Seit Januar 2021 haben die deutschen Marktwächter eine etwas schärfere Klinge im Kampf gegen möglichen Marktmissbrauch: Der Bundestag hatte die 10. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB-Digitalisierungsgesetz) abgesegnet. Seitdem nutzt das Bundeskartellamt die neuen Möglichkeiten voll aus und geht gegen Facebook, Amazon und nun auch gegen Google und dessen Mutter-Konzern Alphabet vor, wie die Behörde mitteilt.
Die Marktwächter haben sowohl ein Verfahren gegen Google Deutschland bzw. Irland, als auch gegen das Mutterunternehmen Alphabet in Mountain View, USA eingeleitet. Dabei prüfen die Experten, ob eine marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb besteht, sowie die Konditionen der Unternehmen zur Datenverarbeitung.
Werden Verstöße festgestellt, kann das Bundeskartellamt bestimmte Praktiken verbieten, wie etwa die Selbstbevorzugung von konzerneigenen Diensten oder die Behinderung des Marktzutritts von Dritten. So soll Google etwa gerade in Italien 102 Millionen Euro zahlen, weil der Konzern seinen eigenen Kartendienst Google Maps gegenüber einem anderem Anbieter bevorteilt habe.
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