Es ist mittlerweile etwa sechs Jahre her: Bei einem Brand in einer pakistanischen Textilfabrik in Karachi kamen mehr als 250 Menschen ums Leben. Wie die Legal Tribune (LTO) berichtet, waren die mangelhaften Brandschutzvorkehrungen Schuld an der hohen Zahl der Toten. So waren beispielsweise die Fenster mit Gitterstäben versehen. Für die Angestellten wurde die Fabrik somit zur Todesfalle. Der Textildiscounter Kik, der schon seit Jahren wegen seiner billigen Produktion und der damit einhergehenden Ausbeutung von Arbeitern in der Kritik steht, war der Hauptproduzent in der Fabrik. Die Überlebenden und Hinterbliebenen sehen daher eine Mitverantwortung von Kik. Vier von ihnen haben daher bereits im März 2015 eine Schadensersatzklage vor dem Landgericht Dortmund eingereicht. Unterstützt wird die Klage von der Hilfsorganisation Medico International, so wie vom Europäischen Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte.
In einer Stellungnahme von Kik heißt es, dass zwar eine moralische Verantwortung gesehen wird, eine ursächliche Mitverantwortung wird hingegen zurückgewiesen, heißt es auf LTO weiter. Außerdem habe das Unternehmen bereits eine Million Dollar bereitgestellt.
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