Datenschutz problematisch
Auch in puncto Datenschutz können die Bestellabbrecher-Mails Ärger bringen, denn der Online-Händler, der in Besitz der E-Mail-Adresse ist, nutzt diese ohne Einwilligung. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten wie der E-Mail-Adresse sind nur zulässig, soweit eine gesetzliche Vorschrift dies erlaubt oder der Betroffene eingewilligt hat. Mit der Eingabe der Daten beim Durchlaufen des Bestellvorgangs gibt der Kunde jedoch nicht automatisch eine Einwilligung in die Verarbeitung und Nutzung seiner Daten. Durch den Abbruch des Bestellvorgangs muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass keinerlei geschäftlichen oder anderweitigen Kontakt mit dem Unternehmen gewünscht werden, so die Wettbewerbszentrale. Die Zusendung späterer Bestellabbrecher-Mails ist daher auch datenschutzrechtlich mehr als bedenklich.
Tipp
Für Online-Händler ist es Alltag: Kunden legen den virtuellen Warenkorb voller Produkte – der Kauf wird aber nicht abgeschlossen. Dennoch sollten Online-Händler auf das Versenden derartiger Bestellabbrecher-Mails verzichten und lieber auf andere Maßnahmen setzten, damit der Kunde eine Bestellung beim ersten Besuch abschließt.
Laut der erwähnten ECC Köln-Studie wollen 55 Prozent den Einkauf im Warenkorb für einen späteren Zeitpunkt aufbewahren. 50 Prozent gaben an, ihr Einkaufswert sei nicht hoch genug gewesen, um einen freien Versand der Waren zu bekommen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, diese Kunden mit einem niedrigeren Bestellwert für die kostenfreie Lieferung vom Kauf zu überzeugen?
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das lassen wir jetzt nach.
Weit über 50 % aller Abbrecher sandten uns die Email mit einer Bestellung zurück.
Unser Text war ca.
"Sehr geehrte(r) Kundenname,
Ihr Bestellvorgang wurde nicht abgeschlossen, Sie hatten folgende Artikel im Warenkorb.
Wen Sie diese bestellen wollten bitte dies Email anfach mit dem Zusatz - Bestellen - an den Absender zurück.
Wenn Sie den Vorgang absichtlich nicht abgeschlossen haben, wären wir über eine Nachricht über den Grund sehr verbunden."
Die meisten sind also offenbar dankbar dafür.
Die schreiben nur nicht an die Wettbewerbszentrale.
Die meisten Gründe sind wohl, -Computer hatte sich aufhängt, Verbindung war unterbrochen, wollte noch mehr bestellen und hab es auf morgen verschoben, ich hab wohl den Kaufen-Button übersehen. (Da muss man sich aber schon Mühe geben ;) ),
Ganz, ganz selten kommt mal, "die Versandkosten waren mir zu hoch", meist Schweizer.
Und Abbrecher sind in der Regel keine Bestandskunden gewesen.
Tragisch, das gesetzliche Vorschriften echten Kunden-Service unterbinden.
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