Klage gegen Verbot von Verbrennungsmotoren

Veröffentlicht: 25.09.2023
imgAktualisierung: 25.09.2023
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
25.09.2023
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Auspuff mit Abgasen
© Ody_Stocker / Shutterstock.com
Das erste deutsche Unternehmen klagt gegen das Verbrenner-Verbot.


Ein deutsches Unternehmen möchte gegen die EU-Verordnung klagen, die die Zulassung von Verbrennermotoren ab 2035 verbietet. Die Tagesschau berichtete mit Verweis auf die „Welt am Sonntag“, dass die Lühmann-Gruppe gegen Teile der EU-Verordnung vorgehen möchte. Im März beschloss die EU eine Verordnung, die Verbrennerfahrzeuge weitestgehend verbietet. Lediglich für E-Fuels wird es Ausnahmen geben. 

Plan sei von Ideologie getrieben

Lorenz Kiene, Chef der Lühmann-Gruppe, die im Handel mit synthetischen Stoffen handelt, ist der Auffassung, dass der Plan von Ideologien und nicht von Fakten getrieben sei. Er kritisiert vor allem, dass die EU, bei der Einschätzung, ob ein Wagen emissionsfrei ist oder nicht, nur auf die Abgase schaut. Nach Kiene ergebe es keinen Sinn, dass die Emissionen nur am Auspuff gemessen werden. Stattdessen soll der CO2-Ausstoß über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg gemessen werden.

Diskussion um E-Fuels

Verbrennungsmotoren mit E-Fuels gelten in der Bilanz als klimaneutral, obwohl sie nicht emissionsfrei sind. Allerdings wird bei der Produktion für die Kraftstoffe CO2 aus der Luft oder aus Industrieanlagen entnommen. Wenn sie mit erneuerbaren Energien produziert werden, gelten sie in der Bilanz als klimaneutral. 

Neben den hohen Kosten für E-Fuels kommt hinzu, dass sie im Vergleich mit Elektroautos sehr ineffizient sind. Denn die Energie, die zur Herstellung von E-Fuels aufgewendet wird, können Elektroautos unmittelbar für den Antrieb nutzen. 

Veröffentlicht: 25.09.2023
img Letzte Aktualisierung: 25.09.2023
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Thomas S.
26.09.2023

Antworten

Da stimme ich dem Herrn Kiene voll und ganz zu, daß der CO2-Ausstoß von der Produktion der Materialien bis zur Verschrottung des Autos gemessen werden muß. Alles andere ist Verarschung. Dann sieht die Klimabilanz der E-Autos und E-Fuel-Autos tatsächlich nicht mehr so toll aus. Aber ein Großteil der Bürger macht sich da wohl keine Gedanken und kauft schön immer die neuesten Autos und verschrottet ein 10-15 Jahre altes Auto lieber, als es bis zum Ende zu nutzen. Ich fahre aktuell ein 23 Jahre altes Auto mit 290000 km. Das hat kürzlich neuen TÜV bekommen und wird mir noch einige Jahre treue Dienste leisten. Das ist Nachhaltigkeit und Umweltschutz...