Verbraucherzentrale um Transparenz bemüht
Bei der Beurteilung ist es natürlich erst mal wichtig zu schauen, wie das Tool beispielsweise gelbe Bewertungen darstellt. Bereits bei unserem Test haben wir gemerkt, dass das Tool teilweise kein Impressum findet, obwohl ein solches wie von Gesetzeswegen vorgesehen auf der Seite vorhanden ist. Die Folge kann eine gelbe, statt einer grünen Ampel sein.
Das mag erst mal ärgerlich sein, allerdings ist das Ergebnis des Tests sehr transparent gestaltet. So lautet der erste Hinweis: „Bitte überprüfen Sie wichtige Details zusätzlich selbst.“ Dann erst folgt die Ampel, die verhältnismäßig unauffällig gestaltet ist. Sie springt den Betrachter nicht direkt an und ist auch nicht übermäßig groß dargestellt. Die Ampel ist eher als grafisches Element in den Text eingebettet, sodass die erklärenden Hinweise des Tools nicht etwa untergehen oder übersehen werden kann.

Bei dem hier dargestellten Test gibt das Tool an, dass zwar eine Kontaktseite gefunden wurde, aber keine Adressdaten. Damit sagt der Service also nicht: „Adresse fehlt“, sondern eben nur, dass diese bei der automatischen Suche nicht gefunden wurde. Die Kontaktseite des getesteten Shops wurde aber direkt verlinkt, sodass Verbraucher mit einem Klick sehen: „Ah, die Adresse steht doch da.“
Auch gefundene Social-Media-Profile werden direkt verlinkt. Kritisch kann allerdings der Hinweis betrachtet werden, dass Kunden aufgrund des verwendeten Shopsystems Shopify vorsichtig sein sollten. Konkret heißt es: „Neben vielen legitimen Online-Shops sind dort auch Fakeshops aktiv. Falls Sie einen Kauf durchführen möchten, sollten Sie unbedingt die AGBs [sic] des Shops lesen und eine sichere Zahlungsart wählen – wie beispielsweise den Rechnungskauf.“
Es gibt wohl kaum ein Shopsystem, welches nicht auch von Fakeshopbetreibern missbraucht wird. Der Hinweis wirkt vor dem Hintergrund dieses einfachen Faktes etwas deplatziert. Mehr aber eben auch nicht. Generell wird Verbrauchern gerade bei ihm unbekannten Shops zu sicheren Bezahlmethoden, wie etwa Rechnung oder Paypal geraten. Bei gelben Shops, die schon länger existieren, erscheint außerdem auch der Hinweis, dass die Domain schon länger besteht und damit ein Fake eher unwahrscheinlich ist.
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Hier zeigt sich: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Und wenn diese "Schutz"-Einric htung Kollateralschäd en billigend in Kauf nimmt, dann ja, dann ist das geschäftsschädigend.
Hochachtungsvoll, ein wirklich genervter Kleinuntenehmer
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