Portraitfoto landete auf Produktverpackungen
Im Juli 2011 fotografierte ein Berufsfotograf die Geschäftsführerin eines Nahrungsergänzungsmittel-Herstellers. Vereinbart waren vier Studio-Stunden à 45 Euro – also 180 Euro – mit dem ausdrücklichen Zweck, das Bild in einem Trainingsplan zu verwenden. Tatsächlich wurde das Porträt später jedoch massiv gewerblich eingesetzt: Es schmückte über 25 verschiedene Produktverpackungen, wurde in mindestens drei Online-Shops sowie im eigenen Internetauftritt veröffentlicht und erschien zudem in Teleshopping-Sendungen, wo die Geschäftsführerin die Produkte persönlich präsentierte. Erst nach Jahren wurde dieser umfassende Einsatz bekannt, woraufhin der Fotograf Auskunft über Rechnungen, Stückzahlen und Einnahmen sowie eine angemessene Vergütung forderte.
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