Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Illegale Produkte: 200 Millionen Euro Strafe gegen Temu

Veröffentlicht: 01.06.2026
imgAktualisierung: 01.06.2026
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
01.06.2026
img 01.06.2026
ca. 2 Min.
Temu auf Handy
rafapress / Depositphotos.com
Der chinesische Marktplatz Temu hat von der EU-Kommission eine Strafe von 200 Millionen Euro auferlegt bekommen.


Der chinesische Online-Marktplatz Temu geht zu wenig gegen illegale Produkte vor, wie zahlreiche Testkäufe im letzten Jahr gezeigt haben. Die EU-Kommission hat nun eine Strafe von 200 Millionen Euro gegen Temu verhängt, wie die Tagesschau berichtete.

Testkäufe ergaben, dass gerade Klein-Elektronik und Ladegeräte, die auf dem Marktplatz vertrieben werden, den Sicherheitsanforderungen nicht entsprechen. Aber auch Babyspielzeug soll die Grenzwerte für Chemikalien überschreiten oder verschluckbare Kleinteile enthalten.

Warnungen wurden ignoriert

Die EU-Kommission hatte Temu zuvor mehrfach aufgefordert, die verpflichtenden Risikobewertungen für die entsprechenden Produkte durchzuführen und die entsprechenden Händler:innen von der Plattform zu verbannen. Die Risikobewertungen entsprachen aus Sicht der EU-Kommission allerdings nicht den Anforderungen der europäischen Gesetzeslage. „Die Risikobewertung von Temu unterschätzt konkrete Risiken, ist zu unspezifisch, stützt sich nicht auf solide Beweise und ist nicht umfassend", wird Henna Virkkunen, zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission bei beck-aktuell zitiert. Die Risikobewertung des Unternehmens bezieht sich, anders als gefordert, auf allgemeine Informationen über Risiken im gesamten E-Commerce-Sektor, statt auf konkrete Belege zum eigentlichen Dienst.

Temu will Entscheidung prüfen

In einem Statement kritisierte Temu die Strafe als unproportional. Außerdem beziehe sich die Entscheidung auf die Risikoabwägung von 2024 und spiegele nicht den aktuellen Stand wider. Das Unternehmen wird die Entscheidung sorgfältig prüfen und alle verfügbaren Optionen abwägen. Es gab außerdem an, weiterhin mit der EU-Kommission konstruktiv zusammenzuarbeiten.

Bis Ende August muss Temu nun einen Plan vorlegen, wie die Mängel behoben werden sollen, andernfalls drohen weitere Strafzahlungen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 01.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 01.06.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben