Forderungen und Kritik an der Verschiebung
Bestimmte Produkte (z. B. Kakao, Kaffee, Palmöl, Holz und daraus hergestellte Waren wie Schokolade oder Möbel) dürfen nur in der EU verkauft werden, wenn sie nicht mit Entwaldung oder Waldschädigung in Verbindung stehen. Unternehmen müssen ein sogenanntes Sorgfaltsverfahren durchführen. Das bedeutet: Sie müssen belegen können, aus welchem Land und Gebiet ihre Rohstoffe stammen (z. B. über Geolokalisierungsdaten) und nachweisen, dass dort keine Wälder abgeholzt wurden.
Kritik gab es seither viel und unter anderem die betroffenen Unternehmen hatten mehr Vorbereitungszeit verlangt, während die CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider Ausnahmen für Produkte ohne Entwaldungsrisiko forderte: „Regionen und Produkte, bei denen keinerlei Gefahr der Entwaldung besteht, müssen unbürokratisch und ohne zusätzliche Nachweispflichten behandelt werden.“
SPD-Politiker:innen wie Delara Burkhardt kritisierten die erneute Verzögerung der EU-Entwaldungsverordnung scharf: Man könne ein Gesetz nicht zweimal verschieben, während Tausende Unternehmen längst bereitstünden, um es umzusetzen. „Ursula von der Leyen legt die Verordnung unter fadenscheinigen Gründen auf Eis“, wird sie von der Zeit zitiert.
Die 27 EU-Mitgliedsländer sowie das Europaparlament müssen nun über den Aufschub verhandeln.
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