Keine verkaufsoffenen Sonntage in der Adventszeit

Veröffentlicht: 25.11.2020
imgAktualisierung: 25.11.2020
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
25.11.2020
img 25.11.2020
ca. 1 Min.
Leere Einkaufsgasse mit geschlossenen Geschäften.
© MikeDotta / Shutterstock.com
In NRW wollte man das Infektionsgeschehen durch verkaufsoffene Sonntage eindämmen. Verdi und das zuständige Gericht hielten von der Begründung allerdings. nichts.


Um das Einkaufsgeschehen in den Innenstädten zu entzerren, plante Nordrhein-Westfalen fünf verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit. Dagegen klagte Verdi und gewann vor dem Oberverwaltungsgericht (Beschluss, Aktenzeichen: 13 B 1712/20.NE).

Erhebliche Zweifel an der Eindämmung des Infektionsrisikos

Wie Fashionunited berichtet, äußerte das Gericht „erhebliche Zweifel an der Eignung der Sonntagsöffnung, das Infektionsrisiko einzudämmen“. Wahrscheinlich sei sogar davon auszugehen, dass die Menschen aufgrund der fehlenden Freizeitangebote an Sonntagen gerade zum Einkaufen in die Innenstädte drängen. 

Verdi begrüßt diese Entscheidung. „Dass sie jetzt zumindest an den Adventssonntagen bei ihren Familien zu Hause bleiben und sich damit ein bisschen von dem hohen Adventsstress im Einzelhandel erholen können, ist wichtig für den Erhalt der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen und das haben sie sich auch redlich verdient“, resümiert Silke Zimmer, die bei Verdi für Handel zuständig ist.

Bereits im Frühjahr hatte Verdi verkaufsoffene Sonntage verhindert: Die Stadt Düsseldorf wollte an Sonntagen die Geschäfte öffnen, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Einbußen aus dem Lockdown wieder herein zu holen. 

Veröffentlicht: 25.11.2020
img Letzte Aktualisierung: 25.11.2020
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben