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Unterschiedliche Preise auf Etsy? Warum das gegen die Geoblocking-Verordnung verstößt

Veröffentlicht: 08.10.2025
imgAktualisierung: 08.10.2025
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 1 Min.
08.10.2025
img 08.10.2025
ca. 1 Min.
App-Icon „Sell on Etsy“ mit orangener Schrift und Symbolen auf weißem Hintergrund auf einem Smartphone-Bildschirm.
opturadesign / Depositphotos.com
Länderspezifische Preise auf Etsy sind problematisch. Einheitliche Preise im Shop sind Pflicht. Was das für Händler bedeutet.


Etsy erlaubt es, unterschiedliche Preise für Kund:innen aus unterschiedlichen Ländern anzugeben. Man kann dann beispielsweise einen Preis für Kund:innen aus Deutschland und einen für „Überall sonst“ angeben. Je nachdem, welche IP die Kundschaft hat, wird dann der eine oder der andere Preis angezeigt. Aber: Sollte man diese Option als Händler:in verwenden?

Geoblocking und Preisgestaltung

Wann immer aufgrund des Sitzes eines Kunden oder einer Kundin etwas im Shop unterschiedlich gehandhabt wird, lohnt sich ein Blick in die Geoblocking-Verordnung. Diese untersagt nämlich genau solche Praktiken.

Mit Blick auf die Preisgestaltung gilt: Allen Kund:innen muss im selben Shop derselbe Preis angezeigt werden.

Abweichungen sind nur zulässig, wenn beispielsweise ein getrennter, länderspezifischer Shop betrieben wird.

Praxistipp für Etsy

Für Etsy bedeutet das, dass man von der angebotenen Möglichkeit keinen Gebrauch machen sollte. Wer einen Versand ins Ausland anbietet, muss den gleichen Produktpreis für alle Kund:innen anzeigen.

Variabel dürfen lediglich die Versandkosten sein.

Mehr zum Thema Geoblocking findest du in unserer umfangreichen Themenreihe:

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 08.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 08.10.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
5 Kommentare
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Andre
09.10.2025

Antworten

Dieser Artikel widerspricht den unten verlinkten Quellen. Dort steht nämlich korrekterweise, dass man keine unterschiedlichen Preise je nach Herkunft des Kunden anbieten darf, aber man darf sehr wohl unterschiedliche Preise je nach Lieferland anbieten. Dies ist in der Quelle korrekt beschrieben, aber hier wird jetzt der Eindruck erweckt dass dies nicht erlaubt wäre, in dem hier fälschlicherweise steht: "Wer einen Versand ins Ausland anbietet, muss den gleichen Produktpreis für alle Kund:innen anzeigen." Bitte korrigieren.
Redaktion
21.10.2025
Hallo Andre, wir können leider nicht nachvollziehen, in welcher der verlinkten Quellen das anders stehen soll. Eher im Gegenteil: https://www.onlinehaendler-news.de/recht/gesetze/32520-geoblocking-verordnung-teil-2-shop-like-a-local.html Hier wird beispielsweise erklärt, worum es konkret geht. Vertragsbedingungen sollen sich gerade nicht nach dem Herkunftsland richten. Mit den besten Grüßen die Redaktion
Ulli
09.10.2025

Antworten

Jetzt wird es aber unübersichtlich. Wir haben mühsam unseren Shops beigebracht, für jedes Land die spezifische Mehrwertsteuer zu berechnen und die entsprechenden Endpreise anzuzeigen. Je nach Lieferland und Mehrwertsteuersatz ergeben sich somit unterschiedliche Endpreise. Ist das nun unzulässig geworden und wir müssen die Mehrwertsteuerdifferenzen in Zukunft aus unseren Margen gegenfinanzieren? Das widerspräche ja dem Ansinnen, Einkäufe in Mehrwertsteuer-Oasen (Deutschland) unattraktiv zu machen.
Gerda
10.10.2025
Das ist eine sehr gute und berechtigte Frage Ulli. Das habe ich mich auch gefragt und wurde uns doch quasi im Zuge des OSS aufgezwungen.
Redaktion
13.10.2025
Hallo, da können wir euch beruhigen. Die Regel gilt lediglich für die Nettopreise. Wir ergänzen das entsprechend noch im Artikel. Mit den besten Grüßen die Redaktion