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Social Media erst ab 16: Bald auch in Deutschland?

Veröffentlicht: 02.01.2025
imgAktualisierung: 02.01.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
02.01.2025
img 02.01.2025
ca. 2 Min.
Jugendliche mit Handy
Egoitzbengoetxea / Depositphotos.com
Kann das Social-Media-Verbot für Jugendliche auch in Deutschland eingeführt werden? Thüringens Bildungsminister kann sich das vorstellen.


Australien hat ein Gesetz verabschiedet, welches Jugendlichen unter 16 Jahren die Nutzung von Social Media verbietet. Thüringens neuer Bildungsminister Christian Tischner von der CDU kann sich ein solches Gesetz auch für Deutschland vorstellen, wie der Spiegel berichtete. Außerdem sollen in Thüringen Handys in Grundschulen komplett verboten werden. 

Thema für die Kultusministerkonferenz

Tischner hält das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige für eine gute Idee und kann sich eine solche Regelung auch für Deutschland vorstellen. Er sieht dies als ein gutes Thema für die nächste Kultusministerkonferenz. Gerade Mobbing in sozialen Netzwerken und die dadurch entstehenden psychischen Auswirkungen sieht Tischner als großes Problem. „Anstand und Respekt werden leider nicht so sehr gepflegt in sozialen Medien“, so Tischner.

Die Landesschülervertretung aus Thüringen äußert sich allerdings kritisch zu einem solchen Verbot. So würden Probleme nur kurzfristig bekämpft werden. Es brauche langfristige Ansätze, um den Umgang mit sozialen Medien zu fördern und die psychische Gesundheit von Schüler:innen zu stärken, statt Symptombekämpfung. Statt Verboten sollte die Politik auf Prävention setzen und an Schulen auf multiprofessionelle Teams aus Sozialarbeitern, Medienpädagogen und Psychologen setzen, so die Schülervertretung. 

Handyverbot an Grundschulen

Tischner hat außerdem konkrete Pläne für ein Handyverbot an Grundschulen. Handys sollen aus dem Schulalltag an Grundschulen weitgehend verbannt werden. So hat es die Regierung aus CDU, BSW und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart.

Während der Unterrichtszeit soll das Handy nicht genutzt werden dürfen. Nach Schulschluss soll es Kindern aber weiterhin möglich sein, Eltern zu kontaktieren und erreichbar zu sein. Es soll lediglich darum gehen, dass Schüler:innen im Unterricht nicht abgelenkt sind, so Tischler. Viele Schulen sollen eine solche Regelung ohnehin schon umsetzen, nun soll es allerdings eine konkrete Vorgabe des Ministeriums geben.

Veröffentlicht: 02.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 02.01.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

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Varth Dader
06.01.2025

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Vor nicht mal 20 Jahren haben sich die Kids in den Schulen noch unterhalten und zwar von Angesicht zu Angesicht. Heute schaut jeder in den kleinen Bildschirm, Anonymität und rasante Inhaltsverbreitung sind dabei brandgefährlich. Digitalisierung in den Schulen - ja. Informationen suchen, delegieren und richtig einsetzen statt altmodisches Auswendiglernen - ja. Moderner Unterricht, welcher das Bewusstsein für die Schattenseiten des Internets und deren Auswirkungen entwickelt - ja. Aber aktuell sind Social Media wie eine Droge, Konsum von teils unkontrollierbaren Inhalten, die selbst hartgesottene Erwachsene verstören. Sucht inklusive Entzugserscheinungen und Verlust der Sozialkompetenz. Das gehört genauso wie Alkohol und Tabak in einen kontrollierten Rahmen. Mal ganz davon abgesehen, dass die ständige Erreichbarkeit und der Zwang zu schauen, "ob's was Neues gibt", fürs spätere Erwachsenenleben pures Gift ist = Stress und Konzentrationsprobleme.