Guten Morgen!
Das Wochenende ist in greifbarer Nähe. Zuvor noch die aktuellsten Meldungen aus der Branche im Überblick:
- Besonders energieintensive Unternehmen sollen gestützt werden
- Zum Wochenende drohen Streiks im Einzelhandel
- Ralf Dümmel kauft die DS-Gruppe zurück
Die Regierung will energieintensive Unternehmen aus dem Mittelstand und der Industrie finanziell entlasten. Um dies zu erreichen, sollen sie von einer geringeren Stromsteuer profitieren. Wie die Tagesschau in diesem Rahmen erfahren haben will, sollen sich Bundeskanzler Olaf Scholz, Wirtschaftsminister Robert Habeck und Finanzminister Christian Lindner auf eine Senkung geeinigt haben – diese liege auf dem europäischen Mindestmaß von 0,05 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Aktuell sind es rund zwei Cent pro Kilowattstunde.
Zunächst solle die gesenkte Stromsteuer für die Jahre 2024 und 2025 gelten. Sollte eine Gegenfinanzierung im Bundeshaushalt umgesetzt werden können, sei dem Bericht zufolge eine Verlängerung auf die Jahre 2026, 27 und 28 angedacht.
„Der bestehende sogenannte Spitzenlastausgleich für besonders energieintensive Unternehmen soll auf fünf Jahre verlängert und noch ausgeweitet werden“, heißt es weiter. Mit dieser Maßnahme sollen Großverbrauchern wie Glashersteller, Metallhütten oder auch die Chemie-Branche mit Blick auf das internationale Parkett wettbewerbsfähig bleiben.
Insgesamt 350 Unternehmen sollen darüber hinaus zusätzliche Hilfen erhalten. Bei ihnen handele es sich um Marktteilnehmer, die durch die hohen Strompreise belastet sind und zugleich unter internationalem Wettbewerbsdruck stehen. „Wir senken die Stromsteuer radikal, stabilisieren die Netzentgelte und setzen die Strompreiskompensation fort, damit die Unternehmen mit den aktuellen Strompreisen besser zurechtkommen können“, kommentierte Scholz mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Die Reaktionen auf die Maßnahmen der Regierung sind geteilt: Während Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbands der Familienunternehmer, von einem „Booster für den Standort Deutschland“ sprach und auch Ökonom Thilo Schaefer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) den Schritt begrüßte und positive Effekte für die hiesige Wirtschaft prognostizierte, zeigten sich energieintensive Branchen bisher eher skeptisch: Sie hatten demnach Hoffnung auf noch stärkere Unterstützung.
„Die beschlossenen Maßnahmen erhalten nur den Status quo“, wird etwa Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Chemieverbandes VCI, in einer dpa-Meldung bei der Süddeutschen zitiert. „Sie bringen keine zusätzlichen Entlastungen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen verbessern.“
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