1.500 Euro Homeoffice-Pauschale? – Gewerkschaftsbund fordert mehr Entlastung für Heimarbeiter

Veröffentlicht: 29.08.2022
imgAktualisierung: 29.08.2022
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
29.08.2022
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Frau im Homeoffice am Schreibtisch
© ImYanis / Shutterstock.com
Der Gewerkschaftsbund fordert eine höhere Homeoffice-Pauschale, um Arbeitnehmer in Heimarbeit zu entlasten.


Forderungen nach einer neuen Homeoffice-Pflicht ab dem Herbst sorgten in der vergangenen Woche für breites Aufsehen und Diskussionen. Auch zusätzliche Belastungen für die Mitarbeitenden werden befürchtet: Während der Trend zur Heimarbeit bei den massiv gestiegenen Gas-, Strom und Warmwasserpreisen in Unternehmen durchaus Sparpotenzial hat, könnte der finanzielle Druck auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hingegen noch weiter steigen.

Zwar billigt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Entwicklung, dass Mitarbeitenden ein Homeoffice-Angebot unterbreitet wird, allerdings fordert er zugleich eine Entlastung für die Betroffenen: „Homeoffice zu nutzen, um Kosten für Arbeit – dazu gehört das Heizen der Arbeitsstätten – auf die Beschäftigten zu verlagern, ist ein No-Go“, wird Anja Piel, Mitglied des DGB-Bundesvorstands, von der Augsburger Allgemeinen zitiert. „Der DGB fordert, die Homeoffice-Pauschale fortzuführen und auf 1.500 Euro anzuheben. Das wäre ein Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit“, sagt sie weiter. So könne sichergestellt werden, dass Arbeitnehmer in Heimarbeit nicht auf den deutlich gestiegenen Kosten sitzenblieben.

Das Bundesarbeitsministerium habe die Pläne für eine neue Homeoffice-Pflicht ab dem 1. Oktober 2022 bereits in einem Referentenentwurf für eine SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung festgehalten. Hintergrund ist die Zahl neuer Coronainfektionen, die mit der kühleren Jahreszeit erwartet werde. In diesem Rahmen sollen Arbeitgeber erneut verpflichtet werden, ihre Mitarbeitenden vor Infektionen zu schützen, indem diesen – dort, wo möglich, die Arbeit von zu Hause aus angeboten wird.

Verdi strebt Inflationsausgleich in anstehenden Tarifrunden an

Für das Bodenpersonal der Lufthansa, Angestellte von Geldtransportunternehmen sowie Hafenarbeiter in Norddeutschland hat Verdi bereits kräftige Lohnerhöhungen vereinbaren können. Mit diesen Abschlüssen im Rücken will die Gewerkschaft auch in kommenden Verhandlungen viel erreichen: „Wir treten in allen derzeit bevorstehenden Tarifrunden mit dem erklärten Ziel an, die Inflation mindestens auszugleichen“, kommentierte Gewerkschaftschef Frank Werneke laut einer Reuters-Meldung bei Onvista.

Insbesondere für Gruppen mit mittlerem und niedrigerem Einkommen sei dieses Ziel wichtig, da diese von den massiven Teuerungen stark betroffen seien. Konkret sollen ähnliche Abschlüsse etwa im öffentlichen Dienst von Kommunen und Bund, aber auch im Handel sowie bei der Post erzielt werden. Zudem drängte Werneke erneuert auf ein weiteres Entlastungspaket der Bundesregierung, das aufgrund der aktuellen Lage steuerliche Entlastungen und gezielte Unterstützung einkommensschwächere Menschen bereitstelle.

7 bis 9 Dollar für werbebasiertes Netflix?

Dass neben Disney+ auch Netflix den Zuschauerinnen und Zuschauern ein neues, kostengünstigeres Abo zur Verfügung stellen will, das Werbung enthält, ist schon länger bekannt. Nun gibt es neue Spekulationen um den Preis: Dieser soll zwischen sieben und neun US-Dollar liegen, berichtet Heise Online mit Verweis auf Bloomberg. Pro Stunde soll den Nutzern dann rund vier Minuten Werbung pro Stunde ausgespielt werden, die sowohl vor dem Start der Sendung als auch inmitten der Inhalte gezeigt werden. Mit der Einführung einer neuen, preiswerten Werbe-Variante kämpft Netflix gegen sinkende Abo-Zahlen und ähnliche Angebote der Konkurrenz.

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Veröffentlicht: 29.08.2022
img Letzte Aktualisierung: 29.08.2022
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

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