Falsche Rabattangabe: Zalando und Temu müssen Millionenstrafe zahlen

Veröffentlicht: 15.01.2026
imgAktualisierung: 15.01.2026
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
15.01.2026
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Zalando
enzowelle / Depositphotos.com
Wegen Verstößen gegen die Omnibus-Richtlinie müssen die Unternehmen rund neun Millionen Euro Strafe zahlen.


Polens Wettbewerbsbehörde UOKiK hat sowohl Zalando als auch Temu zu einer Millionenstrafe von insgesamt knapp 37 Millionen Złoty (rund neun Millionen Euro) verurteilt. Grund dafür waren irreführende Preisangaben, die gegen die Vorgaben der Omnibus-Richtlinie verstießen, wie retail-news berichtete

Streichpreise falsch angegeben

Die Omnibus-Richtlinie schreibt vor, dass bei Streichpreisen der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Referenzpreis angegeben werden muss. So soll verhindert werden, dass Preise kurzfristig erhöht werden, um mit einem besonders hohen Rabatt zu werben.

Zalando hatte auf der polnischen Version der Seite den Referenzpreis nicht oder nur unvollständig angegeben. Rabattangaben wurden außerdem mit anderen Preisen als dem niedrigsten Preis der letzten 30 Tage berechnet. Zalando muss nun knapp 31 Millionen Złoty (rund sieben Millionen Euro) Strafe zahlen. Gegen diese Forderung kann das Unternehmen gerichtlich vorgehen.

Falsche Angaben auch bei Temu

Auch Temu gab die Referenzpreise nicht korrekt an und muss infolge eine Strafe von knapp 6 Millionen Złoty (rund 1,4 Millionen Euro) zahlen. Diese Entscheidung ist ebenso noch nicht rechtskräftig.

Auch in Deutschland werden die Vorgaben zu Streichpreisen häufig ignoriert. Gerade am Black Friday fiel Amazon mit irreführenden Preisangaben auf. Aber auch einige Discounter mussten Niederlagen vor Gericht einstecken. So entschied zuletzt der BGH gegen Netto, dass die Preisangaben unzulässig waren. 

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Veröffentlicht: 15.01.2026
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

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