Du verkaufst Produkte online und fragst dich, was es mit dem CE-Zeichen auf sich hat? Gerade für kleine Shops kann das Thema schnell zur Stolperfalle werden – dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, worauf es ankommt.
Was ist das CE-Zeichen?
- Keine Qualitätsauszeichnung, sondern eine gesetzliche Pflicht für bestimmte Produkte
- Signalisiert: Produkt erfüllt EU-Vorgaben zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt
„Die CE-Kennzeichnung ist keine externe Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle wie dem TÜV oder der Dekra. Mit dem CE-Zeichen erklärt das verantwortliche Unternehmen selbst, dass ein Produkt den geltenden EU-Richtlinien entspricht – auf eigene Verantwortung.“ – Volljuristin Yvonne Bachmann zu „CE-Kennzeichnung: Die größten Irrtümer und was wirklich dahintersteckt“
Für wen ist das relevant?
- Hersteller:innen, Importeure & Verkäufer:innen (auch Kleingewerbe!)
- Typische Produktgruppen: Spielzeug, Elektronik, Maschinen, Schutzausrüstung
Was musst du als Hersteller:in tun?
✅ Prüfen, ob dein Produkt CE-pflichtig ist
✅ Konformität erklären (ggf. mit technischer Doku)
✅ CE-Zeichen sichtbar und dauerhaft anbringen (Größe mind. 5 mm)
Was musst du als Händler:in tun?
✅ Prüfen, ob du CE-pflichtige Produkte verkaufst
✅ Prüfen, ob die CE-Zeichen korrekt angebracht worden sind
Wichtig für deinen Shop:
⚠️ Nicht mit dem CE-Zeichen werben! Es ist Pflicht, keine Besonderheit
⚠️ Keine Formulierungen, wie „CE geprüft“ oder „CE-zertifiziert“ verwenden
⚠️ CE-Zeichen nur auf Produkten anbringen, die es wirklich brauchen – sonst irreführend
⚠️ Bei Verstößen drohen Abmahnungen oder Verkaufsverbote
Tipp:
➡️ Lieber einmal zu viel prüfen – auch bei importierter Ware
➡️ CE-Unterlagen mind. 10 Jahre aufbewahren
Fazit
CE ist Pflicht, kein Verkaufsargument. Wer’s richtig macht, schützt sich vor Ärger – und stärkt das Vertrauen in seinen Shop.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
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