Im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hat Forsa eine repräsentative Befragung durchgeführt, die zeigt, dass sich Verbraucher:innen ein Recht auf Reparatur wünschen. Produkte sollen zum einen langlebig sein, zum anderen soll es die Möglichkeit geben, defekte Geräte reparieren zu lassen, wie der vzbv in einer Pressemitteilung meldet.
89 Prozent sind für Recht auf Reparatur
Laut der Befragung ist es 89 Prozent der Verbraucher:innen eher wichtig oder sehr wichtig, dass die Bundesregierung ein Recht auf Reparatur einführt. „Verbraucher:innen sind es leid, dass elektrische Geräte schnell kaputt gehen und ihnen das Reparieren erschwert wird. Gerade Elektrogeräte sollten nicht bei jedem Defekt sofort auf dem Müll landen“, so Keo Sasha Rigorth, Team Mobilität und Ressourcenschutz im vzbv.
Zudem ist es für Verbraucher:innen oft schwer ersichtlich, ob ein Gerät nachhaltig ist. 90 Prozent der Befragten wünschen sich verbindliche Herstellerangaben zur Lebensdauer der Geräte, sowie zur Frage, ob das Gerät überhaupt repariert werden kann.
Hohe Kosten schrecken ab
Für rund zwei Drittel sind es die hohen Kosten, die davor abschrecken, ein Gerät reparieren zu lassen. Etwa die Hälfte gab an, dass eine Reparatur zu umständlich gewesen sei.
Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ein Elektrogerät reparieren lassen würden, wenn sie einen Zuschuss vom Staat erhalten würden. Regionale Modellversuche brachten hier bereits positive Erfahrungen.
„Eine Reparatur muss sich auch finanziell lohnen, ein bundesweiter Reparaturbonus würde nicht nur viel Müll vermeiden, sondern auch eine neue Reparierkultur stärken. Länder wie Österreich oder Frankreich machen es vor“, so Rigorth.
Artikelbild: http://www.depositphotos.com
Hanna Hillnhütter
Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben