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Scholz will Mehrwertsteuer auf Lebensmittel senken

Veröffentlicht: 11.12.2024
imgAktualisierung: 11.12.2024
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 1 Min.
11.12.2024
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ca. 1 Min.
Olaf Scholz
Ale_Mi / Depositphotos.com
Bundeskanzler Olaf Scholz will deutsche Haushalte entlasten und hat dafür einen geringeren Umsatzsteuersatz auf Lebensmittel vorgeschlagen.


Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im November wieder in die Höhe geschnellt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Teuerungsrate um 2,2 Prozent gestiegen. „Ein großer Krieg in unserer Nachbarschaft, furchtbare Konsequenzen auch für unsere Wirtschaft, als plötzlich die Hälfte des Gases fehlte“, fasst Bundeskanzler Olaf Scholz die aktuelle Situation zusammen. „Alles das haben wir bewältigt, aber wir kauen noch dran.“

Um die deutschen Haushalte in der aktuell schwierigen Situation zu entlasten, schlägt Scholz deshalb jetzt eine Herabsenkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel vor. „Das würde ganz vielen, die wenig Geld verdienen, helfen, und es wäre für den Bundeshaushalt keine übermäßige Belastung“, so Scholz in einer Mitteilung beim Spiegel.

Senkung von 7 auf 5 Prozent

Konkret bringt der Bundeskanzler eine Senkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Lebensmittel von 7 auf 5 Prozent ins Spiel. „Ich glaube, dass es jetzt erst mal wichtig ist, dass wir etwas sehr Überschaubares machen, was jeder beim täglichen Bedarf jeden Tag merkt“, begründet er seinen Vorschlag.

Kritik zum Vorhaben von Scholz ließ nicht lange auf sich warten. Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg bezeichnet die vorgeschlagene Senkung der Mehrwertsteuer laut der Zeit als „billigen Wahlkampfköder“. Middelberg bezweifelt, ob die geplanten Ermäßigungen überhaupt bei den bedürftigen Familien ankommen würden. Stattdessen schlägt er eine zielgenaue Entlastung von Geringverdienern vor, allen voran in den Bereichen Steuern und Sozialabgaben.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 11.12.2024
img Letzte Aktualisierung: 11.12.2024
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
7 Kommentare
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Bert
16.12.2024

Antworten

Es ist erwartbar, dass er sich daran nach der Wahl nicht mehr erinnern kann...
Birgit
12.12.2024

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Noch schnell mal einen Anker werfen, um doch noch ein paar Stimmen für sich ein zu kassieren.
Ivonne
12.12.2024

Antworten

So nett sich die Idee erstmal anhört, weiß ich nicht, wem das am Ende helfen soll. Zum einen müssten die Händler das ja auch an den Kunden 1:1 weitergeben und zum anderen reden wir hier überwiegend von einstelligen Cent-Beträgen. Wenn ein Artikel 2,99 kostet wäre der neue Preis 2,93 oder 2,94, je nachdem, ob der Händler vielleicht lieber aufrundet. Also 6-7 cent. Wie sehr am Ende die vielleicht 5-10€ Ersparnis am Ende des Monats wirklich den Geldbeutel entlastet, find ich jetzt erstmal fraglich. Wenn ich nicht viel Geld hab, kauf ich schon das billigste von allem und da sind es am Ende im Durchschnitt vielleicht 1-3 Cent pro Artikel. Klar, macht es die Masse und eine Großfamilie spart vielleicht auch ein paar Euro mehr, aber das was ich Einspar wird an anderer Stelle aufgefressen. Wie Gas, Strom, Krankenkasse, welche alle ab nächstes Jahr steigen sollen. Und das nicht nur um 2%.
CF
12.12.2024

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Die Idee wäre super, wenn die Senkung nur "gesunde" Lebensmittel, bzw. Grundnahrungsmittel betrifft, z.B. Obst, Gemüse, Brot, Nudeln, Reis, etc. Das hätte gleich mehrere Vorteile - und nein, ich bin kein "Gesundheitsfreak" und esse auch Fertigpizza ;-)
Schmidt
12.12.2024

Antworten

Was ein Quark! Die Rahmenbedingungen müssen geändert werden und das für alle! Augenwischerei und linke Tasche rechte Tasche.
Robert Flachenäcker
12.12.2024

Antworten

Wieder ein typischer Fall unsinniger Symbolpolitik. Jeder auch nur einigermaßen in Marketingfragen informierte weiß, dass Preise nicht überwiegend kalkuliert werden, sondern sich "am Markt bilden". Die Tomaten werden - egal wie hoch die USt. ist - 1,99 oder 2,99 oder 3,99 / 500 Gramm kosten. Kein Händler wird seinen Preis wegen niedriger USt. dann auf 3,965 EUR oder ähnliches senken. Preise enden auf "Komma 5", "Komma 8" oder "Komma 9" - egal wie hoch die USt. ist. Wer erklärt es Olaf und allen anderen, die seit Jahren mit diesem Unsinn um die Ecke kommen, der am Ende nur den Staat Geld kostet?
Frank2
11.12.2024

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Ein Tropfen auf den heißen Stein, den sich dann aufgrund der Preisgestaltung dann die Supermärkte und Discounter krallen. Im Bereich Lebensmittel wäre eine komplette überarbeitung eher notwendig, z.b. Babynahrung hat 19prozent....aber an das Chaos traut sich dann wieder keiner ran...