Wenn es ein Dauerthema im Online-Handel gibt, dann wohl das, dass die großen US-Konzerne den Markt beherrschen und in Europa so gut wie keine Steuern zahlen – ein Dorn im Auge vieler Politiker. Dieser Frust darüber entlädt sich aber bisweilen in Vorschlägen, die ein wenig über das Ziel hinausschießen. So jetzt auch beim Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling: Er schlug eine Steuer für Online-Bestellungen vor.
Eblings Ziel: Die Innenstädte retten und den Einzelhandel dort am Leben halten. „Die Dynamik des Online-Handels ist ungebremst, wir brauchen eine zusätzliche Art von Besteuerung oder eine höhere Mehrwertsteuer“, so der SPD-Politiker gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Amazon zahle in Mainz keine Steuern, so Ebling weiter. Der Handel in der Innenstadt aber sichere Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und mache die Innenstadt lebendig. Gerade dieser letzte Punkt ist diskutabel. Innenstädte werden nicht allein durch eine Vielzahl von Geschäften lebendig, im Netz (vor allem auf Twitter) fordern viele auch, die Stadtzentren umzugestalten, mehr Begegnungsorte, Parks und Wohnungen zu realisieren. Zumal in vielen Städten vor allem große Ketten das Bild prägen – kleinere Geschäfte sind in den Zentren häufig rar.
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Kunden sind doch gezwungen im Internet zu kaufen, wenn sie bestimmte Produkte haben wollen.
Wie schon Einige erwähnt hatten, dass die Einzelhädler auch ausweichen sollten auf eine Internet-Plattf orm und da verkaufen.
Warum das bisher viele noch nicht gemacht haben?
Es gibt zu viele Gesetze, die man beachten muss und man lebt ständig in der Gefahr abgemahnt zu werden. Man ist nicht in der Lage alle Gegenheiten sofort zu finden, damit man nicht abnahmgefärdet ist. Selbst ich als alter Hase muss mich immer neu informeiren, sonst erwischt es mich auch wieder mal.
Wer hätte denn geahnt, dass das so schlimm werden würde? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wenn diese 25%ige Steuer durchgedrückt wird, sterben auch noch viel mehr Internethändler , die jetzt schon zu kämpfen haben. Gewinner sind immer die Großen.
Das ist meiner Mmeinung nach aber beabsichtigt.
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