Datenschutz ist wichtig, darin sind sich viele Menschen einig. Wie dieser jedoch aussehen oder umgesetzt werden soll, darüber streiten sich die Geister. Einer Umfrage zufolge sollen 84 Prozent der Deutschen etwa die DSGVO für sinnlos halten und seien nicht sicher, durch die neuen Vorgaben tatsächlich mehr Kontrolle zu erhalten. Der Datenschutz ist ein komplexes Thema in Zeiten, in denen Daten fast schon zu einer eigenen Währung geworden sind, weil diverse Gegenleistungen dadurch erhalten werden können.
Eine Gefahr, die häufig gesehen wird, ist der Verlust der Privatsphäre, zum Beispiel in und durch Social Media. Doch existiert sie dort überhaupt? Zumindest einige Nutzer, die eine Sammelklage gegen Facebook wegen des Datenskandals im Zusammenhang mit Cambridge Analytica eingereicht haben, dürften dies wohl so sehen – 2016 waren die personenbezogenen Daten von Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung an Dritte weitergegeben und ausgewertet worden. Ihr Gedanke ist aber offenbar nicht selbstverständlich: „Es gibt keine Verletzung der Privatsphäre, da es überhaupt keine Privatsphäre gibt“, soll der Facebook-Anwalt Orin Snyder in einer Anhörung gesagt haben. Dafür, wie Drittanbieter mit den Daten verfahren würden, könne der Konzern nicht verantwortlich gemacht werden. Mehr.
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