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Verbraucher wünschen sich ein Recht auf Reparatur

Veröffentlicht: 15.01.2025
imgAktualisierung: 15.01.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.01.2025
img 15.01.2025
ca. 2 Min.
Elektrogeräte
Vejaa / Depositphotos.com
Eine Befragung der vzbv ergab, dass sich die Mehrheit eine gesetzliche Regelung für Reparaturen wünscht.


Im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hat Forsa eine repräsentative Befragung durchgeführt, die zeigt, dass sich Verbraucher:innen ein Recht auf Reparatur wünschen. Produkte sollen zum einen langlebig sein, zum anderen soll es die Möglichkeit geben, defekte Geräte reparieren zu lassen, wie der vzbv in einer Pressemitteilung meldet.

89 Prozent sind für Recht auf Reparatur

Laut der Befragung ist es 89 Prozent der Verbraucher:innen eher wichtig oder sehr wichtig, dass die Bundesregierung ein Recht auf Reparatur einführt. „Verbraucher:innen sind es leid, dass elektrische Geräte schnell kaputt gehen und ihnen das Reparieren erschwert wird. Gerade Elektrogeräte sollten nicht bei jedem Defekt sofort auf dem Müll landen“, so Keo Sasha Rigorth, Team Mobilität und Ressourcenschutz im vzbv. 

Zudem ist es für Verbraucher:innen oft schwer ersichtlich, ob ein Gerät nachhaltig ist. 90 Prozent der Befragten wünschen sich verbindliche Herstellerangaben zur Lebensdauer der Geräte, sowie zur Frage, ob das Gerät überhaupt repariert werden kann. 

Hohe Kosten schrecken ab

Für rund zwei Drittel sind es die hohen Kosten, die davor abschrecken, ein Gerät reparieren zu lassen. Etwa die Hälfte gab an, dass eine Reparatur zu umständlich gewesen sei.

Fast 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ein Elektrogerät reparieren lassen würden, wenn sie einen Zuschuss vom Staat erhalten würden. Regionale Modellversuche brachten hier bereits positive Erfahrungen.

„Eine Reparatur muss sich auch finanziell lohnen, ein bundesweiter Reparaturbonus würde nicht nur viel Müll vermeiden, sondern auch eine neue Reparierkultur stärken. Länder wie Österreich oder Frankreich machen es vor“, so Rigorth. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 15.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 15.01.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Junbrunnenshop
16.01.2025

Antworten

Der Irrsinn kennt keine Grenzen. Da soll "der Staat" aus Steuergeldern die Reparatur von privaten Elektrogeräten bezuschussen. Gehts eigentlich noch??? Sinnvoll wäre eine umfassende Reform des WEEE - Altgeräte Rücknahme Verordnung. Wenn die Höhe des Kilopreises an die Reparaturfreundlichkeit des Gerätes gekoppelt wäre, würden viele Geräte auf einmal anders aussehen. Die Prüfung könnte zusammen mit der CE Prüfung erfolgen und die Geräte würden dann in z.B. drei oder fünf Klassen eingeteilt, je nach Reparatur- und Recyclingfreundlichkeit. Ganz ohne neue Gesetze, die wieder überwacht werden müssen und wieder neue Beamte ernähren, die wieder vom Steuerzahler alimentiert werden.
Mathias Wegener
15.01.2025

Antworten

Menschen die sich dies natürlich vollkommen zurecht wünschen sollten allerdings auch wissen, dass wenn so etwas gesetzlich oder regulatorisch durchgesetzt wird, es insbesondere für diejenigen, die sich keine High End Geräte leisten können, teurer wird. Denn insbesondere teurere Geräte, sei es Elektronik oder seien es Haushaltsgeräte, lassen sich grundsätzlich eher reparieren als sehr günstige Geräte. Das liegt in der Natur der Sache. Wenn nun aber alle Geräte grundsätzlich besonders reparaturfreundlich gestaltet werden müssen, bedeutet dies zwangsläufig, dass die jetzt noch recht günstigen Einsteigergeräte natürlich teurer werden. Für die eh schon teureren Geräte wird sich wohl kaum etwas ändern. Eine gesetzliche oder regulatorische Regelung macht es also für die Menschen, die sich vielleicht gerade mal so ein Einsteigergerät leisten können, weil ihr finanzieller Spielraum nicht mehr hergibt, deutlich schwerer, solche Geräte zu erwerben. Für die, die sich auch heute schon dank genügend Vermögen teurere Geräte leisten können, wird sich kaum etwas ändern. Diese unbequeme Wahrheit sagt nur den Menschen niemand. Weil das passt den Befürwortern solcher Regelungen, selbst wenn sie es ohne Frage gut meinen, natürlich nicht ins Konzept.