Ohne Datenerhebung läuft nichts im Online-Handel. Seien es die verwendeten Tracking-Tools, die Eingabe und Speicherung von Kundendaten während eines Bestellprozesses oder das (unbemerkte) Arbeiten von Cookies. Was wird aus den Cookies nach den Regeln der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)?

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vielen Dank für den Kommentar. Die die Rechtslage für unsere Leser scheinbar noch etwas verwirrend ist, hier noch einmal die kurze und bündige Auskunft:
1. Auch für den Einsatz von Cookies ist wegen der Datenverarbeitu ng prinzipiell eine Einwilligung des Betroffenen notwendig.
2. Die DSGVO lässt jedoch als Einwilligung ausdrücklich "die Auswahl von Browser-Einstel lungen" genügen.
ERGO: Aus diesem Grund kann beim Einsatz von Cookies auf die explizite Einwilligung durch Banner/Pop-Ups verzichtet werden, da der Betroffene seine Einwilligung direkt über seine Browser-Einstel lungen gibt/widerruft.
Übrigens: Webseitenbesuch er können Cookies blockieren, indem sie beispielsweise für Google Analytics das unter dem folgenden Link verfügbare Browser-Plug-in herunterladen und installieren [https://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de].
Viele Grüße!
Die Redaktion
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Ich zitiere von dieser Seite:
"Die Daten, die über einen Cookie vom Webseitenbesuch er gesammelt werden, weisen in aller Regel einen Personenbezug auf, da sie sich (mit vertretbarem Aufwand) einer bestimmten Person zuordnen lassen. Ergo: Für das Sammeln solcher Daten ist unter anderem Voraussetzung, dass
die betroffene Person ihre Einwilligung gegeben hat. Dies kann etwa in Form einer schriftlichen (auch elektronisch) oder einer mündlichen Erklärung erfolgen. Dies könnte etwa durch das Anklicken eines Kästchens beim Besuch einer Internetseite, durch die Auswahl von Browser-Einstel lungen oder durch eine andere Erklärung oder Verhaltensweise geschehen, mit der die betroffene Person eindeutig ihr Einverständnis mit der beabsichtigten Verarbeitung ihrer personenbezogen en Daten signalisiert. Stillschweigen, bereits angekreuzte Kästchen oder Untätigkeit der betroffenen Person sollten daher keine Einwilligung darstellen."
Zitat aus onlinehaendler-news.de/.../...
"Keine ausdrückliche Einwilligung
Weder für die Verwendung von Cookies noch von Tracking- und Analyse-Tools ist zukünftig eine explizite Einwilligung (z. B. über ein Pop-up, Checkbox, Banner) erforderlich. Aber: Hinweis in der Datenschutzerklärung
Die Besucher einer Website, auf der Cookies und Tracking- und Analyse-Tools eingesetzt werden, müssen über deren Vorhandensein und die Widerspruchsmög lichkeit hingewiesen werden."
Davon abgesehen, so schön das alles theoretisch klingen mag "Das jedoch nur, sofern der Nutzer dem nicht widerspricht." "die Widerspruchsmög lichkeit hingewiesen werden" Und dann? Wo sind derzeit die technischen Möglichkeiten, einzelne Cookies löschen zu können, oder Besuchern das Surfen ohne Cookies zu ermöglichen?
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Insofern sehe ich die allgegenwärtige n Cookie-Banner nicht nur als eine "Überfütterung" der User sondern gar als kontraproduktiv . Sie lenken die Aufmerksamkeit der Nutzer auf einen technischen Teilaspekt des Datenschutzes, statt den Komplex als Ganzes zu betrachten. Dazu ein Beispiel:
Ich baue eine Webseite, bestehend aus einer frisch registrierten Domain, einer einzigen index.html und darin nichts weiter als das von Facebook erzeugte Codefragment des Like-Buttons. Nun ruft ein User diese Seite auf. Es erscheint eine weiße Seite mit dem blauen Daumen. So weit, so nutzlos. Im Hintergrund setzt nun der Facebook-Server (!!!) ein Cookie im Browser und kann den User nun über sämtliche Webseiten verfolgen, die ebenfalls den Like-Button verwenden. Nach meinem Verständnis hätte das Facebook-Codefr agment, beispielsweise über ein eingekapseltes Javascript) ein eigenes Cookie-Banner einblenden und den User darüber aufklären müssen, dass hier der Facebook-Server (!!!) und nicht (!!!) der des Webseitenbetrei bers ein Cookie setzt. Letzterer hat nämlich gar keinen Zugriff auf die Datenberge, die sich aus der Like-Button-Duf tspur ergeben.
In der Folge würden bei jedem Webseitenbesuch Dutzende, wenn nicht Hunderte von Cookie-Popups geöffnet und von User weggeklickt werden müssen. Das ist Nonsens im Quadrat!
Die bessere Lösung ist der Do-not-Track-He ader (DNT). Der User konfiguriert seinen Browser entsprechend und dieser sendet nun bereits mit jeder Anfrage an einen Webserver den DNT-Header mit. Dieser besagt nicht (!!!) dass der Webserver auf den Einsatz von Cookies verzichten muss. Vielmehr ist der DNT-Header eine Anweisung an den Webseitenbetrei ber, auf die Verknüpfung von Duftspuren zu verzichten. Den DNT-Header zu respektieren müsste (weltweit) gesetzlich verpflichtend für alle Webservice-Betr eiber sein. Dann wäre dies eine fein abgestimmte Abwägung zwischen den technisch einfach notwendigen Cookies einerseits und dem Datamining der Betreiber andererseits.
Ferner müssten alle Betreiber verpflichtet sein, jegliche Nötigung des Users zur Zustimmung zum Tracking zu unterlassen. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass soziale Netze ohne zwingenden technischen Grund bestimmte Leistungen nicht mehr anbieten, wenn der Nutzer nicht in ein Tracking einwilligt. Das müsste von vornherein verboten werden.
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Noch paradoxer: Zu dem Zeitpunkt, wo der User per Popup-Banner über die Website-Cookies informiert wird, ist das Cookie bereits gesetzt. Defakto wird seine Einwilligung vorweg genommen. Es geht technisch einfach nicht anders. Denn wie sollte ohne Cookie die (personenbezoge ne) Information, eingewilligt zu haben, einem bestimmten User zugeordnet werden?
Ohne Cookies funktionieren moderne Webtechnologien einfach nicht. Wo wir schon mal dabei sind: Ich sehe hier gerade unter meinem Textfeld ein Captcha-Bildche n. Selbst dazu sind Cookies notwendig. Ich kann mich aber gar nicht erinnern, für die Site onlinehaendler- news.de ein Cookiebanner weggeklickt zu haben. Dabei setzt die Seite nicht nur eines sondern gleich fünf Cookies.
Von alldem unabhängig finde ich die vielen blumigen Umschreibungen darüber, was Cookies sind und was sie tun, ziemlich erheiternd. Selbst hier in diesem Artikel wird Unsinn erzählt:
"Die durch den Cookie erzeugten Informationen über die Benutzung der Website werden durch den Webseitenbetrei ber direkt genutzt oder an einen Server übertragen und dort gespeichert"
Das ist Unsinn. Cookies erzeugen im technischen Sinne keine Informationen. Sie sind nichts weiter als ein eindeutiger Marker (initial eine Zufallszahl, UUID, GUID o.ä.). Sie werden vom Browser bei jeder Abfrage an einen Webserver mitgeschickt. Dadurch ergibt sich eine Art "Duftspur", welcher der Betreiber einer Webseite wie ein Fährtenhund folgen KANN, aber nicht MUSS. Um beim Beispiel zu bleiben: Die Sicherung der Funktion des Captchas hier unten ist kein datenschutzrele vanter Vorgang. Insofern sehe ich es tatsächlich als unnötig an, hierfür eine Einwilligung des Nutzers einzuholen.
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Zum Anderen stellt sich natürlich auch die Frage, für wie blöde die Herrschaften in Brüssel die Bürger halten. Man muss nicht immer seinen Wissensstand auf andere übertragen, sondern einfach mal den mündigen Bürger mündigen Bürger sein lassen. Aber man will natürlich mit allerlei Verordnungen wohl auch seine Daseinsberechti gung nachweisen.
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Für vieles sind Cookies wichtig und nicht ersetzbar. Andernfalls sind viele Anwendungen nicht nutzbar. Wer keine Cookies will, kann in fast jedem Browser die Annahme von Cookies ablehnen.
Ich finde es sollte erstmal die Voratsdatenspei cherug abschaffen. Das wäre Datenschutz!
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