Es betrifft quasi alle Online-Händler, die physische Waren verkaufen: das Verpackungsgesetz. Dessen Hintergrund ist insbesondere die Produktverantwortung, schließlich werden viele Verpackungen irgendwann zu Abfall, mit dem umgegangen werden muss. Die Verantwortung dafür verteilt das Verpackungsgesetz und erlegt den Verantwortlichen verschiedene Pflichten auf. Und zu diesen Verantwortlichen gehören oftmals auch Online-Händler, die sich in der Folge in einem Register, dem Verpackungsregister LUCID, registrieren müssen, und die Verpackungen darüber hinaus auch noch „lizenzieren“. Wir wurden gefragt: Warum sind Online-Händler plötzlich auch Hersteller von Verpackungen?
Eine Übersicht über die wesentlichen Pflichten im Umgang mit systembeteiligungspflichtigen Verpackungen haben wir übrigens hier zusammengestellt.
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Wenn der stationäre Einzelhandel nach und nach zusammenbricht, fallen auch bisherige Steuereinnahmen und weitere Abgaben weg. Da muss schnell eine Lösung her, weil erheblich. Niemand in der Politik möchte aber mit Steuererhöhunge n oder gar der Einführung von neuen Steuern in Verbindung gebracht werden, also erfindet man gleichwertige Einnahmequellen unter anderem Namen. Kennt man ja schon.
Man holt sich neue Zwangsabgaben einfach von denen, die in diesem Land noch für Umsätze sorgen - allen voran u. a. die Onlinehändler. Denn worauf kann der Versandhandel nun überhaupt nicht verzichten? Richtig: Warenversand.
Man stelle sich vor, das im Beitrag oben erwähnte Bügeleisen würde in der vom Hersteller bereitgestellte n Verkaufsverpack ung verschickt werden. Da kann man sich ausrechnen, wie die Ware beim Kunden ankommen würde. Es ist also meist erforderlich, die Ware selbst vor dem Versenden noch einmal gut und sicher zu verpacken.
Und genau da schnappt die Falle zu - man wird als "Kartonbefüller " entsprechend abgabenpflichtig.
Meist sind Onlinehändler kleinere Unternehmen ohne größere Lobby. Sie teilen sich nun dieses Elend und müssen es unter Androhung von empfindlichen Strafen hinnehmen.
Genau aus diesem Grund organisieren wir uns eigentlich in Interessenvertr etungen wie z. B. dem Händlerbund. Auch ich bin der Meinung, dass dieser sich hier - und übrigens auch anderen Angelegenheiten - bisher nicht ausreichend stark für seine Händler hervorgetan hat.
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Auch hier fehlt mir das Engagement von solchen Institutionen wie dem Händlerbund und ähnlichen.
Warum wird die Pappe nicht gleich dort mit Abgaben belegt, wo sie hergestellt wird. Das wäre ganz einfach und an einer Stelle. Die Mineralölsteuer zahlen wir auch an der Tankstelle mit und machen dafür nicht noch einmal eine gesonderte Steuererklärung.
In Deutschland bürokratisieren wir uns dumm und dämlich. Und online ist alles noch schlimmer
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