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Spritpreise: Regierung will keinen weiteren Tankrabatt

Veröffentlicht: 23.07.2026
imgAktualisierung: 23.07.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.07.2026
img 23.07.2026
ca. 2 Min.
Spritpreise an einer Tankstelle
buecax / Depositphotos.com
Die Spritpreise steigen wieder, die Lage in der Straße von Hormus bleibt angespannt. Ein neuer Tankrabatt soll aber nicht kommen.


Nachdem die Spritpreise Ende Juni wieder etwa das Vorkriegsniveau erreicht hatten, stiegen sie in Folge der erneuten Eskalation im Irankrieg wieder deutlich auf über zwei Euro pro Liter an. Einen erneuten Tankrabatt, wie die Bundesregierung ihn zum 1. Mai dieses Jahres für zwei Monate umgesetzt hatte, wird es aber offenbar nicht geben. Das erklärte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) laut Verkehrsrundschau.

„Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet“

„Wir haben mit der Spritpreisbremse ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt. Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet“, so Reiche gegenüber RTL/ntv Frühstart. „Diese sind momentan im Bundeshaushalt auch nicht zur Verfügung.“ Ein Spritpreisdeckel würde erneut Milliarden kosten.

Die Bundesministerin verweist stattdessen auf die 12-Uhr-Regel und das verschärfte Kartellrecht, die für mehr Transparenz für die Kunden sorgen sollen. Weitere Maßnahmen seien aktuell nicht in Planung, so Reiche. Aktuell sei zudem die Versorgungslage ihrer Ansicht nach gesichert. Gleichzeitig lässt sie die Option offen, bei „deutlich weiter“ ansteigenden Preisen über Maßnahmen sprechen zu können. „Aber sie sind jetzt nicht geplant“, so Reiche.

Tankrabatt als Maßnahme umstritten

Der zwei Monate gültige Tankrabatt kostete den deutschen Staat 1,6 Milliarden Euro und ist als Maßnahme umstritten. Der Rabatt käme vor allem den Energiekonzernen zugute, so Kritiker. Eine Analyse des ADAC von MItte Mai zeigt allerdings, dass der Tankrabatt großteils bei den Autofahrern angekommen sei. Gleichzeitig monierte der Automobilclub aber auch, dass der Tankrabatt in Höhe von 17 Cent „zwar großteils, aber noch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben“ wurde. Das Preisniveau war auch in dieser Situation zu hoch, so der ADAC.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 23.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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Jay
24.07.2026

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Spritrabatt - funktioniert nicht richtig / wird nicht richtig weitergegeben - Bullshitaktion. Schwachsinnsaktion vorbei - Regierung: "Keine Ahnung was wir jetzt machen sollen, wir haben die Zeit gar nicht genutzt ne Lösung zu finden sondern einfach nur gehofft, dass alles gut ist in 2 Monaten?". Solche Lachnummern.
Sjaak
24.07.2026

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1,6 Milliarden sind bei den Ausgabengewohnheiten der Bundesregierung in letzter Zeit doch ein Klacks.
Karl Ranseier
24.07.2026

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Buchhaltung ist also auch keine Stärke der guten Frau Reiche: Es handelt sich um entgangene Einnahmen, keine Ausgaben. Und da man an den höheren Spritpreisen vorzüglich mitverdient, sind die Einnahmen jetzt ja sogar deutlich höher als sie ohne Irankrise wären. Wie viele von den gut 50 Cent mehr pro Liter wandern denn ins Staatssäckel? Sollten ja schon mehr als die läppischen 15 Cent sein. Wenn sie Geld braucht, soll sie die Übergewinne der Ölkonzerne abschöpfen. Aber wenn man dort nach der Politik mal einen feinen Beratervertrag haben möchte, darf man denen nicht vors Schienbein treten. Liebe Regierung, das Volk ist zwar in weiten Teilen noch indifferent, aber wir sind nicht alle völlig verblödet. Bitte ermöglichen Sie uns, Sie für nicht völlig senil zu halten. Wer so eine unverschämte Politik macht und sich darüber wundert, nicht wiedergewählt zu werden - was nimmt der morgens und abends ein?