Greenwashing gehört zum Alltag
Aldi steht nicht zum ersten Mal in der Kritik. Das Unternehmen betreibe „billigen Ablasshandel“, fand Manuel Wiemann von Foodwatch schon 2022 klare Worte, als entlarvt wurde, dass man beim Kauf von Aldis Landmilch der Umwelt nichts Gutes tut, sondern „dreist getäuscht“ werde. Damals kam heraus, dass der Großteil der sogenannten Klimaneutralität durch fragwürdige Kompensationsmaßnahmen erreicht wird, anstatt durch echte Reduktion von Emissionen.
Auch die Wettbewerbszentrale führt noch weitere Grundsatzverfahren gegen irreführende umweltbezogene Werbeaussagen. Zuletzt war es die Klimawerbung von Katjes, die immer noch beim BGH auf ein Urteil wartet. Das Greenwashing, wie viele Unternehmen es betreiben, wird leider auf dem Rücken der Verbraucher:innen ausgetragen, die glauben, mit ihrem Kaufverhalten etwas Gutes zu tun. Ist der erste Claim schließlich untersagt, schießen unzählige neue Marketing-Ideen aus dem Boden. Bis diese wegen ihrer fragwürdigen Lockwirkung gerichtlich auf dem Prüfstand stehen, haben Konsument:innen sie längst massenhaft gekauft. Bleibt abzuwarten, ob die Pläne der EU gegen Greenwashing Wirkung zeigen.
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