Jeder Werbeslogan, der mit „gratis“, „umsonst“ oder „kostenfrei“ anfängt, weckt erst einmal Interesse. Doch tatsächlich ist es in den seltensten Fällen so, dass ein Unternehmen etwas zu verschenken hat. Sind es nicht die hart verdienten Euros, können es zumindest die Kundendaten (das Gold des 21. Jahrhunderts) sein, auf die man es mit dem vermeintlichen Lockangebot abgesehen hat.
Erst kürzlich wurden wir über Facebook auf ein Posting aufmerksam gemacht, in dem auf ein Gratis-Selbsthilfe-Buch hingewiesen wurde, das der Anbieter völlig selbstlos abgeben und damit andere an der Weisheit teilhaben lassen wollte. Klingt nicht schlecht und erst einmal auch nicht ungewöhnlich. Aber es kam, wie es kommen musste: Nach dem Klick auf den Call-to-Action-Button (“Jetzt das Geschenk sichern”) trat dann doch die Ernüchterung ein. Zumindest für die Versandkosten sollte der Interessent zahlen, über die er nicht vorab informiert wurde. Den meisten verärgerten Kunden geht es hier tatsächlich nicht um ein paar Euro Versandkosten. Ob die sich für das Buch lohnen, sei mal dahingestellt. Vielmehr geht es dem Deutschen nun mal „ums Prinzip”. Darf man das, wurden wir gefragt.
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