Trotz Anti-Abmahngesetz: Warum durfte Rechtsanwalt Sandhage noch abmahnen?
Ende 2020 ist das Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs in Kraft getreten und forderte von da an ein Umdenken der Abmahner – idealerweise durch weniger Abmahnungen. Warum? Abmahnungen, die lediglich fehlende Kennzeichnungs- und Informationspflichten monierten, sollen durch die Änderung des Gesetzes keinen Anreiz mehr bieten. Die Konkurrenz und deren Rechtsbeistände können in der Folge keine Kosten mehr geltend machen. Die Hoffnungen an die Gesetzesänderungen waren jedoch nicht allzu groß.
Und tatsächlich, die Befürchtungen haben sich bestätigt. Abmahnkanzleien wie Rechtsanwalt Sandhage haben neue Schlupflöcher gefunden und fortan Abmahnungen wegen einer fehlenden Registrierung im Verpackungsregister LUCID oder von falschen unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) ausgesprochen. Das sind keine Kennzeichnungs- und Informationspflichten im klassischen Sinne. Daher konnten viele Kanzleien weiterhin ungehindert agieren.
Was sich jedoch nicht geändert hat, sind die Anforderungen an den Rechtsmissbrauch. Dieser ist nach wie vor nur schwer und immer im Einzelfall nachweisbar. Die im Vergleich zur Masse der ausgesprochenen Abmahnungen wenigen Gerichtsentscheidungen lassen jedoch hoffen. Auch beim Ido Verband haben sich die Profis lange Zeit die Zähne ausgebissen, bis die Gerichte ein Einsehen hatten und sich nach und nach von einem fragwürdigen Geschäftsmodell überzeugen ließen.
Viele Betroffene werden sich nun fragen, ob und wie sie auf diese neue Faktenlage reagieren müssen. Die Antwort darauf haben wir hier vorbereitet.
Lass Abmahner abblitzen
Von allen Unternehmern gefürchtet: Post vom Abmahnanwalt. Abmahnungen gehören leider zum E-Commerce-Alltag. Sie sind nicht nur kostspielig, sie rauben auch Zeit und Nerven. Und wenn man nicht aufpasst, können sich durch ungeprüft abgegebene Unterlassungserklärungen unangenehme rechtliche Folgen entwickeln wie z. B. horrende Vertragsstrafen. Der Händlerbund Abmahnschutz beugt Abmahnungen vor und schützt dich im Abmahnfall, damit du dich aufs Wesentliche konzentrieren kannst — dein Business.
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Also nach meinem und der meisten Menschen Rechtsverständn is ist das eher als Betrug zu werten und es ist doch so klar wie Klosbrühe:
Wer eine Scheinfirma etabliert um damit ein Geschäft anzuwerfen, welches ja auch eindeutig erkannt wurde als .... Das für einen RA und das über eigentlich solche im Rang von Schutzbefohlene n, der ist doch auch ansonsten zu bestrafen, am besten gleich mit Entzug der Bef. zum RA. Warum hier bei einem RA eine Ausnahme gemacht wird ist mir als geistig regem und aufmerksamen und gebildetem Menschen mit genug Verschaltugen im Hirn vollkommen schleierhaft.
Das ist einfach eine Lücke im Gesetz oder alle Richter im Falle der Verfahren gegen Sandhagehandeln handeln mal wieder mit den Richtern durchgängigem Scheuklappenbli ck auf den und genau den Verhandlungsgru nd. Es ist ekelig. Null Rückgrat und salomonischer Weitsicht. Dabei ist der Richter doch frei und muss keine angst vor Regress usw. haben. Also eben kein Rückgrat.
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Sorry, aber ich gehöre leider zu den sehr vielen, die es hier extrem über haben, aber gleichzeitig auch längst die Hoffnung verloren haben, dass sich in Deutschland nichts verbessern wird, bzw. verschlimmbesse rn ist hier seit Jahrzenten die Parole und wird es auch weiter bleiben.
Sag ich mal als jemand mit 15 Jahren Onlineshop und schon mal einem verlorenen Prozeß gegen einen Abmahnprozeß gegen ein Apotheker-Anwal ts-Betrügerduo, wo der Betrug sowas von offensichtlich war, aber wir leben halt in Deutschland.
Schon mal jemandem aufgefallen, dass Onlineshops gerade im Gesundheitsbere ich, mit deutschen Inhabern, die nicht ganz lebensmüde sind, ihren Versand in den Niederlanden eröffnen? Und wieder Tschüß, deutsche Arbeitsplätze..
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Was sind das für Menschen, die Falsch und Richtig, Gut und Schlecht, Recht und Unrecht als elementar im Gehirn genetisch und erlernt, nicht in eine Schriftform, eine Anleitung pressen können?
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