Schon wieder eine neue Verpackungsverordnung: Was sich für Händler ändert

Veröffentlicht: 24.01.2025
imgAktualisierung: 19.12.2025
Geschrieben von: Yvonne Bachmann
Lesezeit: ca. 5 Min.
24.01.2025
img 19.12.2025
ca. 5 Min.
Ein junger Mann liegt in seinem Versandlager unter einem großen Berg Verpackungsabfällen begraben, und ist von der neuen PPWR frustriert
Erstellt mit DALL-E
Eine neue Verpackungsverordnung (PPWR) bringt spürbare Veränderungen für den Online-Handel. Auch Händler müssen sich darauf einstellen.

Was ist die EU-Verpackungsverordnung (PPWR)?

Die neue Verpackungsverordnung der EU verfolgt folgendes Ziel: Die Menge an Verpackungsmüll soll reduziert und der Anteil an recycelbaren und wiederverwendbaren Verpackungen massiv erhöht werden. Im Einzelnen:

  • Reduktion von Verpackungsabfällen.
  • Einführung strengerer Recyclingquoten und -standards; das Verpackungsdesign soll dafür sorgen, dass bis 2030 jede Verpackung recycelbar ist.
  • Förderung von wiederverwendbaren Verpackungslösungen, insbesondere im Versand.
  • Harmonisierung der Anforderungen für alle EU-Länder.
  • Strengere Überwachung der Einhaltung beim Auslandsversand.
  • Erweiterte Herstellerverantwortung für die gesamte Lebensdauer der Verpackungen – einschließlich Rücknahme und Recycling.
  • Verpackungen müssen zukünftig klar gekennzeichnet sein, um die Recyclingfähigkeit und eine korrekte Entsorgung zu gewährleisten.

„All dies ist kein ,nice to have’: Die Nichteinhaltung der neuen Vorschriften kann zu erheblichen Strafen führen“, kommentiert die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) und kritisiert gleichzeitig die Schieflage im Wettbewerb mit Ware aus Fernost, die immer noch flächendeckend durchs Raster fällt.

Die Verordnung ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und gilt direkt in allen EU-Mitgliedstaaten. Sie wurde am 16. Dezember 2024 vom Europäische Rat angenommen und gerade im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Am 20. Tag nach der Veröffentlichung tritt sie in Kraft und gilt 18 Monate später, also ab dem 12. August 2026.

Welche Auswirkungen hat die PPWR auf den Online-Handel?

Die PPWR wirkt sich auf alle Beteiligten aus, die Verpackungen herstellen und vertreiben, also insbesondere auf den Online-Handel, da Versandverpackungen einen großen Teil des Geschäftsmodells ausmachen. Künftig müssen sie ihre Verpackungspraktiken grundlegend anpassen.

  1. Verpackungen dürfen nicht mehr überdimensioniert oder unnötig groß sein. Dies kann bedeuten, dass Verpackungen neu konzipiert werden müssen.
    Beispiel: Übermäßig große Kartons für kleine Produkte werden unzulässig.
  2. Versandverpackungen müssen zu einem hohen Prozentsatz recycelbar sein (z. B. Papier, Karton). Plastikverpackungen müssen bestimmte Recyclingstandards erfüllen. Dies bedeutet, dass verwendete Materialien ggf. ausgetauscht werden müssen.
  3. Händler könnten verpflichtet werden, wiederverwendbare Verpackungen anzubieten – vor allem bei häufigem Versand an denselben Kunden.
    Beispiel: Mehrwegboxen für den Versand von Kochbox-Abos.
  4. Händler müssen noch dezidierter dokumentieren, welche Verpackungsmaterialien sie nutzen, und ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft nachweisen.
  5. Da die PPWR in allen EU-Staaten gleichermaßen gültig ist, löst sie die unzähligen verschiedenen Gesetze der Nationen ab und beendet die Rechtszersplitterung. Das hilft Online-Händlern, die bislang beim internationalen Versand eine lästige und teure Verpackungslizenzierung in den jeweiligen Zielländern vornehmen mussten. Wegfallen sollen die Registrierungspflichten in den jeweiligen nationalen Verpackungsregistern wie hierzulande dem LUCID aber nicht.

Erleichterungen bei der Lizenzierung und Registrierung

Für Verpackungen, die im Inland bezogen und für den Warenversand ausschließlich im Inland eingesetzt werden, sieht die Verordnung anders als bisher demnach dem Wortlaut nach keine Registrierungs- und Lizenzierungspflicht für Online-Händler mehr vor.

Achtung: Auslandsversand wird komplexer

Für den Auslandsversand hat die neue PPWR jedoch neue Hürden aufgestellt. Für Verpackungen, die im Ausland bezogen werden und im Inland oder einem anderen Mitgliedsland als dem
Bezugsland für den Warenversand an Endabnehmer abgegeben werden oder im Inland bezogen und in ein anderes Mitgliedsland für den Warenversand abgegeben
werden ist weiterhin der Online-Händler als Vertreiber gleichzeitig auch registrierungs- und lizenzierungspflichtiger Hersteller. 

Online-Händler müssen ab dem 12.08.2026 für alle ausländischen Mitgliedsländer, in die sie Verpackungen an Endabnehmer abgeben, pro Mitgliedsland einen Bevollmächtigten mittels schriftlicher Vollmacht benennen. Dieser Bevollmächtigte hat die Aufgabe, die Registrierung und Lizenzierung im Ausland zu übernehmen, sodass Händler sich nicht mehr mit der jeweiligen nationalen Gesetzgebung befassen müssen.

Nur in Länder, für die ein Bevollmächtigter benannt wurde, darf der Versand erfolgen. Auch Plattformen wie z.B. Amazon und eBay werden die Angabe eines Registrierungsnachweises verlangen, da sie dazu gemäß Art. 45 Abs. 4 der Verpackungsverordnung verpflichtet sind. 

Kontrollpflichten vor Verwendung von Verpackungen

Auch wenn Online-Händler keine eigenen Verpackungen herstellen, treffen sie Kontrollpflichten. Vor der Nutzung müssen sie prüfen, ob

  • der registrierungs- und lizenzierungspflichtige Hersteller ordnungsgemäß registriert ist und
  • die Verpackung korrekt zur Identität und Materialzusammensetzung gekennzeichnet ist.

Bestehen Zweifel an der Einhaltung dieser Vorgaben, dürfen die Verpackungen nicht verwendet werden.

Besonderheiten für Kleinstunternehmen

Die Verpackungsverordnung sieht eine spezielle Regelung für sogenannte Kleinstunternehmen vor. Als Kleinstunternehmen gelten Unternehmen, die

  • weniger als zehn Personen beschäftigen und
  • einen Jahresumsatz von unter 2 Millionen Euro erzielen.

Lassen Kleinstunternehmen Verpackungen oder originär verpackte Produkte unter ihrem eigenen Namen oder ihrer eigenen Marke herstellen, gelten sie grundsätzlich nicht selbst als Erzeuger. In diesem Fall ist vielmehr die natürliche oder juristische Person Erzeuger, die dem Kleinstunternehmen die Verpackung liefert – vorausgesetzt, beide Unternehmen sind im selben EU-Mitgliedsstaat ansässig.

Befindet sich der Verpackungslieferant jedoch in einem anderen Mitgliedsstaat, gilt das Kleinstunternehmen unabhängig von seiner Größe selbst als Erzeuger im Sinne der Verpackungsverordnung und unterliegt damit den entsprechenden Pflichten.

Praxistipps: So können Händler sich vorbereiten

Die neue Verpackungsverordnung der EU ist – wieder einmal – ein komplexes Regelwerk, dessen Anforderungen nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können. Besonders die Umstellung auf nachhaltige Verpackungslösungen und die Einhaltung von neuen Registrierungspflichten im Ausland erfordern Zeit, Planung und in vielen Fällen erhebliche Investitionen.

Händler sollen und müssen daher im Laufe des Jahres ihre Verpackungen analysieren und anhand ihres Sortiments optimieren, um Material zu sparen und zudem auf recycelbare oder wiederverwendbare Lösungen umzusteigen. Hierbei sind vermutlich Investitionen nötig, um die PPWR-Compliance zu erfüllen. Die Zusammenarbeit mit spezialisierten Lieferanten und Logistikdienstleistern kann dabei helfen, nachhaltige Alternativen zu finden und rechtzeitig umzusetzen. Hier werden sich die Verantwortlichen nun nach und nach aufstellen müssen.

Fazit

Die neue PPWR der EU mag ihre guten Seiten haben – Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind zweifellos wichtige Ziele. Doch für viele Händler fühlt es sich vermutlich an wie eine GPSR 2.0 und somit wie ein weiterer bürokratischer Kraftakt, der erneut mehr Arbeit und Kosten bringt, ohne dass immer klar ist, wie groß der tatsächliche Nutzen sein wird. Es bleibt allen Verantwortlichen jedoch keine Wahl. Die Regelungen kommen, und wer im Online-Handel tätig ist, muss sich nun Schritt für Schritt damit auseinandersetzen. Wir berichten und analysieren die PPWR daher künftig auf unserem Portal.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde nachträglich erweitert und in einigen Punkten präzisiert, um die Rechtslage bestmöglich widerzuspiegeln.

Veröffentlicht: 24.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Yvonne Bachmann

Yvonne Bachmann

Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.

KOMMENTARE
62 Kommentare
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Andreas
05.01.2026

Antworten

Wir sind Kleinstunternehmer, bekommen Folie, die wir mit einer eigenen Maschine mit Luft befüllen und verschweißen, somit also Luftpolsterkissen erzeugen. Bin ich dann auch ein Erzeuger ? Müssen wir jetzt ein Blatt in jeder Sendung für das Luftpolster beilegen, zur Kennzeichnung der Identität und Materialzusammensetzung ? Diese Kennzeichung lässt sich schwer auf dem Material anbringen
Andreas
05.01.2026

Antworten

Wir versenden Produkte aus Glas, (zb Glasscheiben). Habe die in Deutschland zuständige Eu Beauftrage angefragt, wie wir unsere Produkte schützen sollen, bei einer Begrenzung von 50 % Leerraum- Keine Antwort erhalten. Tritt zum Glück erst 2030 in Kraft. Ist für uns aber ein Berufsverbot. Dachte Immer Handel hätte was mit Ein und Verkauf zu tun, statt Berichte zu verwalten. Vielleicht sollte man als Ordnungshütter anfangen und Strafzettel schreiben und verdient dann mal auch wieder was.
Hartmut Gutfleisch
05.01.2026

Antworten

Die Verordnung wurde aufgrund mangelnder Sachkenntnis der EU-Bürokraten von Lobbyverbänden (Amazon, Verpackungshersteller, Handelskammern und anderer Konsorten) die daran verdienen, geschrieben und von den Bürokraten 1:1 übernommen. Die "Bagatellgrenzen" 10 Mitarbeiter und 2 Mio Umsatz sind lachhaft, weil diese Größenordnung Betrieb i.d.R. eine eigene Interessenvertretung hat die evt. finanziell in der Lage ist evtl. erfolgreich dagegen zu klagen. So bekommt man wenigstens die ganz Kleinen weg vom Fenster mit Blick auf ein selbst generiertes Einkommen. Wenn das so weiter geht werde ich noch zum Anarchisten. PS: Poste den Beitrag für einen Freund!
dirk
06.05.2025

Antworten

Wie gesagt, in alle EU-Länder kleine Pappkartons zu verschicken kostet 12000 Euro, das ist nicht geisteskrank, das ist ein Verbrechen. In die EU etwa 5000-6000 Euro Ware im Jahr verschickt - und nun soll es 12000 Euro kosten? Also Bürgergeld, sein Zeug privat verkaufen und gut ist. Danke EU für diese Sauerei!!!! Mir reichts
dirk
07.04.2025

Antworten

Jetzt direkt meine Frage: PPWR, gibt es Bagatellgrenzen für Kleinunternehmer? So wie es die immer gab? Oder werden hunderttausende Kleinunternehmer vom EU-Binnenmarkt beseitigt? Was die EU für mich ist kann man sich denken, aber Kleinunternehmer sind stocksauer!!!
Redaktion
09.04.2025
Hallo Dirk, vielen Dank für Ihre berechtigte und sehr wichtige Frage. Tatsächlich sieht der aktuelle Entwurf der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) keine klassischen Bagatellgrenzen mehr vor. Zwar sind gewisse Vereinfachungen für kleinere Unternehmen geplant – etwa bei der Dokumentationspflicht –, grundsätzlich gelten die neuen Anforderungen aber für alle Unternehmen, unabhängig von der Größe. Die Sorge vieler kleiner Händler und Produzenten ist also absolut nachvollziehbar – auch wir beobachten die Entwicklung genau und berichten weiter darüber. Sobald es endgültige Beschlüsse oder konkrete Hilfestellungen gibt, werden wir darüber informieren. Mit freundlichen Grüßen, die Redaktion.
dirk
26.02.2025

Antworten

Habe vorhin nochmal mit einem Entsorger gesprochen. In alle EU-Länder inkl. Bevollmächtigten würde mich es 12000 EURO!!!!!!!!! kosten um für 4000 Euro kleine Pappkartons zu verschicken, etwa 4000 in die EU meine ich. 12000 Euro, was soll man sagen. Für Kleinunternehmer nicht zu bewerkstelligen. Das ist eine Wettbewerbsverzerrung, weil damit Kleinunternehmer dank jetzt fehlender Bagatellgrenzen vom EU-''Binnen''markt ausgeschlossen werden. Da wird schon geklagt, keine Sorge, dieser Schwachsinn wird wieder vom Kopf auf die Beine gestellt. Dass die EU mal soweit geht und hunderttausende Kleinunternehmer vom Handel ausschliesst hätte ich nie gedacht. Es muss was geben zB. EINE Stelle wo man lizensiert - aber nicht so. Traurig, EU-Binnenhandel, was eine Farce!!!!!!!!
rene reckschwardt
26.02.2025

Antworten

da kann man nur hoffen durchs Raster zu fallen. Wenn ich mich in jedem EU Land registrieren muß nur um vielleicht 1-2 Bestellungen aus dem Land zu haben im Jahr und die ganzen Berichtspflicht-arbeitsbeschaffung dann wird das ganze nicht mehr Wirtschaftlich und ich lege mich lieber auf die faule Haut.
dirk
26.02.2025

Antworten

Ich habe keine Ahnung wie man diese Sauerei noch schönreden kann. ich verschicke Pappkartons in die EU, bin Kleinunternehmer und handel nur mit gebrauchten Sachen. Jetzt soll man in jedes Land 400 Euro ausgeben??? Damit man in diese Länder für 400 Euro verkauft?? Was ein Schwachsinn, gibt es noch Bagatellgrenzen oder sowas???
I.Rauer-Bopp
25.02.2025

Antworten

Hallo, habe ich es richtig verstanden, dass ich mich nicht mehr z.B. in Frankreich extra registrieren muss, wenn ich dorthin verkaufe, sobald ich bei einem deutschen Entsorgungsportal und Lucid registriert bin? Das würde ja eine Menge Kosten sparen.
Susanne
04.02.2025

Antworten

Worin genau unterscheidet sich die neue Version in diesem Punkt: "Händler müssen noch dezidierter dokumentieren, welche Verpackungsmaterialien sie nutzen, und ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft nachweisen." Ich glaube den Rest haben wir alle ohnehin schon umgesetzt bzw. die Hersteller.
Redaktion
05.02.2025
Hallo Susanne, laut unserem Stand werden die Berichts- und Dokumentationspflichten, die bereits jetzt gelten, noch einmal verschärft. Es wird also noch mehr Bürokratie geben :( Viele Grüße Die Redaktion
Mik
03.02.2025

Antworten

Ich kann dias ganze EU-Bashing nicht mehr hören, was hier in den Kommentaren gepostet wird! Die Zeiten des Wild-West Online-Handels sind vorbei. Und das ist gut so - der Markt gehört reguliert! Dass der Handel für seinen Verpackungsmüll aufkommen muss, ist genauso richtig, wie Herstellerangaben dem Kunden nicht vorzuenthalten. Wer sich sträubt sich den Gegebenheiten anzupassen, wird es schwer haben und wessen Geschäftsmodell das bisschen Compliance nicht stemmen kann, sollte sein Konzept vielleicht noch mal überdenken. Einfach nur Ware günstig kaufen und teurer verkaufen könnte ja sonst jeder. Da findet gerade eine Art Marktbereinigung statt. Letztendlich ist doch alles nur so kompliziert, weil jedes Land aus den EU-Verordnungen sein eigenes Gesetz zimmert. Wir brauchen nicht weniger EU, sondern weniger Kleinstaaterei!
A.Kühnemann
01.02.2025

Antworten

Hier ist die überarbeitete Version mit einem schärferen Ton: --- ### **Die neue EU-Verpackungsverordnung – Ein weiterer Schlag gegen den Mittelstand** Mit der neuen Verpackungsverordnung demonstriert die Europäische Union einmal mehr ihre Entfremdung von wirtschaftlicher Realität und gesundem Menschenverstand. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes wird eine regulatorische Keule geschwungen, die vor allem kleine und mittelständische Händler trifft – während globale Konzerne wie Amazon sich lachend die Hände reiben. Die Anforderungen sind derart überzogen, dass sie für viele kleine Anbieter schlichtweg untragbar werden. Bürokratische Hürden, exorbitante Kosten für neue Verpackungsvorschriften und drakonische Strafen für geringste Verstöße führen dazu, dass viele Betriebe das Handtuch werfen müssen. Wer keinen eigenen Compliance-Apparat finanzieren kann, wird vom Markt gedrängt – ein Ziel, das Brüssel wohl stillschweigend einkalkuliert hat. Der eigentliche Hohn liegt jedoch in der völlig illusorischen Annahme, mit diesen Maßnahmen das weltweite Müllproblem lösen zu können. Während außerhalb Europas die Umweltverschmutzung in unvorstellbaren Dimensionen fortschreitet, beschränkt sich die EU darauf, ihre eigenen Bürger mit immer absurderen Auflagen zu gängeln. Eine Tropfen-auf-den-heißen-Stein-Politik, die – ähnlich wie die CO₂-Schikanen – nichts anderes bewirkt, als die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas weiter zu untergraben. Es zeigt sich immer deutlicher: Die EU ist zu einem Bürokratiemonster verkommen, das sich längst nicht mehr dem Wohl der Bürger, sondern nur noch der eigenen Macht- und Regulierungswut verschrieben hat. mutmaßlich Korrupte Karrieristen, die vermutlich nie einen ehrlichen Arbeitstag außerhalb ihrer subventionierten Parallelwelt erlebt haben, ziehen die Schlinge um den Mittelstand immer enger zu. Doch ihr System trägt den Keim des eigenen Scheiterns bereits in sich. Die Tage dieser EU sind gezählt. Ein politisches Konstrukt, das sich so offensichtlich gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung richtet, kann auf lange Sicht nicht bestehen. Wer noch glaubt, dieser Moloch sei reformierbar, verkennt die Realität. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wann dieses System implodiert. Und der Tag, an dem die Bürger dieses perfide Spiel nicht mehr mitspielen, rückt unaufhaltsam näher.
Jenny
01.02.2025

Antworten

Hallo an die Redaktion, ich verwende schon seit der Eröffnung meines Online Shops gebrauchte Schuhkartons eines Schuhhauses und neue Papp Briefumschläge für die kleineren Artikel. Zum Schutz der Ware verwende ich eine Tüte, die vom Lieferanten dabei ist. Muss ich da mit in Kraft treten der Verordnung was ändern, oder ist das Nachhaltig genug?
Redaktion
04.02.2025
Liebe Jenny, vielen Dank für deine Rückfrage. Wir nehmen deine Frage mit auf und beantworten sie gebündelt in einem FAQ, welches wir mit interessanten Fragen füllen. Viele Grüße Die Redaktion
dirk
26.02.2025
Besser kann man das nicht formulieren, es ist wirklich eine Unfassbarkeit, aber bald ist mit der EU-Willkür schluss
Jörg
01.02.2025

Antworten

Wenn ich diesen neuen Hemmstein von der EU lese, fällt es mir immer leichter meinen Onlinehandel an den Nagel zu hängen und schliesse mich damit den Firmen an, die es schon vor mir getan haben. Ich habe einfach keine Lust mehr auf diese praxisfernen Bürokraten.
Sergius
30.01.2025

Antworten

Überlegen wir: 1. wer profitiert? Amazon Eine großartige Gelegenheit, endlich die lästigen Kleinhändler zu zerschlagen. FBA auf neu Niveau katapultieren lassen... 2. Die Kleinhändler werden von IHK.... verteidigt. Nein, warum? Die IHKs sind diejenigen, die von allen bezahlt werden. 3) Die EU war als Freihandelszone gedacht. Was daraus geworden ist, ist das, was daraus geworden ist. Licht aus, Nicht-EU-Länder unsere Hafen.
Janny
29.01.2025

Antworten

Es ist grausig. Ich kann mich den vorangegangenen Meinungen nur anschließen. Von Bürokratieabbau kann man wirklich nicht reden. Ganz im Gegenteil. Es wird alles irgendwie verschlimmbessert. Und das auf Kosten der kleinen Verkäufer. Und ich als Künstlerin, bin noch nicht einmal eine klassische Händlerin. Ich versende pro Jahr lediglich ein paar wenige meiner Kunstwerke, und habe dafür immer schon gebrauchte Kartons und Pappen wiederverwendet. Trotzdem muss ich alles lizenzieren, als wäre es neues Verpackungsmaterial und als wäre ich eine große Händlerin. Und diese ständigen Neuregelungen lassen mich kaum noch meine eigentliche Arbeit machen. Die ständigen Änderungen, mit denen ich mich von Anfang bis Ende befassen muss, nehmen mittlerweile zu viel Zeit in Anspruch.
JK
30.01.2025
Mit der neuen Verpackungsverordnung (PPWR) zeigt die EU erneut, dass sie sich nicht als Vertreter der Menschen und Unternehmen Europas versteht, sondern als realitätsferne Bürokratiemaschine, die mit neuen Vorschriften den Mittelstand stranguliert. Die Ziele von weniger Verpackungsmüll und mehr Recycling klingen gut, doch in der Praxis entstehen vor allem Hürden, Kosten und Wettbewerbsverzerrung. Betroffen sind nicht die Konzerne mit teuren Lobbyisten, sondern kleine und mittelständische Betriebe, die das wirtschaftliche Rückgrat Europas bilden. Wer Waren in drei EU-Länder versendet, muss sich mit einem Dschungel aus Kennzeichnungspflichten, Recyclingvorgaben und "erweiterter Herstellerverantwortung" herumschlagen – während Importware aus Fernost kaum reguliert wird. Ist das noch fairer Wettbewerb? Statt sich auf funktionierende Freihandelsstrukturen und Wettbewerbsfähigkeit zu konzentrieren, produziert Brüssel Vorschriften, die Unternehmer in den Wahnsinn treiben. Dabei gibt es eine bewährte Alternative: Die Europäische Wirtschaftszone (EWR) setzte auf Freihandel, dezentrale Entscheidungsfindung und Kooperation. Sie ermöglichte offene Märkte ohne starre politische Kontrolle und endlose Bürokratie. Doch die EU treibt Zentralisierung weiter voran, statt den Ländern den nötigen Handlungsspielraum zu lassen. Europa braucht keinen aufgeblähten Verwaltungsapparat, sondern einen freien Binnenmarkt ohne Grenzkontrollen und mit flexibler Entscheidungsfindung. Andernfalls wird Europa wirtschaftlich weiter zurückfallen, Unternehmen werden aufgeben oder ihre Produktion verlagern. Amerika handelt pragmatisch, während Europa von Ideologien gesteuert wird. Ohne aktiven Widerstand wird sich nichts ändern. Die Wahl liegt bei uns: Mehr EU-Bürokratie oder ein freies, wirtschaftlich starkes Europa.
Maren Karpowitz
02.02.2025
Liebe Janny, dann läuft bei dir echt was falsch. Ich bin bei Landbell und komme trotz eigener Produktion mit Versand und Verkauf auf Märkten und allem anderen was ich als Einzelperson in einer Manufaktur zu tun habe mit wenigen Stunden aus. Deine Kosten sind unter 50 Euro im Jahr. Schau dir mal an in welchen Verpackungen ganz kleine Dinge in riesigen Verpackungen mit Polster usw. versendet werde. Da wird mir schlecht. Das wird dadurch behoben und spart viele Rohstoffe. Endlich Lieben Gruß M aren
Peter Held
29.01.2025

Antworten

Nach und nach erreichen die EU-Kommissionäre ihr Ziel. Dies ist doch offensichtlich die kleinen Onlinehändler so lange zu schikanieren bis diese aufgeben. Die Online-Riesen freuen sich über mehr Umsatz und die Kommissionäre freuen sich über mehr Zuwendungen damit Amazon, Ebay, Zalando und Konsorten weiterhin keine oder wenig Steuern zahlen müssen....
Oliver
29.01.2025

Antworten

Die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut gemeinte Umweltpolitik in bürokratische Schikane ausarten kann. Zweifellos sind die Ziele der Verordnung – weniger Müll, mehr Recycling, einheitliche Standards – lobenswert. Doch die Umsetzung offenbart erneut ein Grundproblem der EU-Regulierungswut: Sie erstickt kleine und mittlere Unternehmen unter Dokumentationspflichten, Strafandrohungen und Investitionszwängen. Nachhaltigkeit ja – aber zu welchem Preis? Kern der Kritik ist nicht das „Ob“, sondern das „Wie“. Dass Verpackungen schlanker und recyclingfähig sein sollen, ist sinnvoll. Doch die PPWR verlangt von Händlern nicht nur technische Anpassungen, sondern auch einen massiven administrativen Aufwand: Materialdokumentation, Nachweis der Kreislaufwirtschaft, länderspezifische Registrierungspflichten (trotz angeblich harmonisierter Regeln). Für Start-ups oder Nischenhändler bedeutet dies existenzielle Hürden. Sie müssen Budgets für Compliance-Berater statt für Innovationen ausgeben, während Großkonzerne die Kosten auf Verbraucher abwälzen können.
Alexandre
29.01.2025

Antworten

Ist auch meine Meinung. Es wird Zeit, die EU selbst zu recyceln – denn was dort produziert wird, ist nichts als geistiger Sondermüll! Anstatt den Markt zu stärken, legt sie kleinen Onlinehändlern mit immer absurderen Regulierungen Steine in den Weg. Bürokratie frisst Geld und Ressourcen, und wer profitiert? Die Bürokraten selbst – fette Sesselfurzer, die sich von unseren Abgaben mästen, während echte Unternehmer ums Überleben kämpfen! Ich betreibe seit über 16 Jahren einen Online-Shop und habe in all dieser Zeit keinen einzigen Karton gekauft. Meine Kunden und mein Umfeld sammeln Verpackungen, die ich wiederverwende. Ich nutze nur Kartons von Lieferanten, für die bereits Entsorgungsgebühren gezahlt wurden. Kleine Händler sind effizient, weil sie es sein müssen! Wir schneiden unsere Kartons zurecht, nutzen jedes Stück optimal, sparen Platz und Kosten. Und was macht die EU? Sie erlässt neue Vorschriften, die genau diese nachhaltigen Praktiken unmöglich machen! Während kleine Händler mit Vorschriften zugeschüttet werden, dürfen Konzerne weiterhin ihre überdimensionierten Verpackungen und unnötigen Plastikberge in die Welt blasen. Und wo bleibt der Aufschrei gegen Plattformen wie Temu, die Schrott verkaufen und sich um nichts scheren? Natürlich – Fehlanzeige! Wenn wirklich etwas besser werden soll, dann fangen wir doch mal bei der EU selbst an! Mindestens 50 % dieser Regelungsfanatiker müssen weg – dann wären die restlichen endlich mal ausgelastet, anstatt ständig neue Schikanen für kleine Unternehmer zu ersinnen. Hört endlich auf mit diesem Wahnsinn! Die wahren Probleme liegen woanders – fangt endlich an, sie zu lösen, statt uns zu zerstören! Ich hoffe, die Kommentare, werden auch an die EU gesendet, ich bitte drum.
Kenny
29.01.2025

Antworten

Mittlerweile erscheint es mir günstiger, wenn man auf diese lächerlichen Verordnungen pfeifft und die Absahnkosten mit einkalkuliert. Dieser bürokratische Aufwand, den die EU den Onlinehändlern immer neu ins Genick packt, ist nicht nur Überregulierung, er entspringt doch geistiger Diarrhoe. Omnibus-Richtlinie, GPSR, Altgerätegesetz, Meldepflichten, neue Verpackungsverordnung... Alles für die innerdeutsche Absahnwirtschaft. Ich machs in Zukunft nicht mehr mit. Der Zeitaufwand, die Anwaltskosten und Gebühren, mir reichts... Unterm Strich komme ich immer noch mit mehr Umsatz raus, wenn mein Fokus auf Verkaufen liegt - und nicht auf rechtlich wasserdichten Angeboten.
Ruth
29.01.2025

Antworten

Europa war mal eine wunderbare Idee. Aber was ist daraus geworden? Und uns bleibt nichts anderes übrig als all den Quatsch auszuführen, der angeblich im Namen der Nachhaltigkeit als Verordnung oder Gesetz zur Pflicht und vorsichtshalber auch schon mal mit deutlichen Strafen bei Zuwiderhandlungen bewehrt wird. Mich wurmt bei der neuesten Idee der EU-Bürokraten ein krasser Widerspruch: einerseits die Verpflichtung und Notwendigkeit die Wälder vor Abholzung zu schützen (s. Lieferkettengesetz), andererseits die Pflicht auf Papierprodukte ausweichen zu müssen. Auf die begrenzte Möglichkeit, Kartons zu recyceln wurde an dieser Stelle zurecht schon hingewiesen. Aber auch die Nutzung von Holz für die Papierwirtschaft ist nicht unendlich: die Abholzungen nach Corona sind uns allen im Gedächtnis. Es gelten Schutzbestimmungen wie FSC, FFH, Landes- und Bundeswaldschutzgesetze, die reichen bis dahin, dass auch Totholz nicht aus dem Wald entfernt werden soll, weil es dem Waldboden wertvolle Nährstoffe zurückgibt. Und nun PPWR. Ich sehe schon die Preise für alles aus Holz und Papier in die Höhe schnellen: Bücher und Zeitungen, Haushaltspapier für Küche und WC, Möbel und Spielzeug und vieles mehr und schließlich jede Form von Verpackungen. Nein, es ist nicht leicht, Regeln zu finden, die wirklich nachhaltig sind und gleichzeitig alle anderen Aspekte angemessen berücksichtigen, die mit den neuen Regeln verbunden sind. Über den Tellerrand rausgucken nennt man das gewöhnlich. Und genau das verlange ich von den hochbezahlten Menschen mit ihren Beratern und Influencern in Brüssel. Und nicht weniger.
DA
29.01.2025
Lesen wird überschätzt und geht doch auch online. Haiuhaltspapier in der Küche, ne, ne, wiederverwendbare Lappen nehmen. Möbel und Spielzeug, abschaffen oder nutzen solange es noch welche gibt. Japaner schlafen auch auf dem Boden. Verpackungen?? Sie haben doch 2 Hände. Motto: Von der Hand in den Mund! Toilettenpapier?? Sorry, haben sie noch keine Spülbürstenbrause? Alle unsere vorbetenden Umweltschützer sehe ich immer mit dem Gerät zur Toilette laufen, Sie nicht?? Sie haben recht: über den eigenen Tellerrand zu schauen ist der schwierigste Teil. Uns solange die Betater weder ein noch aus wissen und von den jeweiligen Lobbyisten "bezahlt" werden, wird sich nichts konstruktiv entwickeln und jedwede Verordnung immer wieder ins Leere laufen.
Karsten
29.01.2025

Antworten

Ursula von der irgendwas (intern heisst Sie bei mir der Untergang Europas) hat doch gesagt, one in one out oder neuerdings one in two out, was genau fällt denn jetzt für diese neuen Schwachsinn weg ? Was die Bürokraten in Brüssel immer besonders schon gestalten, sind die Abkürzungen mit vier Buchstaben, ich denke da haben die richtig Spass dran. Das nächste Verordnung nennt sich dann bestimmt ZKRM oder SWUZ, wir lassen uns da gerne überraschen, Vorfreude ist die schönste Freude...
Waldi
28.01.2025

Antworten

Vielleicht wäre es langsam nachhaltiger die EU zu recyceln. Sie produziert dauerhaft geistigen Müll und erschwert nicht nur Onlinehändlern das Überleben. Es werden immer mehr sinnloser Aufwand und Kosten produziert und von zweiterem können die Bürokraten in Ihrer Vetternwirtschaft leben wie die Made im Speck. Unerträglich! Die Umweltbilanz wäre auch deutlich besser, wenn weniger in den Sessel gefurzt wird und das Parlament nicht mehr beheizt und beleuchtet werden braucht. Dazu brauchen diese Alleskönner dann auch nicht mehr nach Brüssel reisen. Das würde jedem mehr Luft zum Leben geben. Es wird Zeit dort zu optimieren Leute.
Matthias
28.01.2025

Antworten

Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. Dann erwischt es aber nicht mehr nur die Händler, sondern auch die Trittbrettfahrer, die sich immer mehr durch die EU Verordnungen ein goldenes Händchen verdienen. Denn wenn die Kuh einmal geschlachtet ist, ist es vorbei mir dem Melken.
Rainer Kratzer
27.01.2025

Antworten

Ich betreibe jetzt seit gut 21 Jahren neben meinem Ladengeschäft einen eBay-Online-Shop. Ich habe in der ganzen Zeit noch NIE einen einzigen Karton kaufen müssen! Meine Kunden und alle im Bekanntenkreis sammeln ihre Kartons auf und geben diese an mich weiter. Nach der neuen Regelung geht das vermutlich nicht mehr - weil die Kartons dann bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Was ist da nun nachhaltiger??? Oh je, entlasst doch endlich 75% der Leute in der EU-Kommission, dann ist der Rest vielleicht soweit ausgelastet, dass man sich nicht immer neue Schikanen für die Onlinehändler einfallen lässt.
Mirko
01.02.2025
Gneau so haben wir das jahrelang auch gemacht. Inzwischen geht das nicht mehr aber wir schreddern die reinkommenden (und immer noch in der Nachbarschaft gesammelten Kartonagen und nutzen das als Füllstoff). Geht das jetzt wirklich nicht mehr? Das wäre doch absurder Bürokratenschwachsinn!
Modellbahn Klotzsch
27.01.2025

Antworten

ich habe für meinen kleinen Onlineshop noch NIE Verpackungen kaufen müssen, muß trotzdem für die Entsorgung zahlen. Wenn die Nachweißführung dahin führt das man nur noch für die wirklich in Verkehr gebrachten Verpackungen zahlen muß, dann wäre es sinnvoll. Ich nutze nur Verpackungen von Lieferanten, die auch schon für die Entsorgung gezahlt haben.
André
27.01.2025

Antworten

Ich habe das Gefühl, man will die letzten Unternehmen die es noch nicht in die Insolvenz oder Aufgabe geschafft haben nun endgültig in die Knie zwingen, was ist die Agenda hinter allem frage ich mich, Deutschland oder ganz Europa zerstören, wer denkt sich diesen ganzen Schwachsinn eigentlich aus und warum hat man nichts Besseres zu tun? Ich sage es euch, weil es denen Geld bringt, uns jedoch schadet es nur und nein es hat genau null Nutzen und die ganzen Chinesen lachen sich sowieso darüber kaputt, da sie sich an nichts halten, kontrolliert ja auch keiner, der Deutsche hingegen wird abgemahnt.
Alexander Büsing
27.01.2025

Antworten

Kein Versandhändler verschickt überdimensionale Kartons, wenn er nicht muss. Kartons sind teuer! Und deswegen wird da gespart. Kartons sind immer nur so groß wie notwendig. Wir haben 15 verschiedene Kartongrößen und decken damit alles Fälle ab. Was für ein blödes Argument. Aber recyclfähig Kartons zu nutzen wäre möglich. Fraglich ist nur wie die vom Kunden zum Händler wieder zurückkommen sollen? Etwas als Pfandsystem? Das wäre wirklich nicht schlau.
Catrin Stapf
28.01.2025
Oh, ich habe schon oft genug überdimensionierte Kartons bekommen. Gerne ein riesiger Karton mit einem kleinen Katzenspielzeug drin + 3-4 wirklich sinnlose Luftpolster-Blasen. Und der Händler hat definitiv kleinere Kartons. Allerdings gebe ich bei dem Pfandsystem recht: Die Idee ist gut, aber wer soll den Versand bezahlen und ist der Rückversand am Ende wirklich ökologischer als ein neuer Karton?
Isolde
27.01.2025

Antworten

Gutes Gesetz, wenn es für ALLE onlinehändler, auch die aus Fernost gelten würde. So sehe ich eine riesige Schlechterstellung europäischer Händler!
H.L.R.
27.01.2025

Antworten

Fällt der EU nichts anderes ein, um weiterhin den Mittelstand durch solche Massnahmen kaputt zu machen. Ständige andere und neue Verordnungen und Gesetze. Die die sich so etwas einfallen lassen, haben keine Ahnung wie es den mittelständischen Unternehmen geht. Liebe EUler hört endlich mit diesem Unsinn auf!
Robert
27.01.2025

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Diese Verordnung ist nicht wirklich neu, da sie schon länger in Planung war. Ich hoffe jedoch, dass diesmal auch die großen Unternehmen zur Rechenschaft gezogen werden und nicht wieder nur die kleinen Händler. Nach meiner Erfahrung sind kleine Händler meist nicht das eigentliche Problem, da sie in der Regel preisbewusst verpacken. Ganz anders sieht es bei einigen Online-Drogerien/Apotheken aus: Bestellt man dort zum Beispiel eine Zahnpasta, wird diese oft in einem überdimensionierten Karton im DIN-A4-Format geliefert. Für die Drogerien mag das praktisch sein, da automatisierte Prozesse Kosten sparen – weniger Personal, günstigere Preise. Für den Endverbraucher ist das jedoch ärgerlich, da er den unnötigen Müll entsorgen muss. Besonders in Mehrfamilienhäusern, in denen sich mehrere Parteien wenige Altpapiertonnen teilen, wird das schnell zu einem Problem – bei uns sind diese Tonnen jedenfalls oft überfüllt. Als Händler sehe ich die Umsetzung von Maßnahmen für nachhaltigeres Verpackungsmaterial weniger als Problem, wohl aber die damit verbundene Bürokratie. Alles muss detailliert dokumentiert werden, und das kann gerade für kleine Unternehmen eine enorme Belastung sein. Ich bin absolut dafür, weniger Müll in Umlauf zu bringen, aber bitte ohne überbordende Bürokratie – denn sonst verliert die ganze Sache ihren Sinn.
Mike
27.01.2025

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Juhuu! Neue "strenge Berichtspflichten"! Endlich. Uns war schon langweilig und wir wußten schon nicht mehr, was wir mit unserer vielen, kostenlosen und nutzlosen Zeit anfangen sollten. Grandios! Wir sollten den EU-Bürokraten, noch viel mehr Steuergeld hinterher werfen um noch mehr "Berichtspflichten" zu generieren. Ich werde dazu gleich ein Fax aufsetzen!
Silvia
28.01.2025
Besser hätte ich es auch nicht formulieren können
Sascha Ballweg
27.01.2025

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Ihr schreibt: "Da die PPWR in allen EU-Staaten gleichermaßen gültig ist, löst sie die unzähligen verschiedenen Gesetze der Nationen ab […] Das hilft Online-Händlern, die bislang beim internationalen Versand eine lästige und teure Verpackungslizenzierung in den jeweiligen Zielländern vornehmen mussten. Wegfallen sollen die Registrierungspflichten in den jeweiligen nationalen Verpackungsregistern wie hierzulande dem LUCID aber nicht." Bedeutet dies nun, dass sich ein Händler nur noch einmalig im Land seiner Niederlassung registrieren muss oder muss sich ein in Deutschland sitzender Händler der europaweit verkauft trotzdem noch einzeln in den Verpackungsregistern der Länder wie Frankreich, Österreich, Tschechien etc. registrieren?
Peter
27.01.2025
Die Registrierungspflicht in den einzelnen Ländern bleibt. Aber die Finanzierung bzw. Systembeteiligung wird dann wohl vereinheitlicht. Vielleicht wird die Systembeteiligung dann zentral an eine Stelle in der EU gezahlt, egal wohin man sendet. Dann zahlt jeder pro Kg Versandmaterial seinen Beitrag an eine Stelle statt mehrmals in jedes einzelne Land.
Redaktion
28.01.2025
Hallo Sascha, auch wenn die Änderung Erleichterungen verschafft und man nicht mehr in jedem einzelnen Staat einen Jura-Abschluss braucht, bleibt es dabei: Händler müssen sich weiterhin in den Verpackungsregistern der einzelnen EU-Länder registrieren, in denen sie aktiv Verpackungen in Verkehr bringen. Die PPWR erleichtert zwar viele Regelungen und vereinheitlicht Standards, ersetzt aber nicht die bestehenden nationalen Registrierungspflichten wie etwa beim deutschen LUCID oder anderen Registern in Frankreich, Österreich etc. Viele Grüße Die Redaktion
Mi Ra
29.01.2025
Sie glauben doch nicht wirklich, dass ein Gesetz es soweit vereinfacht, dass sie die Verpackungsmenge EU-Weit an EINER zentralen Stelle anmelden und bezahlen können. Dann müssten sie nicht ab den ersten Karton mit 100g Eigengewicht 40-100€ für jedes Land bezahlen. Oder dass sie nur ein Entsorgungszeichen (Frankreich/Spanien) EU-Weit anbringen müssten?
Hubert
27.01.2025

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Jeder Onlinehändler verwendet sowieso so wenig Verpackungsmaterial wie möglich. Einerseits muss er dieses Material ja bezahlen, andererseits muss er die Versandkosten dafür tragen. Bei der EU scheint man alle anderen für schwachsinnig zu halten.
Alexandra
28.01.2025
Genau, die kleinen Händler achten darauf keine überdimensionierten Kartonagen zu verwenden!! Ich schneide meine Kartons immer so klein wie möglich zurecht, damit ich bei den Versandkosten in der günstigeren Variante bleibe. Den Großen Onlineshops sollte man mal genauer auf die Finger schauen!!
Hans
27.01.2025

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Die EU nervt nur noch mit Ihren ganzen Vorschriften und Gesetze. Ständig kommt was anderes. Reden alle immer von Bürokratieabbau. Ich sehe nichts da von.
Stephan
27.01.2025

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Ein kleine Detailfrage: ein Karton, gerade wenn er nicht mehrfach benutzt wird, muss verschlossen werden. Scheitert man letztlich an dem Klebeband aus Polypropylen? Oder ist der geringe Klebebandanteil an der Verpackung abgedeckt durch "zu einem hohen Prozentsatz recycelbar"?
C.Sauer
27.01.2025

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Es wäre sehr wünschenswert, wenn es eine Art Vorlage für die erweiterte Dokumentation dann geben würde. Etwas, was man als Händler an seine verwendeten Verpackungsmaterialen anpassen kann und so die geforderten Informationen dann von Anfang an korrekt dokumentieren kann. Das wäre mein Wunsch an den Händlerbund, denn ja, es ist tatsächlich ein GPSR 2.0 und als One-Man-Show schon wieder so eine zeitraubende Aufgabe. Der eigentliche Handel kommt vor lauter zusätzlicher Bürokratie zunehmend zu kurz.
ralf
27.01.2025

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Also zu Punkt 1: Welcher Händler verschickt in überdimensonierte Verpackungen? Alleine schon aus Kostengründen nicht. Aber: Bei Retouren von Kunden sieht das anders aus. Wir hatten einen schon mehrmals Kunden die Klein Artikel die in einem Briefumschlag passten und wir diese auch so geschickt hatten, als Retoure zurückkamen mit einem Karton, in dem man eine Kaffeemaschine verpacken konnte. Ich erinnere mich noch an einen speziellen Kunden der kaufte bei uns 2 kleine Aufnäher und schickte diese nicht nur getrennt zurück, sondern auch jeweils separat in einem großen Karton, wobei beide Aufnäher in einem Briefumschlag gepasst hätten. Dass er diese getrennt geschickt hatte, hatte eher was mit Amazon zutun, weil beide Artikel getrennt von einander bestellt worden sind, zwar zur gleichen Zeit, aber der Rücksendeantrag technisch nicht zusammengefasst werden konnte. Hier sollten die Plattformen in die Pflicht genommen werden. Zu Punkt 2. Welche Versandverpackungen sind denn nicht recyclebar? Wir verwenden nur Pappe und Karton. Plastikverpakungen haben wir im Laufe des Jahres zu 90 % abgeschafft. Sieht zwar nicht so vornehm aus, aber diese waren letztendlich für den Schutz des Artikels auch gar nicht nötig. Die meisten Verpackungen von Produkten dienen eher der Werbung und der optischen Schönheit als dem Schutz. Und da im Onlinehandel diese auch nicht optisch schön im Regal präsentiert werden müssen, ist da auch eine Plastikfolie weniger von Nöten. Wo bei uns noch Plastik vorkommt, sind Verpackungen mit Luftpolsterfolie. Da hoffen wir noch auf alternativen von den Herstellern. Zu Punkt 3: Naja, Einerseits Karton und Pappe verwenden die recyclebar sind und auf der anderen Seite wiederverwendbar ist schwierig auch auch nicht ökologisch. Im Prinzip sind diese weiderverwertbar für ein paar mal, aber wenn ein Karton länger und öfter verwendet werden soll, muss dieser aufwendiger produziert werden, was mehr Resourcen und Energie kostet. Hier sehe ich erstmal keinen Mehrwert. 4. Machen wir jetzt doch schon. Was soll da jetzt noch angegeben werden? 5. Hört sich gut an. Aber da es von der EU kommt, wird dies vermutlich so kompliziert gemacht, dass es teurer und schwieriger sein wird, als sich in jedem Land einzeln zu registrieren, da gehe ich jede Wette mit ein. Zudem interessiert sich die EU weniger dafür, wie Gesetze umgesetzt werden, sondern nur, dass sie umgesetzt werden, siehe GPSR.
Chris
27.01.2025

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Ich werde meine Produktion nach China verlagern und von dort aus nach Deutschland versenden. Das, was die EU hier anstellt, ist ein riesen Haufen Sch...e. Ich hab bisher alles brav mitgemacht und umgesetzt, aber das ist ein Witz. Und Händler aus China dürfen schön ihre Verpackungen in Deutschland abladen.
Max Sonntag
27.01.2025

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Diese EU-Bürokraten gehen mir immer mehr auf den S...enkel. Ständig neue und in meinen Augen völlig irrsinnige Gesetze, die stets nur eines bewirken: mehr Bürokratie und damit höhere Kosten für alle, ohne erkennbaren Nutzen. Vor allem ist das alles wieder nur stümperhaftes Stückwerk, wie man an diesem Satz erkennen kann: "Wegfallen sollen die Registrierungspflichten in den jeweiligen nationalen Verpackungsregistern wie hierzulande dem LUCID aber nicht."
Markus
27.01.2025

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Also bei uns ist der Unmut über die GPSR noch lange nicht verflogen und jetzt kommt schon wieder der nächste Kracher mit diesem PPWR... Im Laufe des Jahres kommt auch schon diese EU Holzverordnung. Wir werden durch die EU systematisch "zermürbt und kampfunfähig" gemacht gegenüber den anderen Kontinenten, die uns maßlos abhängen werden in den nächsten Jahren. Es wird höchste Zeit das sich durch uns Wähler etwas Grundlegendes ändert! Anfangen können wir JETZT dafür mit der Bundestagswahl im Februar für Deutschland!
Manuel
29.01.2025
Die AfD wird daran leider garnichts ausrichten, da sie im wesentlichen schlichtweg inhaltlich inkompetent ist. Selbst wenn, neben allen Verschlechterungen die das für die allermeisten Menschen hätte, dann DE aus der EU austreten würde, sehen wir ja was durch den Brexit passiert. Alles wird für alle teurer, komplizierter oder unmöglich. Das ist also keine Lösung. Wir betreiben jetzt seit vielen Jahren ein internationales Online Business und ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen mit welteweitem B2B und EU B2C Geschäft. Ich habe über die EU Sache viel nachgedacht und mir fällt keine Lösung ein die, außer einer schnellen emotionalen Abreaktion, was bringen würde. Denn: alles was neu gemacht wird, basiert auf dem Vorangegangenen. Wenn Erkenntnisse dazu kommen, ist es im Grunde nicht möglich diese zu ignorieren und es könnte in der Natur der Sache liegen, dass die Dinge immer komplexer liegen. Wenn man jetzt aber nicht von Erkenntnissen der Menschheit spricht, sondern von Regeln: Es ist natürlich gut dass es welche gibt, sonst hätten wir keine funktionierende Gesellschaft, und mit der AfD wird das wohl so passieren. Warum aber die GEsellschaft mit all den positiven Dingen abreißen, nur weil ich mich emotional überfordert fühle? Das erscheint mir infantil. Besser wäre eine politische Lösung. Nur wenn alle sich hauptberuflich gegenseitig die Stuhlbeine absägen, sind natürlich alle beschäftigt. Wir alle müssten mal die (positive) Energie politisch auf eine Vision richten, welche für möglichst alle Menschen einen Nutzen bringt.
Schlimmschlimm
27.01.2025

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Na wunderbar der nächste geniale Streich der EU, was müssen wir uns eigentlich noch alles gefallen lassen von Menschen die in ihrem Leben nicht eine Stück selbst verkauft haben. Für mich nur das Tüpfelchen auf dem i um 2026 vor dem Start dieser unsinnigen Einführung die Segel zu streichen und nach über 30 Jahren aufzuhören. Damit habe ich dann mehr als 50% mein Lebens in der Selbstständigkeit verbracht und wurde die letzten Jahre nur noch gegängelt von einem System das den Handel nicht versteht und Richtern die zu alt sind um den Onlinehandel richtig verstehen zu können und Anwälten die sich nur noch der Abmahnung widmen. Da die neue Generation eh nicht arbeiten will wird ein neuer Job gar kein Problem sein und ich habe endlich mal wieder Urlaub ohne mir Sorgen machen zu müssen, Danke EU für gar nichts......
Sandra
27.01.2025

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Hahahaha, mich hätte es auch gewundert, nicht, fast parallel auch noch!, eine neue Vorschrift zu Bolognese, „die viel Zeit und Kosten“ verursacht UND, natürlich!!, unter Strafe gestellt wird. Statt Amazon & Mc Donalds zu sanktionieren, die wahrscheinlich für 70% des gesamten Verpackungsmülls verantwortlich sind, werden wieder absolut alle zur Kasse gebeten. Wenn Du aber (ja, wir sind so vorbildlich) 95% deiner erhaltenen Verpackungen von Lieferanten etc. wiederverwertest (z.Bsp. geschreddert als Verpackungsmaterial/Füllmaterial) dankt es Dir nichts und niemand! Du bekommst dafür auch nichts angerechnet. Nein! Du hast zu zahlen und wir (die EU) finden mit Sicherheit noch irgendwas, womit wir Dich schröpfen können. Und wenn es die Armungssteuer Deiner (letzten, verbliebenen) Mitarbeitr ist.
Michael
27.01.2025

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Naja... ganz ehrlich, viel heiße Luft um nichts. Dachte schon was kommt jetzt schon wieder? Aber jeder seriöse Onlinehändler hat da doch nicht viel zu befürchten. Übergroße Verpackungen sind da kein Thema, die meisten versenden im Pappkarton und dokumentieren die Mengen bei seinem Entsorger, und bei LUCID sowieso.
Frank2
25.01.2025

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Und dann gibt es nicht nur in Deutschland städte, Gemeinden und Landkreise die z.b. nicht mal einen gelben Sack haben, dort landet der ganze Verpackungsmüll in der Restmülltonne - angeblich weil es sich nicht rentiert.... Made my day...
Stephan
24.01.2025

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Jaja, die bekommen schon noch alles pleite. Gut das es nur eine Verordnung und kein Gesetz ist ;-)
Peter
27.01.2025
Was heißt hier nur Verordnung? Zunächst einmal ist so eine Verordnung der EU noch über nationalem Recht und auch in Deutschland hat eine Verordnung nicht weniger Bindungswirkung als ein Gesetz, weil jede Verordnung eine Ermächtigungsgrundlage im Gesetz hat. Sie sind nur Mittel schneller und unkomplizierter Regelungen zu erlassen als mit dem langwierigen Gesetzungsverfahren für Bereiche, in denen mehr Flexibilität erforderlich ist. Eine Verordnung auf Bundesebene kann genauso verpflichtend sein, wie ein Gesetz auf Bundesebene. Muss, soll und kann gibt es in beidem: Gesetz und Verordnung. Es kommt auf die individuelle Formulierung der Norm an.