Hast du heute schon eine „Wo bleibt mein Paket?“-Nachricht erhalten? Falls ja, bist du in bester Gesellschaft. Die Unzufriedenheit mit Post- und Paketdiensten in Deutschland hat einen neuen historischen Höchststand erreicht. Wie aktuelle Berichte (u. a. das Handelsblatt) übereinstimmend melden, sind bei der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr so viele Beschwerden eingegangen wie nie zuvor.
Amtlich: Beschwerdeflut bei der Bundesnetzagentur
Mit einem Anstieg von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird deutlich, dass die Zuverlässigkeit bei der Zustellung von Briefen und Paketen in die Kritik geraten ist. Laut den offiziellen Angaben der Bonner Behörde betrifft der Unmut vor allem verspätete oder ganz verloren gegangene Sendungen sowie Probleme bei der Zustellung an der Haustür.
In der Berichterstattung wird vor allem die Deutsche Post (DHL) als Marktführer genannt, doch auch Wettbewerber stehen in der Kritik. Als Hauptgrund für die Misere werden vor allem der anhaltende Personalmangel, ein hoher Krankenstand sowie „strukturelle Probleme“ bei den Zustellern angeführt. Rufe nach strengeren Sanktionsmöglichkeiten für die Bundesnetzagentur werden lauter. Bisher kann die Behörde Mängel zwar rügen, aber kaum empfindliche Bußgelder verhängen.
Diese Debatte über die mangelnde Servicequalität ist für Online-Händler, die auf eine reibungslose Logistik angewiesen sind, kein Trost. Gegenüber ihrer Kundschaft sind Händler direkt für die Fehler der Zusteller verantwortlich.
Yvonne Bachmann
Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.
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