Verstoß gegen russisches Wettbewerbsrecht
Die Plattform Booking.com bietet beispielsweise Hotelzimmer an, die direkt über die Unternehmensseite gebucht werden können. Dabei bedient sich das Reiseportal wiederum bei Hotels und dient so als Vermittler von Zimmern. Doch die Konditionen, zu denen Booking.com die Verträge mit den Hotels ausgestaltet hat, sind jetzt auch den russischen Behörden ein Dorn im Auge.
Wie die Antimonopolbehörde in Moskau mitteilte, müsse Booking.com nun 13 Millionen Rubel – umgerechnet 14,9 Millionen Euro – als Strafe zahlen. Das niederländische Unternehmen soll russischen Hotels und Herbergen verboten haben, ihre Dienstleistungen auf anderen Plattformen und auch auf der eigenen Internetseite zu günstigeren Preisen anzubieten. Ein fairer Wettbewerb sei unter solchen Umständen jedoch nicht möglich und würde auch die Interessen der betroffenen Hotels verletzen.
Bereits im letzten Jahr wurde Booking.com von der russischen Wettbewerbsbehörde FAS dazu aufgefordert sowohl „weite“ als auch „enge“ Bestpreisklauseln abzuschaffen. Dem folgte das Buchungsportal allerdings nicht, was auch die nun ausgesprochene hohe Strafe rechtfertigt, so das FAS.
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