Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Wirtschaftswarntag – E-Commerce braucht Einfachheit, Neuerungen und Freiheit!

Veröffentlicht: 29.01.2025
imgAktualisierung: 29.01.2025
Geschrieben von: Tim Arlt
Lesezeit: ca. 3 Min.
29.01.2025
img 29.01.2025
ca. 3 Min.
Händlerbund-CEO Tim Arlt
Händlerbund
Die deutsche Wirtschaft liegt international im Hintertreffen. Zeit, dass sich etwas ändert. Eine Kolumne von Händlerbund-CEO Tim Arlt.


Heute ist Wirtschaftswarntag – ein Tag, an dem sich über 140 Verbände und zahlreiche Unternehmen zusammenschließen, um eine klare Botschaft zu senden: Es reicht! Deutschland muss wieder ein Land sein, in dem Wirtschaftswachstum nicht behindert, sondern ermöglicht wird.

Gerade wir im E-Commerce spüren jeden Tag, dass die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen. Wir haben mutige Unternehmer, innovative Start-ups und etablierte Händler, die bereit sind, neue Märkte zu erschließen, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Doch anstatt unternehmerischen Erfolg zu fördern, erleben wir das Gegenteil: Immer neue Vorschriften, steigende Steuer- und Abgabenlasten, komplexe Bürokratie und fehlende digitale Infrastruktur machen das Geschäft unnötig schwer.

Es ist Zeit für eine echte Wirtschaftswende – eine Wende hin zu weniger Regulierung, mehr Freiheit und einer klaren Zukunftsperspektive!

Weniger Bürokratie, mehr Unternehmergeist!

Online-Händler kämpfen sich täglich durch ein Dickicht aus Vorschriften, Dokumentationspflichten und Meldeauflagen. Der administrative Aufwand wächst immer weiter – oft ohne erkennbaren Nutzen für Verbraucher oder Wirtschaft. Wir brauchen endlich einen echten Bürokratieabbau, der Prozesse vereinfacht, anstatt neue Hürden aufzubauen. Nur so können Unternehmen sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Innovation, Wachstum und Service.

Faire Steuern für fairen Wettbewerb!

Deutschland hat im internationalen Vergleich eine der höchsten Steuerlasten für Unternehmen. Eine Senkung auf den EU-Durchschnitt ist kein Privileg, sondern eine Notwendigkeit. Denn es sind nicht die Konzerne, die darunter leiden – es sind die mittelständischen Händler, die mit schwindenden Margen und steigenden Kosten kämpfen. Wer nachhaltige Wirtschaftspolitik betreiben will, muss die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen im Blick haben.

Bezahlbare Energie für Handel und Logistik!

Energie ist der Motor des Handels –  und an zu hohen Preisen leidet die gesamte Lieferkette. Händler, Logistiker, Produzenten: Alle brauchen verlässliche und bezahlbare Energie, um effizient wirtschaften zu können. Wettbewerbsfähige Energiepreise sind kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung, um deutsche Unternehmen auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig zu halten.

Freihandel stärken – statt neue Hürden errichten!

E-Commerce ist global. Deutsche Händler verkaufen längst nicht mehr nur national, sondern erschließen Märkte in ganz Europa und weltweit. Doch während andere Länder Freihandelsabkommen ausbauen, erleben wir immer neue Handelsbarrieren, Regularien und Unsicherheiten. Wir fordern eine klare Stärkung des Freihandels, mehr internationale Handelsabkommen und weniger Hürden für grenzüberschreitenden Online-Handel.

Digitalisierung als Schlüssel zur Zukunft!

Deutschland nennt sich eine Industrienation – doch unsere Verwaltungsprozesse stammen oft noch aus dem letzten Jahrhundert. Warum brauchen Unternehmen noch immer Papierdokumente, handschriftliche Unterschriften oder lange Wartezeiten auf Genehmigungen?

Ein moderner Staat braucht eine digitale Verwaltung, schnelle Prozesse und eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Lösungen liegen auf dem Tisch:

  • Einheitliche digitale Melde- und Verwaltungssysteme
  • Bessere Vernetzung zwischen Behörden und Unternehmen
  • Weniger analoge Prozesse – mehr automatisierte Lösungen

Es ist höchste Zeit, dass die Politik die Zeichen der Zeit erkennt. Andere Länder machen es längst vor. Deutschland darf nicht weiter hinterherhinken!

Unsere Botschaft ist klar: Deutschland muss vom Bremser zum Möglichmacher werden!

Wir im Online-Handel haben gezeigt, dass wir krisenfest, anpassungsfähig und innovativ sind. Doch wir brauchen eine Regierung, die mit uns statt gegen uns arbeitet.
Jeder Tag, an dem nichts passiert, kostet Wachstum, Arbeitsplätze und Fortschritt. Es geht nicht um Ideologie – es geht um die Zukunft unserer Wirtschaft!

Der Online-Handel ist bereit für die Zukunft. Jetzt muss die Politik nachziehen.

Machen wir gemeinsam Druck! Teilen, diskutieren, sichtbar machen – damit sich etwas bewegt. Und vor allem: Geht nächsten Monat wählen! Wie die Pläne der Parteien für die Wirtschaft aussehen, könnt ihr in unserer Zusammenfassung nachlesen. 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf LinkedIn.

Veröffentlicht: 29.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 29.01.2025
Lesezeit: ca. 3 Min.
Artikel weiterempfehlen
Tim Arlt

Tim Arlt

Händlerbund-CEO

KOMMENTARE
5 Kommentare
Kommentar schreiben

ralf
30.01.2025

Antworten

Höchste Priorität wäre die Reduzierung von Bürokratie. Wobei ich mich frage, angesichts der neuen bevorstehen EU Regelungen, ob es möglich wäre, schneller Bürokratie abzubauen, als neue dazu kommen. Und in Anbetracht was bis her an Bürokratie abgebaut worden ist, habe ich da Zweifel. Immerhein muss man beim einem Hotelbesuch einen Zettel weniger ausfüllen, was ja für den E-Commerce Handel sehr wichtig ist. Nun kann man 2 Minuten früher ins Hotelzimmer nach dem Einchecken gehen, falls man mal auf Messe ist oder so, wo man übernachten muss. Und für bestimmte Dokumente brauch man nicht unbedingt einen Kugelschreiber. An zweiter Stelle wäre Senkung der Steuern, wobei die EU aber gerade da besonders mit einer Extra Steuer für den E-Commerce liebäugelt. Anhand der Steuer übrigens erkennt man wie Reich ein Land ist. Das sieht besonders am Mehrwertsteuer Satz. Schweiz 8,1 %, USA 6,5%, Dubai 9% etc. Davon können wir nur träumen. So reich ist die EU also gar nicht bzw. ist diese nur wegen den hohen Steuer so reich und nicht durch organisches Wachstum wie andere Länder. So kann sich die EU zwar mehr Behörden und Beamten und neue Regularien leisten, entzieht aber der Wirtschaft die Mittel für Investitionen und Wachstum, der Grund warum es in Europa keine Silicon Valley gibt oder Konzerne, wie Meta, Microsoft, Amazon oder Apple. Und diese wären, wenn sie in Europa entstanden wären, heute in Vergessenheit geraten. Die Reform die die EU und auch speziell Deutschland benötigt wäre viel größer, als wir es nur im Ansatz erahnen können. Ich denke, dass dieser Karren nicht mehr aus dem Dreck zu ziehen ist. Nicht Angesichts der enormen Staatsausgaben, die eine Steuersenkung unmöglich machen. Niedrige Energiekosten wären auch schön. Aber an fehlender Digitalisierung, auch wenn diese latent sein mag, sehe ich nicht als wirkliches Problem an, auch wenn dieses oft angeführt wird. Ob ich ein Formular klassisch oder digitalisiert ausfülle und übermittele ist nicht so der Garant für Wachstum, sondern eher, dass ich überhaupt eins ausfüllen muss.
cf
31.01.2025
Na ja, Kostenoptimierung in der freien Wirtschaft = jeden zweiten entlassen und die verbliebenen dürfen die Arbeit übernehmen. Wenn es ihnen zu viel ist, dann müssen sie hat Teams gründen um die Prozesse zu optimieren.
Ines
30.01.2025

Antworten

Dem Beitrag kann ich nur zustimmen! Jedes Jahr kommen neue Gesetze und Verordnungen, die Gelder verschlingen und den Mittelstand seit Jahren abbauen. Ich bin seit 18 Jahren selbstständig, aber Spaß macht es schon lange nicht mehr. Die meiste Zeit geht nicht für Kundenberatung weg, sondern für Bürokratie, die niemand braucht. Wir sammeln Kartons und Verpackungsmaterial aus unserer gesamten Nachbarschaft, das heißt, 95% unserer Versand-Kartonagen werden wiederverwertet und trotzdem müssen wir dafür zahlen. Für mich ist das einfach nur krank, was die Politik in diesem Land und in der EU treibt! Das alles wird von Menschen gemacht, die keinerlei Ahnung haben, wie es Kleinbetrieben geht. Ständig muss man Angst haben, abgemahnt zu werden, wenn irgendwelche Neuerungen kommen, ich bin es so leid und habe wie viele andere keine Lust mehr ständig gegängelt zu werden. Ich bin gespannt, was uns die Wahlen bringen, Hoffnung auf Besserung habe ich schon lange nicht mehr.
K.I
30.01.2025

Antworten

Meinung: Danke!!! Alles trifft den Nagel auf den Kopf! Leider hat die Vergangenheit gezeigt das sich nichts in positive ändert bzw. schlechte Voraussetzungen zurück genommen werden. Wir werden immer mehr von der EU reguliert - das ist ein weiteres Problem! Stimmrecht für 27 Länder die nicht mit einer Stimme sprechen und jeder sein eigenes Süppchen mit den Lobbyisten kocht ( Siehe Müllgebühren, selbst im Ukraine Krieg ect..). In Deutschland sind die zur Wahl stehenden Politiker rechtsextrem oder meisten überaltert. Wie soll so eine moderne Politik entstehen?
cf
30.01.2025

Antworten

Ohne eine politische Diskussion aufmachen zu wollen: Wen soll man denn bitte noch wählen? Vielleicht wäre eine bessere Aufforderung im Beitrag: Steht auf, gründet eine Partei und macht es besser, denn ihr seit die Praktiker und wisst wie es richtig gehen würde, auch unter Berücksichtigung von Menschenrechten und Nachhaltigkeit...