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Shein unter Druck: Zweite Strafe in einem Monat

Veröffentlicht: 05.08.2025
imgAktualisierung: 07.08.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
05.08.2025
img 07.08.2025
ca. 2 Min.
Smartphone-Bildschirm mit geöffneter SHEIN-App und schwarzem Icon mit weißem „S“ vor Sternenhintergrund.
dimarik / Depositphotos.com
Shein muss in Italien eine Million Euro Strafe zahlen. Die Wettbewerbsbehörde wirft dem Unternehmen irreführende Umweltangaben vor.


Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat laut dem Spiegel den chinesischen Fast-Fashion-Anbieter Shein zu einer Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt. Grund dafür sind Vorwürfe des Greenwashings: Das Unternehmen habe Verbraucher über die Umweltauswirkungen seiner Produkte getäuscht. Angaben zur Kreislaufwirtschaft und Wiederverwertbarkeit der Produkte seien falsch oder zumindest verwirrend. Auch die Umweltvorteile der Kollektion „evoluSHEIN by design“ seien übertrieben dargestellt worden. 

Wiederholter Verstoß gegen europäische Vorgaben

Für Shein ist dies bereits die zweite Strafe einer europäischen Behörde innerhalb kurzer Zeit. Erst im Juli verhängte Frankreich eine Geldbuße in Höhe von 40 Millionen Euro. Dabei ging es um falsche Rabatte und irreführende Angaben zu Umweltaspekten.

Auch die EU-Kommission und das Netzwerk der europäischen Verbraucherschutzbehörden (CPC-Netz) ermitteln seit Mai gegen Shein. Bei der Ermittlung geht es um Fake-Rabatte und irreführende Praktiken

Update vom 7. August 2025: Shein zeigt sich einsichtig – Verbesserungen angekündigt

Nach der millionenschweren Strafe durch die italienische Wettbewerbsbehörde hat sich Shein zu den Vorwürfen geäußert. In einer Stellungnahme, aus der dpa/Onvista zitieren, erklärte das Unternehmen, man habe „unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um auf die aufgeworfenen Kritikpunkte zu reagieren“. So seien unter anderem die internen Prüfprozesse und die italienische Website überarbeitet worden. Künftig wolle man sicherstellen, dass sämtliche Umweltaussagen klar, spezifisch und konform mit den geltenden Vorschriften formuliert sind. Ob diese Schritte ausreichen, um das Vertrauen von Verbraucherschutzbehörden und Kundschaft zurückzugewinnen, bleibt jedoch fraglich – insbesondere vor dem Hintergrund weiterer laufender Verfahren auf EU-Ebene.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 05.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 07.08.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

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