Der frühe Vogel – der Branchennews-Überblick am Morgen:
- Die telefonische Krankschreibung kommt zurück
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- Die Inflation frisst Gehaltserhöhungen auf
Es hatte sich bereits angebahnt, nun ist es entschieden: Die telefonische Krankschreibung soll ab sofort wieder möglich sein. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken am Donnerstag mitgeteilt. Mit der Maßnahme sollen – gerade auch in der Erkältungszeit – bis dato teils stark überlastete Arztpraxis entlastet werden. Für Patientinnen und Patienten könne auf diesem Weg außerdem das Infektionsrisiko gesenkt werden, dem sie in Wartezimmern ausgesetzt wären.
Krankschreibungen via Telefon waren bereits in Zeiten der Corona-Pandemie zum Einsatz gekommen und hatten damals für Entlastung gesorgt. Ganz ohne Einschränkungen geht die neuerliche Einführung nach Angaben von ZDF Heute allerdings nicht vonstatten. Es gibt verschiedene Voraussetzungen bzw. Bedingungen, die erfüllt werden müssen:
- Zum einen müssen die Patientinnen und Patient der jeweiligen Arztpraxis schon bekannt sein.
- Auch muss es sich um leichte Erkrankungen handeln – schwere Erkrankungen müssen nach wie vor persönlich in den Praxen vom Arzt abgeklärt werden.
- Darüber hinaus darf sich die Krankschreibung zunächst nun über einen Zeitraum von fünf Tagen erstrecken. Ist eine weitere Krankschreibung nötig, müssen Patientinnen und Patienten die Arztpraxen aufsuchen.
- Für Fälle, in denen eine Erstbescheinigung in einer Arztpraxis ausgestellt worden ist, kann eine Folgebescheinigung via Telefon erfolgen.
Monika Lelgemann, Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses, verwies ausdrücklich darauf, dass es sich bei der telefonischen Krankschreibung „nicht um eine Krankschreibung zweiter Klasse“ handele. Auch weiterhin stehe „die medizinische Sorgfalt bei der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit“ im Zentrum im müsse stets gewährleistet bleiben. „Bei Bedarf müssen die Symptome durch eine unmittelbar persönliche Untersuchung abgeklärt werden. Diese stellt nach wie vor den Standard in der ärztlichen Versorgung dar“, wird sie vom ZDF zitiert.
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