2020 war das Vereinigte Königreich (UK) noch der fünftgrößte Handelspartner Deutschlands: Für rund 67 Milliarden Euro exportierte die deutsche Wirtschaft Güter nach UK. Doch schon hier zeigten sich die Spuren des bevorstehenden Brexits, da dies immerhin ein Rückgang von rund 12 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr war. Die Verkündung eines Brexit-Deals wog viele Handeltreibende in der Sicherheit, dass es einen geordneten weiteren Verlauf geben werde. Doch weit gefehlt.
Das Chaos seit Anfang 2021 führt uns erschreckend vor Augen, dass Handel im Jahr 2021 alles andere als frei und unkompliziert ist. Wie ist es sonst zu erklären, dass nicht nur viele Händler nicht mehr durchblicken, sondern selbst große Logistiker UK zunächst nicht mehr angesteuert haben? Gerade für viele kleinere oder mittelgroße Handeltreibende, die beispielsweise bislang über Shopsysteme oder Marktplätze nach UK verkauft haben, ist ein wichtiger Absatzmarkt nahezu weggebrochen – aus Angst, etwas Falsches zu tun oder weil unklar ist, was man überhaupt tun muss. Handeltreibende sollten jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen. Wir wollen einen Blick auf die wesentlichen neuralgischen Punkte richten – und was dies für Handeltreibende bedeutet.

Kommentar schreiben