Seit Wochen geht nichts mehr bei der Deutschen Post… Briefe liegen verwaist in Versandlagern. Auch Pakete erreichen ihre Empfänger nur spärlich. Der schon seit Wochen andauernde Poststreik macht den meisten Menschen mehr als zu schaffen. Müssen wichtige Fristsachen versendet werden, kann man sich auf die Deutsche Post jedenfalls nicht mehr verlassen. Update: StudiMed hat den vollständigen Beschluss des Gerichts zur Verfügung gestellt.

(Bildquelle Briefkasten: Andrey_Popov via Shutterstock)
Für Unternehmen kann die aktuelle Situation im Poststreik existenzbedrohend sein, wenn es auf die Einhaltung wichtiger Fristen ankommt. So geht es beispielsweise dem Kölner Unternehmen StudiMed. Das Unternehmen ist auf die Vermittlung von Medizinstudienplätzen an ausländischen Universitäten spezialisiert. Auch hier kommt es auf die Einhaltung wichtiger Fristen an. Gehen die entsprechenden Studien-Formulare bei den jeweiligen ausländischen Universitäten nicht rechtzeitig ein, können die zukünftigen Studenten wegen des Fristversäumnisses ihr Studium möglicherweise nicht aufnehmen. Sowohl für die betroffenen Studenten als auch das Unternehmen eine nicht hinnehmbare Situation.
Für StudiMed wurde die Situation schließlich zur akuten Gefahr, denn wichtige fristgebundene Studienunterlagen drohten aufgrund des Streiks nicht rechtzeitig bei den Universitäten anzukommen. StudiMed reichte schließlich vor dem Amtsgericht Köln eine einstweilige Verfügung ein. Ziel des Antrages ist die Herausgabe liegengebliebener Bewerbungsunterlagen, um sie noch auf anderem Wege versenden zu können.
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