Zollfreiheit endet: EU wird Gebühr auf billige China-Importe einführen

Veröffentlicht: 13.11.2025
imgAktualisierung: 13.11.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 3 Min.
13.11.2025
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Apps von China-Shops auf einem Smartphone
dimarik / Depositphotos.com
Die EU wird wohl noch 2026 eine Gebühr für Billigware aus China einführen. Ziel: faire Wettbewerbsbedingungen und weniger Zollbetrug.


Online-Bestellungen aus Asien, insbesondere solche mit geringem Warenwert, sollen mit neuen Gebühren belegt werden. Die Europäische Union plant eine grundlegende Reform der Zollvorschriften, um den Wettbewerb zu stärken, Betrug einzudämmen und den Umweltschutz zu fördern. Die EU-Finanzminister haben sich bei einem Treffen in Brüssel am heutigen Donnerstag darüber verständigt. Und es soll schnell gehen. Eigentlich war das Ziel, die Gebühren 2028 einzuführen, doch laut Reuters sei die Einführung von Zollgebühren auf niedrigpreisige Pakete „so bald wie möglich im Jahr 2026“ vorgesehen.

Bisher genießen Sendungen mit einem Warenwert von unter 150 Euro Zollfreiheit, was besonders ausländischen Plattformen wie Shein und Temu zugutekommt. Diese Regelung soll jedoch durch eine Pauschalgebühr von zwei Euro pro Paket ersetzt werden. Mit dieser Maßnahme will die EU-Kommission sicherstellen, dass Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden. Häufig werden Warenwerte bewusst zu niedrig angegeben, um Zollgebühren zu umgehen – ein Problem, das die geplante Reform adressieren soll.

Wettbewerbsdruck auf hiesige Händler

Die Einführung der Gebühr könnte erhebliche Auswirkungen auf den Markt haben. Plattformen wie Shein und Temu, die besonders günstige Produkte anbieten und stark von der bestehenden Zollfreiheit profitieren, geraten zunehmend in die Kritik. Experten werfen den Anbietern vor, europäische Standards zu umgehen und so einen unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber lokalen Händlern zu erlangen. Beide Plattformen sind in Deutschland äußerst erfolgreich: Allein 2024 verschickten sie täglich rund 400.000 Pakete, 2025 erzielten sie schon vor Jahresende Milliardenumsätze.

Verbraucherschützer sehen in der geplanten Gebühr einen Schritt in die richtige Richtung, fordern jedoch weitergehende Regulierungen, so die Tagesschau. Ziel müsse es sein, die Einhaltung von EU-Standards sicherzustellen und gleichzeitig lokale Händler zu stärken, die unter dem Druck der internationalen Billigkonkurrenz leiden. Die neuen Regelungen könnten dazu beitragen, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, indem beispielsweise Steuer- und Zollschlupflöcher geschlossen werden.

Umweltaspekte im Fokus

Die Reform zielt nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte ab, sondern auch auf den Umweltschutz. Der verstärkte Import von Billigprodukten führt zu einem hohen Transportaufkommen und damit verbundenen CO₂-Emissionen. Durch die Einführung der Pauschalgebühr könnten Verbraucher dazu angeregt werden, bewusster und nachhaltiger einzukaufen.

Kritik an der Bundesregierung

Neben der Reform auf EU-Ebene steht auch die Bundesregierung in der Kritik. Handelsexperten bemängeln, dass bislang keine ausreichenden Maßnahmen gegen Plattformen wie Shein und Temu ergriffen wurden. Es fehle an klaren Strategien, um die Einhaltung europäischer Standards durch internationale Anbieter zu gewährleisten. Ein ähnliches Vorgehen gegen Anbieter wie Temu und Shein, wie etwa zuletzt in Frankreich, ist in Deutschland derzeit kein Thema.

Die geplante Zollreform wird daher nicht nur als Instrument zur Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen gesehen, sondern auch als Möglichkeit, die Regulierungsdefizite auf nationaler Ebene auszugleichen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie effektiv die Maßnahmen umgesetzt werden und welche konkreten Auswirkungen sie auf Händler und Verbraucher haben werden. Klar ist jedoch, dass die EU mit der Einführung einer Pauschalgebühr ein Zeichen setzen und sowohl ökonomische als auch ökologische Herausforderungen adressieren will.

Veröffentlicht: 13.11.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
17 Kommentare
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Frank2
21.11.2025

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Ob jetzt je Paket/Sendung 2€ anfallen oder nicht wird höchstens den Wert der einen oder anderen Bestellung in die Höhe treiben und dem Zoll höhere Einnahmen (stellt sich die Frage wo die Hängen bleiben, sprich kommen die einer Zollbehörde in einem Land zugute oder verteilen sich die Einnahmen über die ganze EU). Ein Pauschaler Zoll / MwSt. % Satz ab dem 01.01. würde bei dem einen oder anderen Artikel eher eine Wirkung zeigen solange der Käufer nicht von der Werbung angefixt wird...
cf
17.11.2025

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Ich frage mich eigentlich nur, wer an welcher Stelle in der Lieferkette die 2 Euro dann bezahlen soll. Werden die direkt beim Versender berechnet, prüft der Zoll jedes einzelne Paket und schickt dann für jedes Paket einen gedruckten Brief mit Zahlungsaufforderung an den Empfänger, oder kassiert der Zustelldienst die 2 Euro (was die sicher nicht gratis machen, da die Zustellzeiten ja auch länger werden). Oder landen dann alle Kleinstpakete bei der nächsten Zollstelle des Empfängers und man muss die 2 Euro beim Zoll bar bezahlen und sein Paket abholen? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht so ganz bis zum Ende durchdacht ist...
Lux
14.11.2025

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Eine Pauschale von 2€. Das ist doch verrückt. Ich bestelle bei Aliexpress seit schon seit 20 (anfangs bei Alibaba). Die typische Bestellung sind 10-15 €. Machmal sind es aber auch nur 3-4 € für irgend ein Bauteil. 2€ darauf steigern die Kosten enorm, denn diese kommen ja zur MwSt. und den stark gestiegen Transportkosten (die inzwischen SEHR, SEHR merklich in die Preise einkalkuliert sind) hinzu. Dieser Wahnsinn steigert nur die Attraktivität und die Preise auf Bezos's schon jetzt viel zu beliebter Handelsplattform, auf der ich früher selbst mal verkauft habe, als man dort noch Geld verdienen konnte, statt anzeigen zu schalten. - Es kann doch nicht sein, dass man, wenn man irgend etwas kleines wie ein Bauteil benötigt, immer mindestens 10€ dafür einplanen muß. Günstiger war ich als Händler zumindest selten inkl. Versandt, weil es sich sonst kaum noch rechnet, auch wenn die Ware nur 20 ct gekostet hat. Daher ist es wichtig, dass es Alternativen gibt. Und die will man jetzt anscheinend auch noch abstellen. - Was soll man hier in Deutschland noch? Ich war früher viel in China, da ich meine Ware eigener Marke dort herstellen lassen habe. Die sind so erfolgreich, weil dort alles ganz einfach ist und die Infrastruktur vorhanden ist. Wenn man etwas machen will, konzentriert man sich auf den Kern der Sache, für alles andere gibt es unkomplizierte Anbieter (Injection, Lackierung, Bauteile, Druck, Verpackung, Platinenherstellung, ...) in ein paar hundert Metern Entfernung. Sowas kann man in Deutschland gar nicht mehr anfangen. Es fehlt schon an den Anbietern vor Ort, bei denen man einfach und schnell die Möglichkeiten auschecken kann. Gibt es doch einen, hat dieser keine Zeit oder es lohnt sich schlicht nicht, weil absurde Setup- und Stückkosten zu tragen sind, die schon für ein Bauteil, über den Kosten eines ganzen Produktes aus Asien liegen. Man kann nur anfangen wenn man gleich mit 100.000 Stück startet. Aber so fängt man eben garnicht erst an. Und so geht das Abendland Stück für Stück unter. Hauptsache hier ist alles sicher und wird sozial "gerecht" umverteilt. Zumindest solange, bis es nichts mehr zu umzuverteilen gibt ...
oejendorfer
14.11.2025

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Naja, immerhin etwas. Aber 2 Euro sind zu wenig. 5 Euro wäre der bessere Zollbetrag. Kommt zu den 2 Euros eigentlich noch die Mwst ? (Frage an Redaktion) tschüss Wolfgang ein online Händler aus Hamburg
Jeanette Van Kemper
14.11.2025

Antworten

Wir Händler, wir Händler, ... was ist denn mit: Wir Verbraucher, wir Verbraucher, .... " Euro heisst, wir bestelen nur noch grössere Pakete und sch... dann was auf die 2 Euro und werfen dann das der EU in der Staatlichkeit weit in den aufgerissenen Rachen hinein, damit die dann Kapital für noch mehr unausgegorene Regulierungen haben, bis wir Verbraucher gar keine Möglichkeiten mehr haben als bei Temu und Co zu bestellen. Weiter ist zu statuieren, dass die Händler doch alles ebenso auf Aliexpress sich ansehen und dann dirt bestellen und dann hier wegen ihrer albernen und vollkommen unnötigen zwischenhandlungen mit den immensen kosten die man hier in BRD und EU hat zu beaufschlagen. Das sind doch nahezu ausnahmslos die gleichen Produkte. Wenn ihr wirklich was machen wollt, dann sagt der EU UND DEM WELTPOSTVERBAND IN DER SCHWEIZ MAL, DASS DIE DIE VERSANDPREISE AUF EIN NORMALES NIVEAU ANHEBEN. Denn das ist der wahre Grund warum, das so easy klappt. Bis dahin freue ich mich also noch die nächsten 10 Jahre auf eine riesige Auswahl bei AliExpress, Shein, Temu usw. Ihr Zwischenhändler, sucht euch nen echten Job, der einen Mehrwert für eure Mitmenschen gibt. Also ich als Verbraucher kaufe lieber zwei Artikel von dem Lohn der immer weniger wird u.a. wegen Menschen wie Euch, anstatt nur einen, weil ihr meint Euch noch dazwischen hängen zu müssen.
birgit
15.11.2025
Unglaublich was Sie hier schreiben. Sie wünschen sich also wirklich, dass der komplette Handel in Deutschland kaputt geht? Das es keine Läden mehr gibt und keine Onlinehändler aus Deutschland. Wir sind übrigens keine Zwischenhändler. Wir sind Händler. Und wir kaufen nicht bei Aliexpress oder bei einem anderen chinesischem Anbieter ein. Denn dies ist per Gesetzt verboten. Wir kaufen entweder direkt beim Hersteller ein oder bei einem Großhändler. Und ja die Waren bei Temu und den ganzen anderen chinesischen Plattformen sehen aus wie die Waren die wir verkaufen. Weil es einfach alles Raubkopien sind. Meine Branche ist dem Untergang geweiht. Es haben schon unzählige Shops geschlossen. Auch viele der Hersteller haben bereits aufgegeben. Sämtliche Artikel müssen erstmal designt werden. Dazu braucht es erstmal Menschen / Designer. Dann braucht man Computer und Software, natürlich auch Strom und ein Büro ... Wir Händler brauchen zusätzlich noch ein Lager. Eventuell mietet man noch einen Laden. Natürlich muss das Alles bezahlt werden. Wenn man Angestellte hat möchte man diese auch gut bezahlen. Mitllerweile arbeite ich nur noch alleine. Überlegen Sie mal wieviele Tausende Menschen im Handel tätig sind. Dazu gehören auch viele Bürojobs. Diese Menschen sind Ihnen völlig egal. Ich arbeite in der Kreativbranche. Bei uns in der Stadt haben in den letzten 2 Jahren unzählige Läden zugemacht. Es gibt auch keinen Kreativladen. Bei einer Einwohnerzahl von ca. 226000. Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht im Ansatz diese Einkaufspreise haben wie bei Temu und Co. In ein paar Jahren, wenn der Handel komplett kaputt sein wird in Deutschland, dann werden alle gezwungen sein in China einzukaufen und dann wenn wir davon abhängig sind werden sie die Preise erhöhen. Wenn dann aber sämtliche Hersteller aufgegeben haben mit Ihren Designern, wird es auch keine neue Ware mehr geben. Denn nur eine Raubkopie ist preiswert anzufertigen. Mittlerweile verwenden sie sogar schon die orginalen Produktbilder von meinen Herstellern. Ich werde übrigens auch nächstes Jahr aufgeben. Ich hoffe sie sind glücklich und Alle die sonst noch direkt auf diesen Plattformen einkaufen. Und ja diese 2 euro sind mal wieder ein Witz.
MiRa
16.11.2025
Ich bin so ein Zwischenhändler, jedoch für spezielle Industrieteile. Die Teile kamen schon immer zum großen Teil aus Fernost. Erst seit Aliexpress und co ist es den Verbrauchern klar, dass die Teile für Bruchteile in Fernost zu bekommen sind. Da der Großteil der Kunden nicht in der Lage ist, etwas in Fernost zu kaufen (Bestellmenge, Übersetzungsprobleme, Erfahrung guten von schlechten Teilen zu unterscheiden ect.) läuft der Handel gut. Ich zwinge ja niemanden es bei mir zu kaufen.
Markus
16.11.2025
Handelsmittler zu sein IST ein echter Mehrwert für die Gesellschaft. Der Kauf beim lokalen Händler bedeutet mehr Bequemlichkeit, mehr Service, kürzere Lieferzeit und besseren Schutz, wenn mal etwas schiefgeht. Das muss bezahlt werden. Es kann ja jeder frei entscheiden, wo er kauft. Mit der Portosubventionierung der asiatischen Anbieter indes haben Sie recht.
dirk
14.11.2025

Antworten

2 Euro pro Paket, das wirkt sicher extrem abschreckend und wird die Temu-Flut massiv eindämmen. Zweifelhaft, ob das überhaupt den zusätzlichen Verwaltungsaufwand abdeckt, kontrollieren kann die 400.000 Paket pro Tag sowieso niemand. Und daran, dass 80% dieser Produkte minderwertig, mangelhaft und teilweise sogar gefährlich sind, ändert das auch nichts.
MiRa
16.11.2025
Die Kosten für den Steuerzahler werden die 2€ Bearbeitungsgebühr/Zölle selbstverständlich überschreiten. Es ist eine indirekte Steuererhöhung, welche mehr Steuern kosten wird, wie einbringen. Verdienen werden nur Dienstleister, welche das händeln, so wie aktuell im Versand in die USA.
Koc
14.11.2025

Antworten

Bisher genießen Sendungen mit einem Warenwert von unter 150 Euro Zollfreiheit, was besonders ausländischen Plattformen wie Shein und Temu zugutekommt. Diese Regelung soll jedoch durch eine Pauschalgebühr von zwei Euro pro Paket ersetzt werden. Mit dieser Maßnahme will die EU-Kommission sicherstellen, dass Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden. Häufig werden Warenwerte bewusst zu niedrig angegeben, um Zollgebühren zu umgehen – ein Problem, das die geplante Reform adressieren soll. Das ist ein Witz! Zwei Euro... Das ist lediglich eine Gewinnbeteiligung der EU. Die trauen sich nichts gegen die Chinesen auszurichten, armselig. Eine Aufhebung der Wettbewerbsverzerrung wären 100%. Denn das ist die niedrigste Handelsmarge, welche deutsche Händler benötigen um Fixkosten, Personal und Gewinn halbwegs decken zu können. Wenn Sie "billig" verkaufen wollen, dann müssen Sie in der EU investieren mit Lagerhalle, Lagerhaltung und Personal.
Markus
16.11.2025
Falscher Ansatz: der Wettbewerbsnachteil der hiesigen Händler gegenüber solchen aus Fernost liegt nicht darin begründet, daß die die Regeln unfairerweise nicht einhalten, sondern darin, daß den hiesigen Händlern absurde Regelwerke aufgezwungen werden, die ihre Wettbewerbsfähigkeit zerstören. Wenn ein Asiate etwas günstiger herstellen kann, dann kommt der halt zum Zug - das ist gut für den Verbraucher, der mehr für sein Geld bekommt. Das nennt man Freihandel - ein Konzept, das der Welt in den letzten Jahrzehnten gigantische Wohlstandsvermehrung gebracht hat.
Marc
14.11.2025

Antworten

Na, das wird jetzt alle Probleme sofort klären "Ironie aus". Sorry, aber das ist doch keine Lösung. In China werden teure Geräte als unter Zollgrenze deklariert, um dann in DE 2 Euro vom Zoll zu kassieren. Warum soll ich bitte Verpackungsmittel bezahlen und ElektroG und dergleichen, wenn die Geräte im größen Stil mit falschen Wertangaben nach DE verkauft werden? Wenn ich was importiere, dann werden die Sachen immer ganz, ganz genau verzollt. Ich sehe hier, dass der Gesetzgeber das nicht wirklich ernst meint! Aber aktuell ist es ja wohl so, dass wenn ein Artikel die CE nicht besteht, dann ist der Händler ja schuld. Wir brauchen dringend mehr Gerechtigkeit dieser Art ... dann lasse ich das mit dem Handeln freiwillig sein. Schade, dass es keine echten lösungen gibt, statt nur Wegelagerei der zweiten Klasse.
Hardelt Claus
19.11.2025
..und nächstes Jahr im August kommt "Lucid" für alle EU-Mitgliedsländer, d.h. jeder Händler zahlt die Verpackungsverordnung für JEDES Eu-Land. Sowie schon Österreich etc. Für mich würde das heisen z.B. ca. 140.- Euro x 27 = 3780 Euro / Jahr. Im August mache die dann zu nach 28 Jahren :-(((
M.Winkel
14.11.2025

Antworten

Ja, es wird ein Zeichen gesetzt. Jedoch werden diese 2,-€ NICHT den nötigen Effekt für uns Händler bringen. Es werden nur zusätzliche Zolleinnahmen generiert... wirklich traurig
Karl Ranseier
14.11.2025

Antworten

2 € - das sind ja 4 Mark, das sind 40 Ostmark, 80 Ostmark aufm Schwarzmarkt! Wie wäre es denn mit mindestens 20 €, da kommen ja auch Pakete mit dreistelligem Warenwert, für deren Import ich als einheimischer Händler auch schnell 40 € bezahlen müsste. Und wie viel von den 2 € planen wir davon wegzuverwalten? - Ich tippe auf zwischen fünf und eher zehn. Warum liebe EU und deutsche Regierung habt ihr so eine fiese Allergie dagegen, etwas richtig zu machen? Als Soloselbstständiger verlangt ihr übrigens von mir, dass ich tonnenweise Bürokratie fehlerfrei erledige, mein Kunde verlangt das ebenso von mir, meine Lieferanten auch. Hier draußen kann man nur ganz wenige Fehler machen und die kosten direkt eigenes Geld. Warum versucht ihr nicht auch mal, etwas richtig zu machen? Sowohl was das Projekt angeht, als dann auch die Durchführung. Im Idealfall sogar in einem angemessenem Zeitrahmen, also nicht 2029, sondern noch dieses Jahr? Wir Selbstständigen machen täglich dutzende Male Dinge richtig, es geht also! Gebt euch mal einen Ruck! Diese viertel*rschige Symbolpolitik können wir dafür gerne weg lassen, die kostet nur wieder Geld, das ihr uns dann wegnehmen wollt.
Markus
16.11.2025
Etwas richtig zu machen bedeutet für die Poltik im Regelfall, gar nichts zu machen. Das richtet am wenigsten Schaden an. Sie schreiben es ja selbst: man wird überschüttet mit strangulierenden und teuren Bürokratiemonstern. Das ist die Quelle der schlechten Wettbewerbsfähigkeit europäischer und insbesondere deutscher Betriebe.