Seit Monaten wird gebetsmühlenartig Kritik an Online-Plattformen mit chinesischen Wurzeln geübt: Der deutsche Markt werde mit minderwertigen, auch gefährlichen Produkten überschwemmt; die Anbieter greifen teils auf wettbewerbswidrige Strategien zurück, spionieren Daten aus und seien für horrende Steuer- und Zollschäden verantwortlich, so die Vorwürfe, die sich gezielt gegen Unternehmen wie Temu oder Shein richten.
Mit Blick auf die bestehende Zoll- und Steuerproblematik hatte sich mittlerweile auch die Politik eingeschaltet: Der nordrhein-westfälische Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) forderte kürzlich, über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg ausnahmslos alle Pakete aus Fernost zu öffnen und zu kontrollieren. Eine solche Aktion wäre seiner Ansicht nach ein „Signal“ an China.
Nun hat sich der BDZ, die deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft, zu solchen Forderungen geäußert und diese als verfehlt, gar „unseriös“ eingestuft. Auch sprach er eine ausdrückliche Warnung aus, in puncto Zollkontrollen die falschen Prioritäten zu setzen.
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