In der Reihe „Ama-Zone“ grübelt Tina Plewinski über die vielfältige Welt von Amazon: über Vor- und Nachteile des Online-Riesen, neue Entwicklungen, trendige Hypes, die unablässigen Machtbestrebungen des Konzerns und – im aktuellen Teil dieser Reihe – über die Ausmaße des politischen Engagements.
In den Vereinigten Staaten brodelt es gewaltig. In immer mehr Bundesstaaten werden die Rechte von Frauen beschnitten – Frauen verlieren ihren gesetzlich verankerten Anspruch auf körperliche Selbstbestimmung. Konkret geht es darum, dass sie nicht mehr frei entscheiden dürfen, ob sie eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen oder nicht. Denn das dürfen sie mancherorts nämlich nicht mehr. Grund sind neue gesetzliche Regelungen in einigen republikanisch geführten Bundesstaaten.
Und diese haben es in sich: Geldbußen in Höhe von bis zu 100.000 Dollar oder sogar eine zehnjährige Haft drohen beispielsweise in Oklahoma als Strafe, wenn das neue Abtreibungsgesetz im Sommer in Kraft treten soll. Dabei drohen die Strafen nicht nur den betroffenen Frauen selbst, sondern auch dem medizinischen Personal, das entsprechende Eingriffe vornimmt. Nicht einmal in Fällen von Vergewaltigungen oder Inzest dürfen Frauen demnach über ihren Körper bestimmen.
Diese politische, reaktionäre Entwicklung wirft Frauen und ihren Kampf um Selbstbestimmung um Jahrzehnte zurück. Sie liegen in Ketten der Fremdbestimmung. Ihr eigener Körper gehört nicht mehr ihnen, da ihnen die Entscheidungsgewalt entrissen wird.
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