YouTube, OnlyFans oder Twitch: Besteuerung von Influencern vorantreiben
Für die Auswertung liegen der Task Force nach Ministeriumsangaben mehr als 100.000 Datensätze von Plattformen wie YouTube, OnlyFans und Twitch vor. Erste Ergebnisse aus Betriebsprüfungen werden für die Steuerjahre 2021 bis 2023 erwartet. Laut Ministerium sind derzeit 516 hauptberufliche Influencer und Influencerinnen erfasst; hinzu kommen zahlreiche nebenberuflich tätige Personen. Die Behörden gehen jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus, da viele Akteure unter Pseudonymen auftreten.
„Für uns ist entscheidend, strukturellen Besteuerungsdefiziten nachzugehen und Steuergerechtigkeit herzustellen – das ist unser gesetzlicher Auftrag“
– Thüringens Finanzministerin Katja Wolf
Neben der Steuerdurchsetzung setzt Thüringen nach eigener Aussage auch auf Prävention. Ein Informationsflyer soll erklären, welche steuerlichen Pflichten bei Social-Media-Einnahmen entstehen, unter anderem für jüngere Menschen, die bislang wenig Berührung mit Steuerrecht hatten. Das Material ist auf den Seiten der Thüringer Finanzverwaltung abrufbar.
Wer unsicher über seine steuerliche Situation ist, kann sich an das zuständige Finanzamt wenden oder steuerberatende Fachkräfte hinzuziehen. Auch eine strafbefreiende Selbstanzeige bleibt laut Ministerium möglich.
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