Guten Morgen!
Das sind die wichtigsten Branchenthemen zum Dienstag:
- Andrang auf Sammelklage gegen Vodafone
- Instagram schraubt am Algorithmus
- Mehrheit will mehr Mindestlohn
Mehr als 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben sich innerhalb einer Woche in das Klageregister des Bundesamtes für Justiz eingetragen, um sich einer Sammelklage gegen Vodafone anzuschließen. Die Klage wurde vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eingereicht und bezieht sich konkret auf Preiserhöhungen für Internetanschlüsse von Bestandskunden. Rund zehn Millionen Kunden sind von den Preiserhöhungen betroffen, sie zahlen für ihre Internet- und Telefonanschlüsse seit 2023 fünf Euro mehr.
Vodafone begründet die Preiserhöhungen mit gestiegenen Kosten für Energie und Material, auch zahlreiche andere Unternehmen hätten inflationsbedingt ihre Preise erhöht, heißt es von Vodafone bei Heise Online. Das sieht der Bundesverband jedoch kritisch, denn die höheren Preise werden in der Regel bei Neukunden angesetzt und nicht, wie es Vodafone getan hat, bei bereits bestehenden Verträgen.
Die Klage hat potenziell eine Signalwirkung, da sie einer der ersten Fälle auf einer neuen gesetzlichen Grundlage ist. Früher konnten Verbraucher nur über Musterfeststellungsklagen Geld zurückfordern, was jedoch oft mühsam war. Mit Sammelklagen verbessert sich die Position der Betroffenen, da im Falle eines positiven Urteils ein Sachwalter vom Gericht ernannt wird, der die Ansprüche prüft und den Betroffenen Geld überweist. Dadurch müssen sich die Verbraucher nicht mehr direkt mit dem Anbieter auseinandersetzen, was den Prozess erheblich vereinfacht.
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