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Markenrecht und Produktkennzeichnung auf Amazon: Das ist zu beachten

Veröffentlicht: 03.09.2025
imgAktualisierung: 03.09.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
03.09.2025
img 03.09.2025
ca. 2 Min.
Laptop zeigt das Amazon-Logo umringt von Fragezeichen
Erstellt mit ChatGPT
Diese Vorgaben sollten eingehalten werden, um eine markenrechtliche Abmahnung zu verhindern.


Amazon hat erst kürzlich Händler:innen dazu ermahnt, die markenrechtlichen Vorgaben bezüglich Produkttitel einzuhalten. Die wichtigsten Fragen, zum Markenrecht auf Amazon, haben wir noch einmal zusammengefasst.

Was passiert, wenn die markenrechtlichen Vorgaben auf Amazon nicht eingehalten werden?

Wenn markenrechtliche Vorgaben auf Amazon nicht beachtet werden, kann dies zur Sperrung des Verkäuferkontos führen. Zudem drohen teure markenrechtliche Abmahnungen, wenn Produkte falsch gekennzeichnet oder Markenrechte verletzt werden.

Wie müssen Produkttitel von Markenprodukten auf Amazon angegeben werden?

Markenprodukte auf Amazon müssen im Produkttitel klar zu erkennen sein. Die empfohlene Struktur lautet:  
[Markenname] + [Produktname] + „für“ / „kompatibel mit“ / „passt für“ / „bestimmt für“ + [Markenwort/Marke].  
Beispiel: „TonTon-Hülle für den Kindle Fire“.

Wie müssen Produkttitel von generischen Produkten angegeben werden?

Für generische Produkte sieht die empfohlene Struktur wie folgt aus:  
„Generisch“ + [Produktname] + „für“ / „kompatibel mit“ / „passt für“ / „bestimmt für“ + [Markenwort/Marke].  
Beispiel: „Generischer Ersatzfilter für AmazonBasics Wasserfilter A3“.

Warum ist die korrekte Kennzeichnung von Produkten auf Amazon wichtig?

Eine korrekte Kennzeichnung ist wichtig, um Markenrechtsverletzungen zu vermeiden und die Amazon-Richtlinien einzuhalten. Käufer:innen müssen klar erkennen können, ob es sich um ein Markenprodukt oder ein kompatibles Produkt handelt. Falsche Angaben können rechtliche Konsequenzen und Kontosperrungen nach sich ziehen.

Welche Probleme haben Händler:innen bei der Produktkennzeichnung auf Amazon?  

Händler:innen berichten von Problemen bei der Bearbeitung von Änderungsanträgen durch den Amazon-Support. Häufig werden Marke, Hersteller und Lizenzen nicht korrekt unterschieden. Zudem können Begriffe, die Teil einer Marke sind, automatisch gesperrt werden, wie etwa der Begriff „Leuchtturm“.

Wie erkennt man den Unterschied zwischen Markenprodukten und kompatiblen Produkten?

Der Unterschied wird durch die Produktbeschreibung im Titel deutlich. Markenprodukte werden mit dem Markennamen gekennzeichnet, während bei kompatiblen Produkten der Zusatz „für“, „kompatibel mit“ oder Ähnliches verwendet wird, um klarzustellen, dass es sich nicht um Originalware handelt.

Was droht bei einer Markenrechtsverletzung auf Amazon? 

Bei einer Markenrechtsverletzung drohen Abmahnungen durch Markeninhaber:innen, die mit hohen Kosten verbunden sein können. Zusätzlich kann Amazon das Verkäuferkonto vorübergehend oder dauerhaft sperren.

Wie können Händler:innen Markenrechtsverletzungen auf Amazon vermeiden?  

  • Markenrechtsverletzungen können durch korrekte Produktkennzeichnung vermieden werden:  
    • Titel gemäß den Vorgaben von Amazon gestalten.  
    • Klare Unterscheidung zwischen Markenprodukten und kompatiblen Produkten.  
    • Keine geschützten Begriffe ohne Berechtigung verwenden.  
  • Lizenz- und Markenrechte vor dem Verkauf prüfen.  

Wo lauern weitere Gefahren des Markenrechts?

Nicht nur der Produkttitel kann für Abmahnungen sorgen. Auch der Verkauf von Markenprodukten ohne Lizenz oder die Nachahmung eines markenrechtlich geschützten Produkts kann eine Markenrechtsverletzung darstellen. 

Veröffentlicht: 03.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 03.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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ralf
04.09.2025

Antworten

"Titel gemäß den Vorgaben von Amazon gestalten." Bring überhaupt nichts, absolut nichts. Seit 12 Jahren listen wir die Produkte schon so, aber sobald im Produktnamen bzw. Artikelbezeichnung ein Wort vorkommt, dass mit dem Namen irgendeiner Marke identisch ist oder bei der Übersetzung ins Englische sich in einen exitierenden Markenname verwandelt schlägt die KI bei Alarm. Vor allem weil viele Markennamen aus alltäglichen Begriffen bestehen oder Namen von geografischen Orte oder Städte sowie gewöhnliche Namen wie Müller oder Schneider haben. Artikel die z.B. mit der Stadt Carlsberg zu tun haben, unmöglich, das es auch einen Getränkehersteller gibt. Man könnte ein unendliche Liste machen. Und ähnliche Begriffe, wie Barby die z.B. ins Englische mit Barbie übersetzt werden, sind auch betroffen. Man soll dann den Begriff "Barbie" entfernen, obwohl dieser in der Artikelbezeichung gar nicht vorkommt. Auch Begriffe wie "Kerzenständer Modell Elba", sehr problematisch. Elba ist für die meisten die Mittelmeer Insel auf der Napoleon verbannt worden ist, aber es gibt auch eine Marke die so heißt. Du kannst auch nichts problemlos anbieten, was den Namen eines Planeten unseres Sonnsystems trägt. Jeder Name der einzelnen Planeten ist irgendwo als Markenname eingetragen, wie z.B. Mars, Saturn um die bekanntesten mal zu nennen. Vorsicht bei Postern wo der Saturn oder Mars drauf ist. Ein Produkt mit dem Begriff Milchstrasse wird ins Englische mit Milkyway übersetzt. Problematisch bei Amazon. Da gilt es alles zu beachten. Und dann weiß man wie man die Meldung von Amazon zu verstehen hat, wenn Sie in der Presse tönen, sie hätten mit automatisierter Methoden über 1 Mrd. Markenrechtsvertöße geahndet bzw. entfernt. Tatsächlich war weniger als 1 Prozent ein tatsächlicher Markenverstoß.