenen Reduzierungen noch unter den Preissteigerungen der letzten Jahre liegen, was die Signalkraft deutlich minimiert.
Stichprobentests, unter anderem vom Handelsexperten Stephan Rüschen oder der Preisvergleichsapp Smhaggle fanden zwar Reduzierungen vor, jedoch deutlich weniger als die versprochenen 500. Verbraucher:innen würden dadurch in die Irre geführt.
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