Damit sich internationale Unternehmen etwa nicht nur dort ansiedeln, wo sie die wenigsten Steuern zahlen müssen, haben die USA bei Verhandlungen im Rahmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nun einen weltweiten Mindeststeuersatz vorgeschlagen, berichtet der Spiegel. Dieser solle mindestens 15 Prozent betragen. Es handele sich um „eine Untergrenze“ – auch eine Erhöhung könne diskutiert werden.
Ziel sei mehr Fairness in der Steuerpolitik: Für den Fall, dass ein im eigenen Land ansässiges Unternehmen im Ausland weniger Steuern zahlt, könnten die heimischen Steuerbehörden die Differenz bis zu diesem Mindeststeuersatz im Nachhinein einfordern. Auch könnten Gewinne weltweit nicht länger so verteilt werden, dass letztlich kaum noch Steuern anfallen – so zeigte zuletzt etwa eine Studie der University of London, dass Amazon Verluste seiner Tochterunternehmen an Standorte in Luxemburg übergeben würde, um so Steuergutschriften zu erhalten, wie auf dem Amazon Watchblog zu lesen ist. Mit einem globalen Mindeststeuersatz könnte darüber hinaus sichergestellt werden, dass Internetfirmen auch in den Märkten Steuern zahlen, die sie bedienen.
Bisher zeigten die USA unter Trump wenig Interesse an der Einführung eines solches Steuermodells. So führte die Einführung der Digitalsteuer in Frankreich zur Androhung von Strafzöllen seitens der USA. Trump störte an diesem Modell, dass besonders US-amerikanische Unternehmen wie Apple, Google und Facebook von dem Steuermodell betroffen seien.
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