Fachkräftemangel als Argument gegen kürzere Arbeitszeit bei gleichem Lohn
Aus der Perspektive des Arbeitgeberpräsidenten Rainer Dulger stellte die Idee der Vier-Tage-Woche angesichts der derzeitigen Situation in der Arbeitswelt eine „populistische Forderung“ dar, wie es weiter heißt. Damit spielte er vor allem auf den aktuellen Personalmangel an.
Dass sich der Fachkräftemangel weiter zuspitzt, offenbart auch ein aktuell im Bundestag von der FDP vorgelegter Berufsbildungsbericht: So fehlt es Millionen junger Menschen an einer Erstausbildung – im Jahr 2021 gab es 1,58 Millionen 20- bis 29-Jährige ohne Berufsabschluss und bei den 20- bis 34-Jährigen 2,64 Millionen Ungelernte. Die Zahl neuer Ausbildungsverträge stieg 2022 leicht, liegt aber noch immer knapp 10 Prozent über dem Niveau vor der Pandemie. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) empfiehlt nach einer zusätzlichen Datenanalyse zum Berufsbildungsbericht, dass der „Übergang zwischen Schule und Beruf zu einem systematischen Übergangsmanagement weiterentwickelt werden“ müsse. Auch sprach man sich für mehr duale Berufsausbildungen aus.
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