Facebook widerspricht der Kritik
Facebook selbst zeigt sich ob der drohenden Verbote durch das Bundeskartellamt eher kämpferisch: „Wie wir 2017 bereits öffentlich dargelegt haben, teilen wir die Ansichten des Kartellamts nicht und stimmen der Vermengung von Datenschutz- und Kartellrecht nicht zu“, zitiert die FAZ eine Sprecherin des Konzerns. Man werde die eigene Position „weiterhin verteidigen“.
Facebook bekommt aber auch auf anderer Ebene Probleme: Der EuGH-Generalanwalt Michael Bobek hatte kürzlich erklärt, dass Webseitenbetreiber, die den Like-Button des Netzwerks auf ihren Seiten einbinden, für den Datenschutz mithaften (wir berichteten). Gleichzeitig betonte Bobek, dass er keine Mitverantwortlichkeit des Seitenbetreibers für die komplette Verarbeitungskette von Facebook sehe. Der Europäische Gerichtshof beschäftigt sich derzeit mit dieser Frage. Ob sich der EuGH aber der Argumentation des Generalanwalts anschließen wird, bleibt abzuwarten – Das Urteil steht noch aus.
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